Schlagwort-Archive: Tierarzt

Rupi geht’s nicht gut

Der arme Kerl: wieder mal Bandscheibe kaputt.

Der alte Herr muss aber auch immer noch mit 15 in den Kofferraum des grünen Spielmobils hüpfen. Nun lief er seit ein paar Tagen sehr „unrund“: zwischendurch fiel er einfach um, da seine Hinterpfoten einfach nicht mehr mitmachten….

Da startete dann mein Kopfkino und der Film läßt sich irgendwie nicht so ganz ausblenden. Dementsprechend waren wir heute morgen schon beim unserem Doc und der hat Rupi viele schmerzstillende und entzündungshemmende Spritzen gesetzt. Rupi hat nur 1 x gezuckt und leise geknurrt; d.h. er hat richtig fiese Schmerzen.
Eigentlich soll er sich heute den ganzen Tag Ruhe gönnen, aber er kämpft so sehr gegen die Medikamente, dass er nicht für 10 min. ruhig liegen kann. Wir waren gerade einmal kurz am Bach Gassi, damit die Hundebrüder sich einmal die Beine vertreten können, aber das ist schon zu viel für den Rentner.
Nach vielem Hin und Her, Aufstehen, Wegrutschen, Rumjaulen, panisch durch die Gegend quietschen… liegt er endlich neben mir und schläft, bzw. ruht, denn die Ohren bekommen ALLES mit.

Hoffentlich ist es morgen besser, damit das Kopfkino aufhört…

Die Rache folgt auf die Pfote….

… lästere du ruhig über meine zarten Gefühle: die machen nur Herzklopfen, keine dicke Zunge….
Rupi ist ja nun mal der Älteste von uns; da kommen schon die alterbedingten Marotten durch: Starrsinn, Schwerhörigkeit…. und Verfressenheit.
Gehen wir an Menschen vorbei, die die Hände in den Taschen haben – kommt bei dem kalten Wetter „nur sehr selten“ vor – denkt Rupi, dass es Leckerchen für ihn gibt. Kommen uns keine Menschen entgegen, wir überall nach leckeren Sachen gesucht und der Bub hat immer noch eine gute Nase. Besonders hoch auf der Speisekarte stehen unter Fastfood Kuhkacke und Pferdeäpfel. Nachdem mein Herrchen uns mit Nachdruck erklärt hat, dass besonders im Frühjahr viele Hottehühs Wurmkuren bekommen und die dann als Geschmacksverstärker in den Äpfelchen sind, achten unsere Menschen schon darauf, dass wir da nicht mehr zulangen.

Letztes Wochenende sind wir auf dem Rentnerweg spaziern gewesen. Für mich flogen Stöckchen, Rupi trödelte hinter uns her. Auf einmal erhob sich Petras Stimme: „AUS! Lass das, du Ferkel!!!!!!“ Aber Rupi tat wieder einmal so, als ob er nichts hören würde (wir wissen es beser…) Also spurtete Petra los… Rupi hatte sich an einem Klumpen – wie würden die Menschen sagen – BÄHHHH gütig getan: der Güllelaster fährt mehrmals am Tag diesen Weg und verliert so einige Klümpchen. Petra konnte gerade noch einen vollgegüllten Strohhalm Ruppert entreissen. Ein entschuldigender Blick Rupis reichte heute nicht und so erhielt er noch ein Strafpredigt, die links ins Ohr hineinging und rechts wieder raus…

Der Spaziergang danach wurde noch sehr nett. Auf dem Rückweg suchte der alte Herr doch tatsächlich nochmal nach dem Gülleklümpchen… Würde ich NIE machen!!!!! Petra war schneller und bugsierte den Herrn an dem Mist vorbei.

WP_20150329_17_24_20_Pro WP_20150329_17_25_14_Pro Auf dem Rückweg fuhren wir noch bei unserem Lieblingseisladen vorbei und bekamen unseren ersten Vanilleeis-Becher (Tut mir leid, Linus und Felix – schon wieder gewonnen!!! ), den wir zu Hasue genussvoll schleckten.

Sagte ich wir? WP_20150329_17_25_53_ProRupi wollte geradeaus lecken, die Zunge kam aber nur ein kleines Stückchen rechts aus dem Maul raus. Irgendwie hat er es doch geschafft, den Becher leer zu machen. Danach ging fressens- und saufmäßig so gut, wie nichts mehr: Fressen war unmöglich und Saufen war mehr so „Wasser schnappen“. Petra bekam eine Krise nach der anderen. Der alte Herr war sehr ruhig, ließ sich ohne Wiederworte von mir anknurren – macht auch keinen Spaß – und schlief seit langer Zeit eingekringelt auf der Decke und nicht im Bett zu Petras Füssen. Sehr schlechtes Zeichen.

Am nächsten Morgen packte Petra uns ins Auto uns fuhr zu rupis Tierarzt. Wir mussten zwar noch etwas warten; ich hatte aber Spaß mit einem andern Hütetier und wie lieferten uns interesante Blickgefechte, die ich meistenteils gewann. Dann wurden wir aufgerufen. Da mein Hundekumpel es nicht mag, von Fremden angefasst zu werden und vor allen Dingen nicht ins Maul geschaut zu bekommen, musste der Doc Rupi sedieren. Was kann mein Hundekumpel ruhig sein.

