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Sentiero Lino Pederiva – endlich mein eigener Weg

Nachdem hier schon Felix über seinen eigenen Weiher berichtet hat und Rupi uns ausgeklärt hat, dass nach ihm sogar eine Klamm benannt worden ist, möchte ich Euch nun endlich und voller Stolz darüber berichten, dass ich ja einen eigenen Klettersteig habe! Da staunt ihr, nicht wahr.

Da gibt es nämlich den Klettersteig (auch „via ferrata“ genannt) Lino Pederiva. Und ich habe es extra recherchiert, Lino ist die italienische Kurzform von Linus. Die Namensbedeutung von Linus ist nicht so schön (irgendetwas mit Klagen, das passt ja gar nicht zu mir, aber immerhin gibt es ja den Heiligen Linus, Bischof in Rom). Aber ich wollte ja von meinem Weg erzählen.

Zuerst sind wir mit einer großen Seilbahn gefahren. Die Frau am Ticketverkauf war mal wieder garstig zu uns Hundjungs und bestand auf das Anlegen des Maulkorbs (ist ja manchmal in Italien Pflicht, manchmal kümmert sich kein Mensch). Naja, wir sind so schnell in der Kabine verschwunden und dann führ die Seilbahn  auch schon los, sodass gar keine Gelegenheit war, die Maulkörbe, die ja schon am Hals hingen, auch wirklich um die Schnauze zu legen. Und die Menschen in der Seilbahn waren auch sehr nett und haben alle aufgepasst, dass sie uns nicht ständig auf Pfoten oder Schwänze treten.

Nach der Seibahnfahrt mussten wir dann noch 400 Meter breite Skipisten nach oben steigen, dann kam endlich mein Sentiero: Zuerst über den Berggrat, so dass ich nach rechts und links schnuppern konnte – die Menschen schauten sich wohl die Berge rechts und links an – zum Teil über wiesiges Gelände, aber auch über so trockene Steine, dass selbst ich auf dem Staub wegrutschte, und später dann mehr am Hang entlang. Und hier gab es dann ein paar Stellen, an denen Seile am Fels (deshalb auch „via ferrata“)gespannt waren, so dass die Menschen sich dort festhalten konnten. Das brauchen wir Hundejungs ja wirklich nicht, mit vier Pfoten sind wir super geländegängig und bewältigen auch größere Steine locker durch Hinuntergleiten und -hüpfen.

In diesem Jahr war das Wetter ja so gut, dass es uns schon ziemlich warm geworden ist. Wenn keine Wolken auftauchen, ist es auch in 2500 m Höhe warm, zumal unser dunkles Fell ja schön die Wärme speichert. Also haben die Menschen immer viel zu trinken mit und wir finden natürlich auch selbst das kleinste Wasserrinnsal und die schönsten Kuhtränken. Aber wir haben dann zum Abkühlen doch eine längere Pause im Schatten einer Hütte gemacht.

Also mir gefällt mein Klettersteig wirklich gut, für Hunde ist er kein Problem zu gehen, zumal wir ja auch schwindelfrei sind. Und eigentlich ist es auch mehr ein sentiero als ein via ferrata (das sind ja eigentlich auch „schöne Worte“).  Und hier sind die Bilder: