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1. Hundejungs-Wandertag

Wir haben heute einen schönen Tag vor uns: den ersten Hundejungs-Wandertag!
Vor Wochen haben wir schon unseren Freunden und Freundinnen (und deren Menschen) eine Einladung geschickt und hofften, dass alle mitkommen würden. Leider haben einige absagen müssen und so bildeten wir heute eine überschaubare Gruppe, bestehend aus:

  • Linus, Felix und Claudia
  • Kali, Lara und Martina
  • Bill und Erika
  • mir und Frauchen

Claudia fuhr mit dem Bagage-Wagen, der die Leckerchen für die Menschen enthielt, bis ins Wäldchen vor; Frauchen und ich haben auf dem Parkplatz auf Bill und Erika gewartet, die sich ein wenig verfahren hatten. Man hörte Felix bis auf den Parkplatz rummeckern, wann es denn nun endlich losgeht; tat es dann ja auch, als wie endlich alle im Wäldchen standen.

Leider hatten sich unsere Menschen darauf geeinigt, KEIN Spielzeug mitzunehmen. Wir versuchten zwar immer wieder, sie zu animieren, doch irgendetwas zu schmeißen, aber sie blieben hart (wie unfair). Lara, die die Führung der jungen Spunde übernommen hatte, hatte fast die ganze Zeit einen Schatten namens Bill: der fand Lara total spannend. Kali ließ die Rentnerin raushängen, obwohl doch jeder weiß, dass die Dame von 0 auf 100 nur wenige Sekunden benötigt (dafür danach aber das Sauerstoffzelt und eine Trage). Linus hielt sich aus allem raus, lauschte wieder den Menschengesprächen und nutzte jede Gelegenheit zum Buddeln. Felix versuchte alle – Menschen und Hunde – zu koordinieren und zwischendurch warf er den Menschen klitzikleine Stöckchen vor die Füße, um evtl. doch noch zum Ziel zu gelangen, von ihnen bespaßt zu werden. Nur ich war die Ruhe selber, genoss es mit den anderen durch das Felderbachtal zu wandern, im Felderbach zu stehen und die alten Füße zu kühlen, auf Frauchens Mütze aufzupassen und zwischendurch lustige Geschichten zum Besten zu bellen.

Aber leider geht jeder schöne Spaziergang zu Ende. So kamen wir wieder am Bagage-Wagen an und die Menschen machten Picknick mit Kaffee, Kuchen (von Claudia gebacken), Brötchen und Kaltgetränken. Wir Hundekinder bekamen auch noch Super-Leckerchen von Erika. Dann packten die Menschen alles wieder ein, umarmten sich und sagten TSCHÜß, das ich  nun wiederhole und „Bis zum 2. Hundejungs-Wandertag!“ (oder auch vorher…) sage…

Und nun folgt noch die bildliche und die filmische Dokumentation. Viel Spaß dabei!

1.Hundejungs-Wandertag 23.06.2013

Die bebilderte Geschichte:

 

Heute ist „Tag des Hundes“

Herzlichen Glückwunsch allen meinen Hundekumpels- und kumpelinen zu unserem Tag am 09.06.2013.

Ich hoffe, eure Menschen gestalten für euch heute einen tollen Tag oder ihr besucht mit euren Menschen eine der vielen Veranstaltungen, die heute für uns / mit uns stattfinden.

Viel Spaß – wuff, wuff Ruppert

Nachtrag von Felix: Wir haben heute einen sehr schönen Spaziergang im großen Rudel gemacht. Und zur Feier des Tages haben wir es ganz ruhig angehen lassen, es war sowieso warm-feucht genug. Hier unsere Dokumentation:

Ein Blindengeschirr für Mia

Meine Tante Sabine hat mein Frauchen und mich gestern zur Hundemesse nach Mönchengladbach eingeladen. Vorher haben wir uns noch ihre Schule, an der sie arbeitet gezeigt: sehr schön mit viel Grün drum herum…
Aber dann sind wir in die „Kaiser-Friedrich-Halle“ gezogen, in der an diesem Wochenende die Tiermesse jede Menge tolle Sachen angeboten wurden. Frauchen und Bine haben alles genau unter die Lupe genommen und vor meiner feinen Nase fanden auch nur die besten Dinge Wohlwollen. Ich suchte aus, Frauchen bezahlte; so ist das richtig 🙂

Ich bekam einen schönen neuen knall-orangen Frack und da entdeckte Frauchen etwas sehr gelbes: ein Geschirr für blinde Hunde… Die Größe sah gut aus und so sackte Frauchen das Geschirr in Windeseile ein; es war nämlich das Einzige auf diesem Stand und auf dieser Messe.
Und nach einem sehr spannenden Rückweg (Hochwasser am Rhein, Alarm im Parkhaus im Rheincenter Neuss, Burger King, Eisbude Unbehaun, etc…) trafen wir uns mit Hanne und Mia und übergaben das Geschirr.

