Schlagwort-Archive: schöne Worte

Felix hat wieder ein Buch gelesen

KOrtmann_2Felix ist wieder einmal – als Experte für fellige Nasen und alles, was mit ihnen zu tun hat – zu einem Gastbeitrag eingeladen worden. Er hat das Buch über „Mein Chef der Hund“ gelesen und ist restlos begeistert. Endlich, so schreibt er, wird Hund in der Literatur einigermaßen realistisch dargestellt: energisch, klug, vorausschauend, sein Rudel immer positiv motivierend, mit Spaß an Geselligkeit und mit Stöckchenwerfen als Mittel des Teambuildings. Und schöne Illustrationen gibt es dazu auch noch. Lesen könnt ihr alles hier.

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Schöne Worte: Anstandswauwau

AnstandswauwauWie witzig, aber manchmal erklären sich Worte wirklich von alleine. Nehmen wir das oben genannte Wort Anstandswauwau; das Netz hat einen menschlichen Ausdruck Anstandsdame, was sich aber nicht ganz so toll anhört. Die Erläuterung aus menschlicher Sicht:

„… Eine Anstandsdame ist bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts eine ältere weibliche Person, die einer jüngeren unverheirateten weiblichen Person zugesellt wird, damit sie im Rahmen von Anstand und Etikette die moralische Integrität des Verhaltens ihres Schützlings sicherstellt; insbesondere bei Annäherungsversuchen, Begegnungen und Treffen mit männlichen Personen.

Aufgrund ihrer Aufpasserfunktion bei einem Stelldichein wurde sie von den jungen Menschen bald ironisch auch als „Anstandswauwau“ bezeichnet. Heutzutage bezeichnet man als Anstandswauwau jegliche Begleitperson, die – tatsächlich oder vermeintlich – die Rolle eines moralischen Aufpassers spielen soll …“

Und nun die praktische Erläuterung aus Hundesicht: Frauchen und ich sind heute auf dem Rentnerweg spazieren gegangen. Auf dem Rückweg kam uns ein Herr mi 3 kleinen Hundedamen entgegen. Frauchen nennt sie immer die 3 kleinen Terroristen, den normalerweise kommen die 3 laut bellend und knurrend auf mich zu gerannt.  Heute war alles anders: die kleine weiße Dame kam sehr freundlich auf mich zu und begrüßte mich sehr nett. Die beiden anderen hielten sich zwar im Hintergrund, behielten uns aber sehr genau. Da ich an der kleinen weißen Dame kein Interesse hatte, wollte ich die anderen beiden auch begrüßen, wurde aber von Beiden durch Knurren davon abgehalten. Der Besitzer erzählte daraufhin Frauchen, dass die kleine weiße Dame heiß ist und das die anderen Beiden genau aufpassen, dass kein Kerl „zu nah“ an die Kleene kommt. Das machen die 3 wohl immer und passen aufeinander auf.

Damit bekommt der Ausdruck Anstandswauwau eine super Erklärung, gell????

Schöne Worte: Oblomowieren

Wir haben ein schönes neues Wort in unseren Familiensprachgebrauch eingeführt: Oblomowieren. Das ist erst einmal ein komisches Wort und es hat eine tolle Geschichte. Ich erzähle zuerst die Geschichte:

Claudia hatte mich gebeten, ein Buch auf ihrem grauen Sofa zu besprechen, das von „Nurejews Hund“ handelt. Es ist eine kleine von Elke Heidenreich geschrieben Geschichte über einen ziemlich hässlichen, leidlich dicken Hund, Obmolow, der sich ausgerechnet den tollen Tänzen Nurejew als Herrchen aussucht. Nun darf er auf einem wunderbaren Brokatkissen liegend den Tanzproben zuschauen und findet es klasse, wie sich die Tänzer zur Musik bewegen und welche merkwürdigen Tanzfiguren es gibt. Davon ist Oblomow in der Tiefe seiner Seele so angetan, dass er Jahre später, sein Herrchen lebt schon nicht mehr, in schlaflosen Nächten auf dem Balkon, das Geländer als Tanzstange nutzend, die ersten zierlichen Tanzschritte erprobt.

