Der Künstlerhund hat wieder zugeschlagen

„Tot gesagte“ leben länger: unsere Dog Cam hat sich entschlossen, doch noch zu leben.
Und so hat Frauchen zwischen ihren Putz- und Aufräumeskapaden – ich bin schon ein Nervenbündel durch den Stress, den sie verbreitet, und beobachte sie lieber vom Sofa aus sicherer Entfernung – die Dog Cam aufgeladen. Beim mittäglichen Spaziergang war es noch grau und schneite alles weiß: die Bäume sahen aus, als ob jemand eine Menge Puderzucker über ihnen ausgeleert hätte. Als wir heute nachmittag losfuhren, um Mia und Hanne zu treffen, klarte es ein wenig auf…
Aus dem Auto ausgestiegen, kitzelte uns – man mag es kaum glauben – die Sonne. Frauchen sah sehr zufrieden aus; ich glaube, sie braucht ganz viel Sonne, aber dazu ein anderesmal…
Frauchen aktivierte die Dog Cam und legte sie mir an: nun bin ich er Fotograph, also erfreut euch an meinen kunstvollen Bildern:


Und nun bin ich auf Kommentare gespannt!!!

Mirakel der Woche: Kameras für Tiere

Beim Surfen bin  ich auf einen tollen Artikel über Mr Lee gestoßen. Mr Lee ist ein Kater, und da ich ja auch mit der merkwürdigen Spezies der Katzen zusammen wohne, hat mich der Artikel sehr interessiert. Dort wurde nämlich darüber berichtet, dass die Menschen von Mr  Lee sich sehr wunderten, wo er sich tags und nachts so herumtreibt. Dieses Wundern konnte ich sofort verstehen, denn ich frage mich auch schon seit langem, warum unser Kater Oscar immer ausgerechnet abends, wenn es stockdunkel und eiskalt ist, noch herausgehen möchte und meistens auch erst wiederkommt, wenn wir morgens zu unserer ersten Spazierrunde starten. Wie kann man die Nacht nur draußen verbringen, man sieht nichts und es ist auch gar nichts los, statt gemütlich im Körbchen zu schlafen? Die Menschen von Mr Lee wunderten sich eben auch und so ersann das Herrchen eine Kamera, die Mr Lee nun an einem Halsband mit sich herumträgt. Zuerst machte die Kamera nur Fotos, aber mittlerweile gibt es auch Filme zu sehen. Schaut Euch das mal an! Interessant ist es ja schon, was Katzen so treiben, und gar nicht so unähnlich wie das, was wir gerne machen: Sie treffen sich nämlich an bestimmten Orten (bilden also ein Rudel!) und wenn sie eine andere Katze nicht leiden können, gibts Ärger (das gibts bei uns ja auch).
Und dann fiel mir ein, dass Ruppert doch auch so eine Kamera hat. Hm, warum gibts über ihn keinen Artikel bei derZEIT? Warum ist seine Homepage nicht in aller Munde und in allen möglichen internationalen Zeitungen? Warum hat er noch keinen Preis bekommen aus dem er Shrimps essen kann?
Jetzt kündigt Ruppert an, dass wir auch so eine Kamera kriegen sollen. Da weiß ich noch gar nicht, ob ich das so gut fiunde. Denn dann können die Menschen ja sehen, was ich im Wald so alles zu essen finde… 🙂
Ich glaube, ich finde die Kamera für Katzen doch besser als für Hunde. Wir Hunde brauchen doch auch mal ein bisschen Privatspäre, oder?

 

Rupperts Bilder

So, heute hat Frauchen den Fotoapparat abgegeben. Sie hat nach einer langen Pause unsere DogCam reaktiviert und hat mir diese ans Halsband geheftet.

Unterwegs haben wir auf dem Rentnerweg noch Bele samt Frauchen getroffen. Auf einigen Bildern sind sie auch zu sehen.

Und nächstes mal werden auch noch andere Hundefotografen ihre Kunstwerke hier veröffentlichen, gell Claudia???
Bye the way: happy birthday, Claudia!

PS: Nachtrag am 20.03.13
Claudias Cam ist endlich angekommen und hoffenlich schon aufgeladen, da unsere Cam – nach einem letzten Aufbäumen – in das Land der vergänglichen Kameras gegangen ist.
Mal schauen, ob wir eine Nachfolgerin auf die Schnelle organisieren können.

Und es schneit….

… und schneit und schneit. Gestern hat es fieselig angefangen und hört gar nicht mehr auf. Mir gefällt es, aber Frauchen sieht nicht mehr glücklich aus. Ich glaube, sie mag ihre Gummistiefel nicht mehr tragen. Aber heute waren sie gut, denn in der Mählersbeck waren richtig hohe Schneeverwehungen durch die wir gestapft sind.
Unterwegs haben wir noch Rakete, Sally und Toni getroffen und sind mit ihnen durch die Kleingärten gewandert: superschön im Schnee und soviel neue Gerüche.
Nach 2 Stunden schleppte sich Frauchen hinter mir her, Richtung nach Hause. Ich habe auch gut Hunger bekommen und bin jetzt froh im Warmen auf dem Sofa zu liegen.
Wer wettet mit, wie lange es noch winterlich ist?
Ich tippe auf 1 Woche…

Wir eröffnen den Sommer…

… an so einem fiesen Tag. Es schneit schon wieder. Also muss Frauchen wieder in die dicken Gummistiefel und die dicke Jacke. Sie hatte sich so gefreut, aus diesen Sachen rauszukommen. Mir macht das Wetter ja nix; ich finde es toll.
Ab ins nicht mehr trocken werdende Auto. Worauf hat Frauchen Lust? Stück Kuchen auf dem Berger Hof??? Ne, es wird kalorienreduzierte Rentnerweg im Schneeregen.