Seht selbst wie stolz wir beiden Rentner mit unseren neuen Fräcken durch die Gegend gelaufen sind…

Urlaub am Meer in Nieuwvliet

Frauchen packte Klamotten und ich wurde sehr aufgeregt. Was tut sie da? Vergisst sie mich auch nicht? Bitte, lass mich auch mit? Wohin geht’s denn? Wann geht es denn los??? Ich fing schon an zu stottern, so dolle hatte mich das Reisefieber gepackt.

Komisch, am nächsten Tag verlief alles, wie immer:
Aufstehen, Frühstücken, Gassi, Frauchen geht… Sollte ich mich   haben? Ich ging schlafen und wartete auf den Feierabend von Frauchen… Aber da, viel zu früh… Ein Geräusch im Flur, ein Schlüssel in der Tür und Frauchen stand vor mir: „Na, bereit zur Abfahrt?“ Oh ja, das war ich. Reisegeschirr an, Pass in die Tasche, einmal Bachweg-Gassi, Frauchens Tusnelda programmieren, damit wir uns nicht verfahren und ab ging es. Sie sagte mir aber immer noch nicht, wohin es gehen sollte. Ich nahm an, wieder nach England. Also rollte ich mich zusammen und schlief. Frauchen macht das schon…

3,5 Stunden später fuhren wir in einen kleinen Ort und hielten vor einem kleinen Haus: das war NICHT England; viel zu kurz gefahren. Die Tür öffnete sich und siehe da:
Rakete und Sally, meine Freunde aus Wuppertal, kamen herausgestürmt und Toni und Moni standen vor Frauchen und herzten sie: wir waren in Nieuwvliet in Holland angekommen. Und mir wurde mitgeteilt, dass wir nun 4 Tage hier Urlaub machen wollten.

Kurz darauf sind wir im Nieselregen zum ersten Mal seit Jahren am Meer spazieren gegangen. Ich wollte sofort ins schäumende Meer, aber Frauchen hielt mich zurück und fing an, meinen Igel zu wässern, den ich natürlich retten musste. Sally und Rakete machten mit. Von oben, unten und innen nass; was tut das dem Fell und der Haut gut. Und immer traf man nette Hundekollegen, die genau, wie wir vom Alltag ausspannten. Einige fand Sally doof, aber Rakete und ich hatten sehr nette Kontakte.
Abends fielen Frauchen und ich nach einem leckeren Essen tot ins Bett, welches sich als viel zu schmal für uns beide herausstellte. Ich glaube, Frauchen hat so gut wie gar nicht geschlafen; ich auch nicht. Die nächsten Nächte machte ich mich auf meiner Decke breit und überließ großzügig Frauchen das Bett; bin halt Gentleman…

Morgens waren wir, wie immer früh wach. Toni, Moni, Rakete und Sally schliefen noch. Frauchen sah eigentlich auch nicht soooo frisch aus, also öffnete sie die Gartentür, ich hob ein paar mal mein Bein, ließ laufen und dann ging es wieder ins Bett. War echt gut und wir beiden nahmen noch einmal ein Mützchen Schlaf. Bei zweiten wach werden musste aber dann doch einmal überprüfen, ob die beiden Menschen wirklich noch nicht wach waren. Bewegt sich einer? Ah, Toni. Also sprach ich sie an und forderte sie auf, aufzusehen, was von Frauchen mit einem „Pssssssssst“ quittiert wurde, von mir aber geflissentlich überhört wurde. Toni hatte auch Spaß an meinem Weckdienst und so erzählte ich weiter. Das behielt ich auch das ganze Wochenende über bei. Halt Gentleman…

Jeden Tag ging es mehrmals ans Meer, wo wir tobten, rumrannten, andere Hunde kennenlernten, den Igel retteten, uns im Sand panierten, unsere Frauchen nass machten, viel Salzwasser ab bekamen (Fell und Hals), viele Gerüche aufnahmen und einfach nur gut gelaunt waren. Die Frauchen waren auch sehr gut drauf und belohnten sich morgens mit einem langen Frühstück und abends mit einem tollen selbstgemachten Essen und einem Gläschen Wein. Wir Wuffels suchten uns dann ein heimeliges Plätzchen, rollen uns ein und chillten. Was kann das Leben schön sein.