Naja, ich habe in meiner Besprechung kein Hehl daraus gemacht, dass ich die Geschichte ziemlich unglaubwürdig fand: kein Hund will solche merkwürdigen Bewegungen machen, mit denen sich schon die Zweibeiner sehr plagen müssen. Ich bekam mindestens hunderte von begeisterten Zuschriften zu meinem kleinen Beitrag (das ist ein bisschen übetrieben, aber nur ein bisschen :-)). Und es stellte sich heraus, dass ich in einem literarisch sehr ungebildeten Haushalt lebe, denn, so schrieben meine begeisterten Fans, es gebe doch die Figur des Oblomow im einem Roman und da sei er eine ziemlich faule Figur, sozusagen ein ein ganz, ganz fauler Hund.

Ah ha, ein fauler Hund mit Namen Oblomow. Und schon schwirrte der Begriff des Oblomowierens durch die Kommentare und wir fanden das alle so schön, dass wir den Begriff sofort begeistert aufgenommen haben und nun immer verwenden. Und ganz ehrlich: wir zeigen hier auf unserem Blog ja immer nur unsere Aktivitätern, ausgenommen vielleicht mal, wenn wir Euch Bilder zeigen von köstlichem Eisschlurfen,  und tun dann immer so, als ob wir den ganzen Tag wie „Hans Dampf in allen Gassen“ herumsausen. Das stimmt ja eigentlich gar nicht. Wir sind nämlich, da sind wir unseren Katzen auch sehr ähnlich, auch große Liebhaber der wunderbaren Gemütlichkeit und wir lieben es, an besonders kuscheligen Plätzen sanft hinwegzudösen und unseren wunderbaren Träumen nachzuhängen. Und das wollen wir Euch anhand der folgenden Bilder auch beweisen: Es lebe das Oblomowieren!

 

Sentiero Lino Pederiva – endlich mein eigener Weg

Nachdem hier schon Felix über seinen eigenen Weiher berichtet hat und Rupi uns ausgeklärt hat, dass nach ihm sogar eine Klamm benannt worden ist, möchte ich Euch nun endlich und voller Stolz darüber berichten, dass ich ja einen eigenen Klettersteig habe! Da staunt ihr, nicht wahr.

Da gibt es nämlich den Klettersteig (auch „via ferrata“ genannt) Lino Pederiva. Und ich habe es extra recherchiert, Lino ist die italienische Kurzform von Linus. Die Namensbedeutung von Linus ist nicht so schön (irgendetwas mit Klagen, das passt ja gar nicht zu mir, aber immerhin gibt es ja den Heiligen Linus, Bischof in Rom). Aber ich wollte ja von meinem Weg erzählen.

Zuerst sind wir mit einer großen Seilbahn gefahren. Die Frau am Ticketverkauf war mal wieder garstig zu uns Hundjungs und bestand auf das Anlegen des Maulkorbs (ist ja manchmal in Italien Pflicht, manchmal kümmert sich kein Mensch). Naja, wir sind so schnell in der Kabine verschwunden und dann führ die Seilbahn  auch schon los, sodass gar keine Gelegenheit war, die Maulkörbe, die ja schon am Hals hingen, auch wirklich um die Schnauze zu legen. Und die Menschen in der Seilbahn waren auch sehr nett und haben alle aufgepasst, dass sie uns nicht ständig auf Pfoten oder Schwänze treten.

Nach der Seibahnfahrt mussten wir dann noch 400 Meter breite Skipisten nach oben steigen, dann kam endlich mein Sentiero: Zuerst über den Berggrat, so dass ich nach rechts und links schnuppern konnte – die Menschen schauten sich wohl die Berge rechts und links an – zum Teil über wiesiges Gelände, aber auch über so trockene Steine, dass selbst ich auf dem Staub wegrutschte, und später dann mehr am Hang entlang. Und hier gab es dann ein paar Stellen, an denen Seile am Fels (deshalb auch „via ferrata“)gespannt waren, so dass die Menschen sich dort festhalten konnten. Das brauchen wir Hundejungs ja wirklich nicht, mit vier Pfoten sind wir super geländegängig und bewältigen auch größere Steine locker durch Hinuntergleiten und -hüpfen.

