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Mirakel der Woche: Gerede über den Frühling

Mich wundert schon seit Tagen, ach was: seit Wochen, dass die Menschen zu allen möglichen und unmöglichen Gelegenheiten davon reden, dass doch nun endlich der Frühling kommen soll. Ich weiß überhaupt nicht, was sie gegen den Winter haben, schließlich hat der doch viele, viele Vorteile. Ich möchte hier nun also ein Plädoyer halten für den Winter und dies mit 8 Argumenten unterstützen:

  1. Wir Hunde sind immer passend angezogen, brauchen uns morgens, wenn wir aus unseren Körbchen aufstehen, nur einmal zu schütteln und schon können wir ins schönste Schneegestöber hinausgehen und Flocken fangen. Menschen dagegen brauchen Stunden, bis sie sich in ihre Kleidung verpackt haben, draußen kann man sie nur noch am Geruch und an den sie begleitenden Hunden erkennen, so verkleidet sind sie.
  2. Wenn es ordentlich kalt ist, können wir viel länger spielen, ohne ins Schwitzen zu geraten. Mir graut schon vor der Hitze im Sommer, wenn weder Ballspielen noch Buddeln Spaß machen, weil wir nur hecheln müssen.
  3. Buddeln und Wälzen machen (außer natürlich im Kuhmist) erst im Schnee so richtig Spaß. Was für eine Freude, wenn man mit den Pfoten die erste  zarte Eissschicht über dem Maulwüurfhügel entfernt und dann an die weiche wohlriechende Erde kommt, die dann wegschaufelt und der Maulwurffamilie in die Wohnstube schauen kann. Und nach getaner Arbeit können wir uns noch im Schneebett abkühlen und uns heftig darin herumwälzen. Im Sommer geht das ja gar nicht. Da müssen wir schon auf einen extra hohen Berg klettern, damit wir noch einen Fitzel Schnee mitbekommen.
  4. Wenn Schnee und Eis im Wald herumliegen, haben wir immer etwas zu trinken dabei und die Menschen müssen nicht extra Wasserflaschen mit sich herumschleppen. Hat doch für Menschen auch nur Vorteil, das kalte Wetter.
  5. Im Winter, wenn Schnee liegt und/oder es ordentlich knackig kalt ist, brauchen wir gar nicht in die dämliche Dusche, denn wir sind dann höchstens ein bisschen nass und schon gar nicht schlammig. Dann könnenwir entweder direkt in unsere Körbchen sinken – bzw. ich auf meinen philosophischen Schwingsessel – oder uns über unser Essen hermachen – und dann ins Körbchen sinken.
  6. Wir können auch im Winter schwimmen gehen. Es stimmt ja gar nicht, dass wir unter 10 Grad Außentemperatur eine Lungenentzündung bekommen. Und wenn der arme Felix nicht immer so super kurze Haare geschnitten bekäme, würde der arme Kerl auch nicht so schnattern vom Schwimmen.
  7. Im Winter macht es viel mehr Spaß, im Schwingsessel zu liegen und sich durch die Fensterscheibe von der Sonne bescheinen zu lassen. Die Wärme tut so gut bei den vielen verspannten Muskeln, herrlich. Das geht natürlich im Sommer überhaupt nicht, da wird man hinter der Glasscheibe höchstens gegrillt. Und wer will das schon?
  8. Wie wir ständig von Ruppert lesen, kann man auch im Winter Eis essen. Wir wollen sofort ein Vanilleeis. Warum wird uns das vorenthalten? Quatsch, kalter Bauch! Wir legen uns einfach ins Warme, dann wird uns sofort wieder warm.

Also, es gibt überhaupt kein Argument für den Frühling. Liebe Menschen: quatscht keine Opern und kommt mir raus!

2:0 für Ruppert&Petra

Nachdem wir heute an der kalten Ruhr und danach noch mit Bill – einem 9 Monate alten Hovawart – und seinen Menschen auf dem sehr windigen Scharpenacken spazieren waren, hat Frauchen sich und mich belohnt:
die Rückfahrt führte uns über die Wichlinghauser Straße und was ist da???
Unsere EIS-Bude, die wir auch heute wieder finanziell unterstützt haben:
Spaghetti-Eis und 1 Kugel Vanilleeis.
Dementsprechend führt unser Team mit 2:0 gegen das Hundejungs-Team.
Wollt ihr dieses Jahr kein Eis mehr????

Wir eröffnen den Sommer…

… an so einem fiesen Tag. Es schneit schon wieder. Also muss Frauchen wieder in die dicken Gummistiefel und die dicke Jacke. Sie hatte sich so gefreut, aus diesen Sachen rauszukommen. Mir macht das Wetter ja nix; ich finde es toll.
Ab ins nicht mehr trocken werdende Auto. Worauf hat Frauchen Lust? Stück Kuchen auf dem Berger Hof??? Ne, es wird kalorienreduzierte Rentnerweg im Schneeregen.

Frauchen macht gute Mine zu blödem Wetter und gestaltet den Spaziergang sehr interessant.  Der Igel fliegt und wird versteckt. Kein Problem für einen Profi wie mich. Dann packt Frauchen den Sniffer aus. Ich muss warten, während sie den Sniffer im tiefen Laub versteckt. Aber meine dicke Supernase findet alles – auch wenn es dauert; ich arbeite eben sehr genau…

Auf dem Rückweg bemerke ich Frauchens Grinsen im Gesicht. Was hat sie wohl? Auf dem Heimweg biegt sie plötzlich falsch ab… Wohin will sie denn jetzt? Sie parkt und verläßt das Auto. Nach einiger Zeit ist sie wieder da und hat ein kleines Päckchen dabei. Ich betätige meine Nase und bin entzückt:
es riecht nach Sommer – es ist Eis.

Zu Hause bin ich schon ganz zappelig, aber ich muss das Abtrocknen über mich ergehen lassen. Pack es aus und gib es mir, belle ich Petra an, aber die macht ganz in Ruhe weiter. Dann ist es endlich soweit: es knistert und raschelt – das Eis steht ausgepackt auf dem Tisch. Das große Eis ist für Frauchen, das kleine Eis für mich. Oh mit Keks, wie toll. Also her damit… jetzt!!!!!

Oh, was lecker!!!
Danke Frauchen – der Sommer hat heute angefangen.

Na Hundejungs und Claudia,
sabbert ihr schon?????