Sonntag war dann leider unser Abreisetag und das war ein Tag aus dem Reisekatalog: strahlend blauer Himmel, Sonnenschein und warm. Das Meer war so schön, dass Frauchen die Schuhe auszog und endlich mit mir ins Wasser ging; ok, nur bis zu den Waden, aber immerhin… Aber einmal ist sie tiefer ins Wasser gelaufen:
Toni warf für Sally das Bällchen. Plötzlich rief sie „Oh, eine Mörderwelle!“ und warf den Ball in die Welle. Sally wollte nicht in die Welle, also musste ich ran… und Frauchen auch. immer tiefer ging sie in die Wellen, um mir den Igel zu zeigen, der auf und nieder auf den Wellen tanzte. Ich bin gut und rettete den Igel, aber Frauchen war klatschnass, hatte aber ganz viel Spaß. Nachdem Frauchen Toni das Versprechen abgerungen hat „Keine Mörderwellen mehr“ spielten wir weiter.

Aber leider geht auch das schönste Spiel einmal dem Ende zu und so mussten wir zurück zum Auto, wo wir uns von den Mädels und meinen Hundefreunden verabschiedeten und die Rückreise antraten, die Frauchen wieder souverän absolvierte. Wir waren so früh wieder zu Hause, dass wir noch mit Claudia und den Hundejungs ne Runde drehen konnten.

Aber dann: abends, als Bettzeit war, krabbelte ich in Frauchens Bett, versuchte zuerst ihren Platz zu bekommen, legte mich dann aber zufrieden auf meine Ecke, grunzte glücklich und schlief schnarchend ein…..

Das wiederholen wir….

Und nun eine kleine Auswahl von Bildern; der Film wird noch folgen…

Mirakel II der Woche: Rudelgucken

Laut Duden – Frauchen hat nachgesehen – bedeutet Rudel folgendes:
Gruppe wild lebender Säugetiere der gleichen Art [die sich für eine bestimmte Zeit zusammengeschlossen haben]

Aber fangen wir Vorne an:
Gestern Abend haben wir eine Tüte Menschenleckerchen eingepackt und sind nochmals los. Ich wollte, wie die Hundejungs, auch meine Ruhe und aufs Sofa, aber  was tue ich nicht alles für mein Frauchen. Es regnete in Strömen und ich wunderte mich, wohin es wohl gehen würde. Es stellte sich heraus, dass Beyenburg unser Ziel war, also zu Einstein, Jens und Martina. Super, dann würde es ja zum Bachweg gehen: Pustekuchen… Wir parkten vor Steinis Haus, gleichzeitig mit einem anderen Auto, aus dem Lotta mit Elke und Georg stiegen. Eine kleine Hoffnung keimte auf, verschwand aber, als wir ins Haus hineingingen, wo schon eine Gruppe mir unbekannten Menschen standen/saßen/rumliefen. Einige hatten rote, andere gelb-schwarze Sachen an. Toll, Uniformen; auf so was stehe ich ja. Frauchen klärte mich dann auf, dass wir hier an einem Fussball-Rudelgucken teilnehmen und für die Gelb-Schwarzen sind; die Roten wären doof. Soso, Rudel… Und schon flogen Wortgefechte hin und her, die etwa solchen Inhalt hatten: Gelb an Rot „Na, Tempos dabei, um gleich die Tränen zu trocknen? Am besten die Familienpackung…“ Rot an Gelb „Euer Trainer ist doch ein Irrer. Guck mal, wie der aussieht“ … Alle mussten einen Tipp abgeben, wie das „Spiel“ wohl ausgehen würde. Frauchen tippte 3:1 für die Gelben.
Lotta, Steini und ich hielten uns aus diesem Tumult raus. Wir waren viel mehr damit beschäftigt, niedlich auszusehen, um Menschenleckerchen abzustauben, was bei mir von Frauchen unterbunden wurde, in dem ich in den Leinenknast kam… Spielverderberin!
Dann fing das „Spiel“ an und wer jetzt noch von Rudel spricht, hat die Bedeutung missverstanden:
fiel ein roter Spieler hin, wurde er sofort von den gelben Zuschauern als Simulant beschimpft; ok, die hatten ja recht…. War irgendwas mit einem gelben Spieler und der blaue Mann (Frauchen sagte Schiedsrichter) zeigte dem roten Spieler eine bunte Karte, wurde nicht nur der gelbe Spieler beschimpft, sondern auch der blaue Mann als gekaufte, unwissende Niete beschimpft, was von uns Hunden mit leichtem Murren kommentiert wurde.