In diesem Jahr war das Wetter ja so gut, dass es uns schon ziemlich warm geworden ist. Wenn keine Wolken auftauchen, ist es auch in 2500 m Höhe warm, zumal unser dunkles Fell ja schön die Wärme speichert. Also haben die Menschen immer viel zu trinken mit und wir finden natürlich auch selbst das kleinste Wasserrinnsal und die schönsten Kuhtränken. Aber wir haben dann zum Abkühlen doch eine längere Pause im Schatten einer Hütte gemacht.

Also mir gefällt mein Klettersteig wirklich gut, für Hunde ist er kein Problem zu gehen, zumal wir ja auch schwindelfrei sind. Und eigentlich ist es auch mehr ein sentiero als ein via ferrata (das sind ja eigentlich auch „schöne Worte“).  Und hier sind die Bilder:

 

Schöne Worte: Hundstage

IMG_4436Das ist eigentlich ein Kommentar zu Felix (Un-)Schönem Wort AFFENHITZE, aber da das wohl ein etwas längerer Kommentar wird,  mache ich eben daraus einen eigenen Beitrag:

Felix bezieht sich auf Affen; ich habe ein Wort gefunden, welches sich auf UNS Caniden bezieht: die HUNDSTAGE

Nein, die Hundstage sind keine Feiertage, an denen es Würstchen regnet; eher das Gegenteil:  als Hundstage werden in Europa die heißen Tage im Sommer, in der Zeit vom 23. Juli bis zum 23. August, bezeichnet.

Früher fiel der Begriff Hundstage in Verbindung des Aufgangs des Sirius – einem Stern im Sternbild des GROßEN HUNDES (canis major): vom Aufgang des Sternbildes Großer Hund bis zur Sichtbarkeit als Gesamteinheit vergehen 30 bis 31 Tage, woher sich deshalb die Bezeichnung Tage vom großen Hund (Hundstage) ableitet.

Es kommt noch besser: zur Zeit sind Sommerferien. In anderen Ländern huldigt man uns Hunden bzw. den Hundstagen immer noch, in dem der Ursprung des Wortes Sommerferien im lateinischen Namen dies caniculares zu finden ist: das russische Wort „kanikuly“, in Spanien „la canícula“, „período canicular“ oder „días de las canículas“.

Arabische Astronomen bezeichneten die in flirrender Sommerhitze besonders häufig erscheinenden Fata Morganen gar als den „vom Himmel tropfenden Speichel des Hundssterns“.

Mit diesem Hintergrundwissen ist die Hitze doch besser zu ertragen, oder???
Also genießt es!!!!!!
Hechel, hechel, wuff, wuff…

(Un-)Schöne Wörter: Affenhitze – oder auch: Bullenhitze

Felix_bloggtNun ist es ja gerade mal ein bisschen angenehmer geworden und ich kann wieder besser nachdenken, recherchieren und schreiben. Während der Affenhitze habe ich ja nur faul herumgelegen und war völlig undönig (auch ein schönes Wort), weil ich mich bewegen wollte, aber gar nicht konnte. Und da bin ich auch schon beim Thema: Woher kommt wohl das Wort „Affenhitze“? Ich finde, es ist wirklich ein schönes Wort, jeder weiß sofort, dass es ganz besonders heiß ist, wenn man es nennt. Der „Affe“ scheint eine Steigerung zu „Hitze“ zu sein. Ähnlich ist es wohl auch mit dem Wort „Bullenhitze“, das ich auch schon mal gehört habe. Auch hier dient das Tier, ein großes, imposantes noch dazu, ganz klar der Steigerung der Hitze.