WP_20150330_09_34_29_ProWP_20150330_09_34_39_Pro

Ich schaute mir das Drama in Ruhe an:

 

 

erst rutschte er ins Platz, Augen immer noch auf, Augen dann zu… Alles WP_20150330_002WP_20150330_09_34_25_Prodachten er schläft, da steht der wieder auf, kotzt in die Ecke, um sich dann hinzulegen und endlich wirklich einzuschlafen. Der Doc hat versucht, ihm ins Maul zu schauen, war aber schon ziemlich schockiert: Rupi hat sich die Zunge durch das Gülleplätzchen verätzt. Ein riesiges rosa Etwas mit dicken Aften steckte in seinem Maul; von kleinem zarten rosa Zünglein war nichts mehr zu sehen. Antobiotika und Cortison und Tabletten…

Tja Rupi, ganze Arbeit geleistet, was??? Da bin ich lieber verliebt….

WP_20150331_16_06_26_ProAber wie dichtete schon Wilhelm Busch (bin ja schließlich Border Collie und gebildet) freie Interpretation: 2 Tage war der Rupi krank! Jetzt säuft er wieder. Gott sei Dank!

 

Frieda hat jetzt ihre Orthesen

Frieda mit "Ärmelschonern"
Frieda mit „Ärmelschonern“

Friedchen hat „durchgelatschte“ Vorderbeine und der Doktor hat ihr coole Orthesen verschrieben, die extra für sie angefertigt worden sind. Das hat jetzt echt lange gedauert die Dinger anzufertigen. Endlich sind die Dinger fertig.

So kleines freches Mädchen, ich drücke die Pfoten, dass du mit den Ärmelschonern gut zurecht kommst und endlich wieder mit deinen Hundekumpels laufen, rennen und toben kannst…

Einen hab ich noch:
Frieda, du siehst aus wie ein Buchhalter aus dem letzten Jahrhundert 😉

Mein Rupi ist der Beste

DreamTeam
DreamTeam

Nun muss ich als Mensch hier auch einmal schreiben, denn heute ist ein glücklicher Tag für mich: ich musste heute mit Rupi zum Arzt, da er jedes mal, wenn er aufsteht, seinen – ich nenne ihn – Kotzhusten bekommt. Es hört sich an, als wenn er Flusen im Hals hat, die er loswerden möchte. Da mein Dicker Anaplasmose hat – jetzt nur noch 1600 – bin ich doch vorsichtig und sponsor dann doch lieber meinen Tierarzt…

Tierarztbesuche laufen normalerweise immer so ab: anmelden und ab ins Wartezimmer läuft alles sehr gelassen ab; Kontakte zu anderen Tieren – egal welchen – laufen super. Dann folgt der Aufruf und Rupi zeigt deutlich, was er vom Behandlungszimmer hält: NICHTS!!!! Im Zimmer ist auch noch alles super, der Behandlungstisch wird runtergefahren, der „Schnauzenschoner“ wird angelegt und Rupi springt alleine auf den Tisch. Der Arzt tritt näher heran und beginnt die Untersuchung und damit fängt das „Grinsen“  meines Hundes an und hört erst wieder auf, wenn er fertig untersucht ist und vom Tisch gesprungen ist. Dann werden noch alle Menschen böse angemacht, er schüttelt sich und alles ist wieder gut.

Heute war alles anders: der Schnauzenschoner wurde zwar auch angelegt – Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste – aber der Doc hat sich ganz auf den Boden gehockt, hat Rupi kommen lassen, hat ihn gepuschelt, hat ihn abgehört, in die Ohren geschaut und hat ihm sogar eine Antibiotika-Spritze in den Nacken gesetzt und mein Hund hat kein einziges Mal „gegrinst“.

Das erste Mal nach 10 Jahren!!!! Ich bin der glücklichste Mensch dieser Erde; ich hätte heulen können über soviel Vertrauen. Mein Ruppert ist und bleibt der Beste und ich danke der Vorsehung, die uns zusammengebracht hat…

Für Mia Daumen drücken

Eigentlich wollten wir heute mit Mia und Hanne spazierengehen, denn wir haben uns schon seit einer Woche nicht mehr gesehen. Rentner müssen doch zusammenhalten.

Aber leider musste Hanne uns absagen, denn Mimi geht es schlecht: sie frisst schlecht,  säuft viel und schläft ganz viel. Die Tierärztin tippt auf Gebärmutterentzündung, möchte Mia aber wegen ihres Allgemeinzustands nicht mehr die Gebärmutter operativ entfernen (bin ich froh, ein Kerl zu sein: Klötzchen entfernen ist ja ein Klacks gegenüber dieser großen OP). Ich will aber, dass es Mimi wieder gut geht, denn auch Mimis Frauchen leidet unter der Situation.

Also ALLE Daumen drücken, dass es Mia wieder gaaaaaanz schnell gut geht und wir wieder rentnern können und ich wieder Blindenkuh spielen darf….

Freud und Leid liegen so (zeit-)nah beieinander

Nachdem Frauchen mit mir heute vormittag nach Düsseldorf zu Hundeoma und -opa gefahren war, um noch einiges zu klären, versprach der Nachmittag  für mich besser zu werden; nix gegen Opa&Oma, aber da parkt mich Frauchen oftmals, geht weg und läßt mich da und das finde ich doof.
Also zurück zur Erzählung: in Düsseldorf waren es schon 7 frühlingshafte Grad und der Schnee war nicht mehr zu sehen. Frauchens Augen funkelten; ich glaube, sie hat den Winter satt. Claudia und die Hundejungs wollten mit uns in Herbringhausen spazieren gehen und so fuhren wir wieder in das 2° kalte und windige Wuppertal, um die 3 einzusacken. Freud und Leid liegen so (zeit-)nah beieinander weiterlesen