Dann schafften es die Roten den Ball in das Tor der Gelben zu schieben, was zu frenetischem Lärm unter unseren rotbemantelten Menschen führte. Das reichte uns Hunden und Lotta, Steini und ich legten los… Schade, dass ich im Leinenknast saß… Die freuten sich doch tatsächlich für die Roten; wir Pfotenkinder fanden das gar nicht lustig. Kurz darauf wurde ein Gelber (Frauchen nennt das) gefoult und der blaue Mann zeigte auf einen weißen Punkt im Rasen. Unsere Roten regten sich furchtbar auf, denn ein Gelber bugsierte nun den Ball in das Tor der Roten. Frauchen und alle Menschen, die für die Gelben waren, freuten sich ganz dolle; wir Pfotenkinder auch, nach dem Motto:
freut sich der Mensch, freut sich der Hund…
Da das Genöle aus der roten Ecke anhielt, hielt ich die rote Ecke fest im Blick und gab ihnen mit „bissigen“ Kommentaren zu verstehen, damit aufzuhören. Leider haben die Roten auf dem Spielfeld es nochmal geschafft, den Ball ins gelbe Tor zu schießen. Oh, was war unsere rote Ecke laut: ich auch, aber nicht im positiven Sinne. Kurz darauf wurde es noch lauter, als der blaue Mann in seine Pfeife blies: die roten Spieler hatten wohl gewonnen, was die roten Menschen bei uns in völlige Ekstase brachte und mich in Wut, denn ich konnte die Hysteriker nicht schurigeln; das tat aber Lotta: sie bellte und sprang die tobenden Roten an. Leider hat es nichts genutzt. Frauchen wurde angeblökt „Na, jetzt sagst und lachst du nicht mehr?“, woraufhin Frauchen noch mehr lachte und feststellte, dass sie Fortuna Düsseldorf-Fan sei, die bekanntlich abgestiegen sind und ihr daher furchtbar egal ist, was da auf dem Rasen passiert ist. Ich habe mitgelacht: Ha ha, doofer Roter-Fan!!……

Kommen wir nun zurück zur Überschrift dieses Artikels: Rudelgucken
Das hatte ich mir anders vorgestellt: viel harmonischer, halt wie im Rudel… Ok, gab es halt 2 Rudel, wobei wir Pfotenkinder mit den gelben Fans das größere, das lautere und das lustigere Rudel gebildet haben.
Komisch, die Menschen….

Wuff Wuff, euer Ruppert

Bill trifft Einstein

Pfingstsonntag war wunderschönes Wetter und was will der Hund dann tun? Richtig, schwimmen, laufen und Kumpels treffen. Und wo kann Hund das alles und die Örtlichkeit gefällt auch den Menschen? Richtig, Herbringhauser Bachweg.

Es sollte eine Premiere stattfinden: eigentlich waren wir nur mit Bill verabredet, aber da Steini da wohnt, hat Frauchen bei Einstein angefragt, ob er und seine Menschen auch Lust hätten, zu kommen. Sie hatten…

Wir trafen als Erste ein und gingen schon einmal ein paar Meter. Die Nächsten waren Bill und seine Menschen Jürgen, Martina und Leo. Der Bub musste 3 mal hinschauen, um mich mit der Kurzhaarfrisur wieder zu erkennen. Aber wozu hat er seine dicke Nase…

Und dann kam Einstein… Er ist und bleibt ein Chauvi, wie er im Bilderbuch steht: er furzte die ganze Zeit den Kleenen an. Warte es ab, wenn der Kleene mitbekommt, dass er Klötzchen hat und größer ist… Trotz allem fand Bill Einstein sehr spannend und versuchte immer wieder mal Kontakt aufzunehmen, was mit Zähne fletschen, Geknurre und Geblöke beantwortet wurde. Einstein war ein guter Ersatz für Felix, in allen Belangen…

Am Wasser gab es dann kein Halten mehr: Bill ist wieder geschwommen: zuerst freiwillig und dann hat Jürgen den Igel zu nah am Ufer ins Wasser geschmissen: Bill wollte Papa gefallen und den Ball holen. Da kein Platz zum Reinspringen da war, ließ sich der große Wuff mit einem ‚Platsch‘ ins Wasser fallen. Mei, hat des g’spritzt… Und dann wollte der Kleene wieder da aus dem Wasser kommen, wo er hineingefallen ist… der Rand ist da echt hoch. Also hing Jürgen am Rand, rettete erst den Igel und dann seinen Bill. Frauchen sah schon beide zusammen im Wasser liegen 😉 , aber Jürgen hat es geschafft.