Aber, ich habe recherchiert und herausgefunden, woher das Wort Affenhitze stammt. Es gibt da wohl eine ganz reale Geschichte zu. Und zwar schient das Wort Ende des 19. Jahrhunderts im Berliner Zoo aufgekommen zu sein. Dort wurde es im Affenhaus immer so schnell sehr warm, so dass der Begriff „Hitze wie im Affenhaus“ auch außerhalb des Zoos genutzt wurde. Und daraus hat sich dann die „Affenhitze“ verselbstständigt und ist durch ganz Deutschland gewandert. Leider gibt es keine ähnlich schöne Geschichte zur Bullenhitze. Übrigens könnt ihr ganz lustige Bilder anschauen, wenn ihr den Begriff „Affenhitze“ bei den Bildern googelt. Selbst Linus musste grinsen.

Wahrscheinlich kommt ja Ende der Woche die nächste Affenhitze. Dafür haben wir uns mal ein paar Ratschläge überlegt, wie Hunde sich gut schützen können:

  1. Gehe nie draußen in der prallen Sonne herum, sondern nehme immer eine Wolke, gerne auch eine Regenwolke mit, unter der es sich viel besser aushalten lässt.
  2. Bleibe stets in der Nähe eines stehenden oder fließenden Gewässers, damit Du Dir mindestens die Pfoten nass machen kannst, am besten aber den ganzen Körper – am besten solange, bis es zu den schon beschriebenen blauen Lippen kommt.
  3. Am besten führst Du auch stets ein mittelgroßes altes Schneefeld mit dir, dann kannst Du Dich zur Not darauf wälzen und Dich so von außen abkühlen; Du kannst aber auch immer etwas vom Schnee essen und sorgst dann für innere Abkühlung.
  4. Wenn nichts davon zur Hand ist, dann wälze Dich ausführlich in einem frischen Kuhfladen, denn der bleibt lange frisch und feucht auf der Haut und sorgt so für eine langanhaltende gleichmäßige Kühlung.
  5. Da einiges von den Vorschlägen nicht immer funktioniert, haben sich die Menschen eine besonders bescheuerte Lösung einfallen lassen. Erst haben sie ewig im Internet herumgesucht und tatsächlich einen „Kühlmantel“ gefunden. Bei der Familienkonferenz, ob ein solches Teil angeschafft werden soll, haben wir deutlich interveniert: Welcher Hund läuft denn schon im Sommer mit einem Mantel herum? Das ist ja schon im Winter eine Zumutung! Also haben die Menschen Abstand genommen und wir waren erst einmal ganz froh – wir haben ja die Hitzevarianten 1-4 parat. Aber, die Menschen haben nicht nachgelassen in ihrem Bemühen um Kühlung und bei der schlimmsten Hitze, als wir ganz doll hechelnd überhaupt gar keinen kühlen Platz mehr gefunden haben, da haben sie ihre T-Shirts nass gemacht, ausgewrungen und uns angezogen. Schön kühl war es ja, wir konnten uns sofort entspannt ins Körbchen legen. Aber wie das aussah! Wir stolzen Hunde im roten T-Shirt! Und dann noch mit einem Knoten an der Seite, weil sie uns zu weit sind. Wir haben uns geweigert, aufgenommen zu werden, ein Bild hier im Blog wäre uns wirklich zu peinlich! DAS IST DOCH NICHT HUNDEGERECHT! Steht aber als Tipp in der Süddeutschen-Zeitung. Na dann doch lieber den Kuhfladen.

Schöne Worte: Dä Möpp

Felix_bloggtSeit einigen Tagen höre ich beim Spazierengehen immer wieder eine Diskussion zwischen den Zweibeinern über das Wort „Möpp“, gerne auch mit Artikel: „dä Möpp“. Diese Debatte hat noch einmal neues Futter bekommen, weil die beiden Zweibeiner am Freitag bei einem Hundeseminar waren – wo sie auch ganz viele neue Wörter gelernt haben, über die wir bestimmt noch ganz viel berichten können – und auf dem Rückweg ein Auto gesehen haben mit der Werbung für das Hundehotel „Bräng dä Möpp“. Ihr seht schon: die beiden sind im Rheinland gewesen, wo ja bekanntlich schon ganz andere Wörter benutzt werden, vom ungewöhnlich singenden Wort- und Satzklang mal ganz abgesehen.

Und nun ging es also wieder los, was wohl die richtige Bedeutung von „dä Möpp“ ist. Mein Mensch argumentierte, das Wort „Möpp“, meistens in der Wendung „fiese Möpp“, als Bezeichnung für einen komischen, fiesen Menschen zu kennen. Rupperts Mensch aber fand, dass Möpp ganz klar eine Bezeichnung für den Hund ist. Das heißt also, wie alle sind „dä Möpps“ – und da weiß ich gar nicht, ob ich das, allein schon lautmalerisch, so gut für uns finde. Ich stimme ja meinen Frauchen zu und finde Möpp irgendwie so ein bisschen negativ konnotiert – um das mal ganz linguistisch auszudrücken.

Nun habe ich mal gegoogelt und im Mitmachwörterbuch folgende Erklärung gefunden:

Möpp

in der Wendung den Möpp dran kriegen verrückt werden über etwas, die Krise kriegen Bei dem Scheiß krichse doch den Möpp dran. Man kann de Möpp auch haben Heut han isch de Möpp (Stress haben). Fiese Möpp unangenehme Person Dat is en richtig fiese Möpp, bei dem mussde aufpassen. Möpp kann auch ein Toupet sein: Der hat ne Möpp op. Neuerdings auch Ich hann de Möpp (schlecht gelaunt sein). Ich hab heut de Möpp (Stress haben). Im zentralen Rheinland kann der Möpp auch ein Hund sein.

Ha, haben doch beide Zweibeiner Recht gehabt, und da der eine Zweibeiner aus dem Rheinland, ich weiß zwar nicht, ob aus dem zentralen Rheinland,  nach Wuppertal eingewandert ist, scheint da wohl auch das tiefe Wissen über die Bezeichnung des Hundes als „dä Möpp“ her zu kommen.

Über das Toupet hat ja noch gar keiner wirklich nachgedacht. Auch eine sehr schöne Redewendung, oder? Wird bestimmt bei den nächsten Spaziergängen wieder einmal Lachsalven erzeugen. Und wenn ich demnächst keine gute Laune habe und gar kein Spielgesicht (das ist ja noch einmal ein schönes Wort für einen weiteren Beitrag) mache, dann wisst Ihr: Isch hann de Möpp!

 

Schöne Worte: Komm mal hier

Wir gehen ja meistens wenn Zeit ist, also tatsächlich nur manchmal, morgens zum Spielen auf eine Wiese, die nicht weit von zuhause entfernt ist. Da sind natürlich auch immer andere Hunde, was ja nett ist, denn wir freuen uns ja immer, die anderen kurz zu begrüßen, den Menschen mal eben „Guten Tag“ zu sagen, dabei manchmal noch ein Leckerchen abzustauben, und dann wollen wir eigentlich schon wieder weiterspielen.

Aber vor ein paar Tagen wurden wir doch sehr gestört. Es waren noch zwei andere Hunde da, die wunderbar miteinander tobten, ganz hinten auf der Wiese, hatten wir ja nichts mit zu tun. Aber die beiden, ein Labrodor und ein Golden Retriever, waren, als wir erst einmal mit unseren Bällen loslegten, sehr neugierig und kamen mal ganz schnell angerannt, um zu schauen, was wir da so machen. Und hinterher ihre Frauchen. Und Ihr könnt Euch vorstellen, was sie riefen!?: „Komm mal hier! Hier! Hier! Komm mal hier!“ Felix und ich schauten uns nur an, wir konnten uns ein Grinsen nicht verkneifen. Und die beiden Hunde haben auch gegrinst, aber richtig breit. Und damit die schönen Worte gar nicht mehr aufhörten, haben die beiden  einfach große Runden gedreht: über die Wiese in ein kleines Wäldchen, hinten wieder raus, kurz geschaut und gehört – von wo schallt es gerade: „Komm mal hier“? – und in die andere Richtung weitergerannt.