So plantschen, bellten und schwammen wir noch mehrere Runden, bis das Wasser wieder ins Hirn diffundierte und unsere Menschen für uns entschieden, dass wassertechnisch Schluss ist… Noch ein paar mal und Bill wird schwimmen, wie ein Großer.

Auf dem Rückweg wurde der Kleene dann noch mit Pferden, Fahrradfahrern, Joggern und Spaziergängern konfrontiert. Was ist der neugierig! Hat er aber gut gemacht und den Rückweg ist er brav neben Jürgen gelaufen: die Synapsen sortieren sich….

Der 1.Frisörbesuch innerhalb von 12 Jahren

Da muss ich mit 12 Jahren sowas noch erleben:
letzte Woche habe ich Felix zu seinem Frisörbesuch begleitet. Linus und ich lagen völlig entspannt herum und sahen zu, wie die nette Dame Felix „nackig“ machte. Gott sei Dank war Felix durch den vor stattgefundenen Spaziergang mit uns und Bill so fertig, dass er fast im Stehen auf dem Frisiertisch eingeschlafen ist.
Da ich auch sehr schläfrig war, habe ich nicht auf die Gespräche der Mesnchen geachtet: hat mein Frauchen doch einen Termin für mich gemacht. Für MICH!!!!
Gestern war es dann soweit. Gut, dass die Hundejungs mittgekommen sind, so war es etwas erträglicher, aber ich habe gekämpft. Und wie…
Der Maulkorb wurde aufgesetzt und ich (am Anfang noch) Schaf sprang freiwillig auf den Tisch. Ab da weiß ich fast nichts mehr, denn ich war damit beschäftigt, um mein Leben zu kämpfen; besonders, wenn die nette Dame mit der Schermaschine meine Beine, meinen heiligen Schwanz und mein bestes Stück bearbeitete. Frauchen bekam einige Kratzer und eine dicke Lippe, als ich mich ruckartig umdrehte und ihr den Maulkorb ins Gesicht haute. Tut mir ja leid, aber was soll ich tun? Still halten? Niemals!!!!
Nach einer Stunde Arbeit, 20 kg meines flauschigen Fells und 50 kg Schweiß meines Frauchens war es vollbracht:
ich sehe aus, wie ein alter Welpe. Frauchen sagt, dass das super aussieht und dass ich super flauschig weich bin.
Die gute Laune kehrte sofort – nach Herunterspringen von Tisch, einem letzten „alle Anfauchen“ und sofortigem Stress-Abschütteln – zurück und ich nahm auch artig einen Keks von der netten Frisörin an.
Claudia hat Bilder gemacht und die werden hier auch noch veröffentlicht, damit ihr sehen könnt, wie ich tapfer gekämpft und verloren habe.
Langsam gewöhne ich mich aber an die Kurzhaar-Frisur: ich kann viel besser an mir herumknabbern und habe nicht immer so viele Haare im Maul..
Wann ist der nächste Termin? Ok, dann mit Waschen und Föhnen!!!!

Und hier sind die Bilder: schaut mal, was wir für einen schönen neuen Freund haben!!! Aber vorher gibt es nopch dieses kurze Gespräch:

Linus: „Ich bin ja nun doch ein wenig in Sorge, wann ich denn wohl dran bin mit dem Friseur, denn die Einschläge mit dem Friseur kommen deutlich näher.“

Felix: „Ich glaube nicht, dass Du auf den Tisch musst und Dich am ganzen Körper mit dem komischen Rasierer bearbeiten lassen musst. Du hast Dir doch so ein tolles Fell ausgesucht, das ist auch so super pfleegeleicht. „

Linus: „Ich habe aber die sehr begehrlichen Blicke der Friseurin gesehen. Ich glaube, die rasiert jeden Hund, egal wie kurz das Fell ist. Da muss ich aufpassen, nicht dass ich auch noch in ihre Fänge gerate. Also an den Pfoten, das könnte ich gar nicht haben.“