Wir konnten gar nicht mehr mit dem Ball spielen, so spannend und so lustig war es. Und es ging eine ganze Zeit so mit dem im Kreis Laufen und dem Rufen „Komm mal hier!“. Später haben die Hunde ein Einsehen gehabt und sich anleinen lassen und sind lustig schwanzwedelnd mit ihren Menschen von dannen gezogen.

Nun hören wir immer ganz genau zu, wenn wir irgendwo „komm mal…“ hören. Wir haben uns aber beruhigt. Meistens folgt dem „komm mal…“ das doch deutlich ohrschmeichelnde „her“. Dann sind wir immer ganz beruhigt – obwohl: lustig war es schon…

Schöne Worte: Schurigeln

Während ich hier im Sessel liege und mich von den sehr anstrengenden letzten Tagen erhole, fällt mir doch wieder ein SCHÖNES WORT ein, über das ich nachdenken muss, weil ich gar nicht verstehe, warum meine Menschen sich darüber immer kringelig lachen müssen.  Es ist das Wort SCHURIGELN.

Das kam ja so in die Welt: mein Herrchen ging mit uns spazieren und erzählte zu Hause, dass Felix doch ständig jüngere Hunde, wenn sie ihm auf die Nerven gehen und nicht den gebührenden Respekt vor seinem Alter und überhaupt seiner allumfassenden Weisheit zeigen, schurigeln müsse. — Kurze Pause und dann prustete es quer durchs Zimmer. „Schurigeln!“, lachte sie sich mein Frauchen kaputt, „wie kommst du denn auf das Wort?“

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Mirakel der Woche: Monkey Walking

Ab und zu surfe ich ja mit meinem Menschen im Internet und wir lesen gemeinsam Blogs. Manche sind für mich eher langweilig, manche sind aber auch ganz spannend, z.B. , wenn sie von Hunden geschrieben werden. Und da gibt es doch Bruce, der auch so gerne spazieren geht wie wir, mit Stöckchen spielt, im Wasser herumplanscht und – notgedrungen – auch schon mal fürs Foto posiert. Ich glaube, das mag er genauso wenig wie ich.

Nun, letztens berichtete er wieder voller Freude von einem wunderbaren Ausflug und zeigte auch eine Menge Fotos seiner vielen Aktivitäten. Und dann kam ein Foto, auf dem er sehr unvorteilhaft zu sehen war, weil er merkwürdig und wenig souverän über eine Holzbrücke schlich (hier ist das Foto). Und dann nannten seine Mneschen das auch noch: monkey walking! Und mein Mensch lachte sich kaputt, zeigte auf mich und rief begeistert „So gehst Du ja auch über Holzbrücken!“ Sie suchte direkt nach Fotos, fand aber zum Glück kein wirkliches monkey walking Bild, sondern nur dieses, auf dem Felix und ich etwas unglücklich auf die zu überquerende Holzbrücke schauen. Wir sind übrigens rübergegangen, auch wenn man durch die einzelnen leisten bedenklich in die Tiefe schauen kann und die brücke auch noch ganz unangeehm zu schwanken geginnt, wenn man ein paar Schritte darauf gemacht hat. Ich klettere ja lieber ganze Felswände hoch, als über so eine unsichere Brücke zu gehen!

Bruce wundert sich ja auch über die Worte der Menschen, und ich weiß auch wirklich nicht, was so lustig daran sein soll am monkey walking…? Und woher kommt diese merkwürdige Wortkreation überhaupt? Und was soll unser Gehen mit einem Affen zu tun haben? Und was ist das überhaupt für eine Art, uns mutige und stolze Hunde mit einem Affen zu vergleichen?