Felix: „So schlimm ist es auch nicht. Am besten schläfst Du dabei.“

Bills Wochenende Teil III

Erinnert ihr euch an meinen gestrigen Wunsch, Bills Synapsen mögen sich schnell neubilden/neusortieren? Mein Wunsch wurde erhört. Was der Kleene von Freitag bis heute im Rudel gelernt hat: sagenhaft…

Aber ich fange am Anfang an: der heutige Tag fing ziemlich nass und hagelig an. Frauchen musste mich heute morgen schon kräftig trocken rubbeln; aber auf dem Sofa in der warmen Decke trocknete ich sehr gemütlich vor mich hin, obwohl ich eigentlich die ganze Zeit versuchte, Frauchen zu überzeugen, wieder ins Bett zu gehen. Klappte nicht… Irgendwann sprang sie vom Sofa auf und rief : „Los gehts!“ Was geht los? Ich hatte gerade wunderschön geschlafen. Aber Frauchens Wort ist Gesetz, also ließ ich mich anziehen, sparang ins Auto – hinen rein? – und ab ging es… zu den Hundejungs. Die wurden auch eingesackt samt Claudia und die Tour ging weiter. Die beiden Menschen schauten etwas betreten in den Himmerl, der ziemlich grau war, aber egal: wir Hundejungs wollten nun laufen und toben. Nächster Halt: Herbringhauser Bachweg. Da stand schon ein Auto und eine Person wuselte davor herum: es war Erika, Bills Menschenmama. Der Bub saß noch im Auto. Wir waren schon ganz aufgeregt und unterhielten uns lautstark über den bevorstehenden Spaß. Endlich durften wir raus und Felix mußte dann unbedingt alles den Menschen verraten, aber die wollten das gar nicht hören. Endlich kam Bill aus dem Auto. Da der Kleene noch in der Lernphase ist, bekam er die Schleppleine angelegt.

ab da gab es kein Halten mehr: zuerst mußte Bill erst eimal alle begrüßen. Bei Felix stieß er wieder auf das Haifisch-Grinsen, aber er steht auf Felix… Er benahm sich nach dem Begrüßungsritual, als wenn er schon immer zu uns gehört hätte: er blieb in Reichweite, schaute sich immer wieder um, ließ sich von Erika abrufen – mal mehr, mal weniger – und lernte auch, dass Nichthören Konsequenzen hat. Er spielte mit dem Stöckchen, versuchte immer wieder näher an Felix zu gelangen, aber Felix brauchte nur zu gucken – oller Hütehund – und schon ließ Bill entäuscht von ihm ab. Dann brachte Frauchen die Beißwurst ins Spiel: da konnte keiner von uns an sich halten. Das Tollste ist, wenn man darein beißt und von Frauchen durch die Gegend gezogen wird. Noch besser ist nur, wenn ein Hundekumpel ins andere Ende beißt und man sich gegenseitig herumschleift. Zwischendurch sprangen wir in den See, Bill plantschte im seichten Wasser, aber den bekommen wir auch noch in den Baywatch-Kader…

Das Highlight des heutigen Tages fand fast am Ende des „Spaß“iergangs statt: Linus zergelte mit Bill zusammen mit der Beißwurst. Das hätte er vor 1 Jahr noch nicht gemacht. Er lernt auch noch. Das einzige, was die Beiden echt nervte, waren Felix Anfeuerungsversuche. Linus verdrehte die Augen und Bill sah so aus, als wenn er sich Gedanken über seine Sicherheit machen würde.

Erst die Bilder….

… und dann den Film:

Bill lernt von seinen Onkeln zergeln

Das war supertoll und ich trockne gerade mal wieder vor mich hin, bevor wir gleich zu meiner Menschenoma fahren, Muttertag feiern.
Allen Menschenmamas meiner Hundekumpels und -kumpelinen einen schönen Muttertag…

Bills Wochenende Teil I +II

Erinnerte ihr euch noch an Bill? Hovawart, jetzt ca. 10 Monate alt. Wenn ich Felix Huckepack nehmen würde, wären wir ungefähr gleichgroß. Er ist ein großes Baby, welches noch die ganze Welt kennenlernen möchte, nein falsches Wort: will.
Nachdem der letzte gemeinsame Spaziergang aus Menschensicht desaströs geendet ist – wie gesagt aus menschlicher Sicht; aus Hundesicht wollte Bill nur mit Leo spielen, auf Hoviart; wirklich… – haben Frauchen und ich uns Verstärkung mitgenommen: Claudia und die Hundejungs. Bills Wochenende Teil I +II weiterlesen