Frauchen macht gute Mine zu blödem Wetter und gestaltet den Spaziergang sehr interessant.  Der Igel fliegt und wird versteckt. Kein Problem für einen Profi wie mich. Dann packt Frauchen den Sniffer aus. Ich muss warten, während sie den Sniffer im tiefen Laub versteckt. Aber meine dicke Supernase findet alles – auch wenn es dauert; ich arbeite eben sehr genau…

Auf dem Rückweg bemerke ich Frauchens Grinsen im Gesicht. Was hat sie wohl? Auf dem Heimweg biegt sie plötzlich falsch ab… Wohin will sie denn jetzt? Sie parkt und verläßt das Auto. Nach einiger Zeit ist sie wieder da und hat ein kleines Päckchen dabei. Ich betätige meine Nase und bin entzückt:
es riecht nach Sommer – es ist Eis.

Zu Hause bin ich schon ganz zappelig, aber ich muss das Abtrocknen über mich ergehen lassen. Pack es aus und gib es mir, belle ich Petra an, aber die macht ganz in Ruhe weiter. Dann ist es endlich soweit: es knistert und raschelt – das Eis steht ausgepackt auf dem Tisch. Das große Eis ist für Frauchen, das kleine Eis für mich. Oh mit Keks, wie toll. Also her damit… jetzt!!!!!

Oh, was lecker!!!
Danke Frauchen – der Sommer hat heute angefangen.

Na Hundejungs und Claudia,
sabbert ihr schon?????

Wir haben ein Paten-„kind“

Ach, was war das für ein aufregender Tag…
Zuerst haben Frauchen und ich richtig lange geschlafen: es war schon nach 7, als wir beide aus dem Bett gefallen sind. Frauchen sah leidend aus, denn sie hatte böses Kopfweh. Nach einer großen Tasse Kaffee ging es schon ein wenig besser. Gassirunde und einmal tief Luft holen bei Eggermanns – mein Rohfutterlieferant – braachten dann die Gesichtsfarbe wieder zurück. Leider regnete es die ganze Zeit. Wo ist der blaue Himmel der lezten Tage geblieben?
Frauchen schrubbte in der Wohnung rum, ich lag entspannt auf meinem Sofa und koordinierte alles. Macht Spaß…
Und dann stand sie vor mir und frage mich: Machen wir eine Reise in die Vergangenheit? Da das Wetter doof war und ich nichts anderes vor hatte, sagte ich Schwanzwedelnd zu.
Ab ins Auto und los ging es. Zuerst dachte ich, dass wir auf den Rentnerweg fahren und fing schon mal an zu fiepen; dann dachte ich, dass es Hattingen wird und fing an zu bellen. Als wir überall vorbeifuhren ujnd nicht abbogen, bekam ich ??? in meine Augen…. Es regnete immer fieser, aber Frauchen hatte wohl ein festes Ziel und fuhr ohne Kommentar weiter.
Dann kamen wir an einer Tankstelle und einer Sparkassenbude vorbei und mir dämmerte es: an der Bude hat Frauchen damals meine Kaution abgeholt, um mich auszulösen. Wir fuhren zum Tierheim Velbert.
Nimm mich wieder mit, nimm mich wieder mit…. Nein, solche Gedanken muss ich mir nicht machen….
Wir parkten direkt am Gassiwäldchen und ich durfte mir erst einmal die neuen Insassen erschnüffeln. Und dann sind wir hinten durch Tor in den Tierheimhof gegangen.
Wir wurden direkt von Axena, Kangalhündin im Auslauf, angebrüllt: Ich kenne euch nicht. Was macht ihr hier? Ich blieb total cool: die Kangalhündinnnen Mona&Lisa waren ja damals meine besten Freundinnen im Tierheim. Was wohl aus ihnen geworden ist? Frauchen steuerte auf einen Zaun zu und fragte dann: Weißt du was das ist? Nö, wußte ich nicht und sie mußte mich aufklären. Das ist dein alter Zwinger, in dem du hier gewohnt hast. Oh ja, jetzt erinnere ich mich. Neben mir wohnte ein großer netter Staff. Der sprang aus dem Stand an die Decke. Die Zwinger waren ok und man konnte auch nach draußen in den Freilauf, der zu jedem Zwinger gehörte. Eigentlich hatte jeder Auslauf vor der eigentlichen Aussentür eine Klapptür, die vor Zug schützen sollte. Ich fand habe dieses Ding doof und hatte in Null-Komma-Nix einen Durchgang reingeknabbert. War halt immer schon ein „Maulwerker“…

Und dann habe ich ihn endlich kennengelernt: HARPO

Harpo
Der ist nett

Was für ein netter Hund. Wir haben kräftig genäselt und fanden uns auf Anhieb sehr sympatisch. Frauchen hat dann was Tolles gemacht:
da wir ihn nicht mitnehmen  konnten, haben wir eine Patenschaft für Harpo übernommen.
Ich hoffe, dass die Menschen im Tierheim uns über alles, was Harpo betrifft, auf dem Laufenden halten. Und wenn wir dürfen, werden wir mal mit ihm spazieren gehen. Trotz allem drücken wir unserem Patenhund die Daumen und Pfoten, dass er noch ein tolles Zuhause findet; so wie ich….

Mit Frühjahrsfrisur den Igelball finden

Montag ist so viel passiert, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll zu erzählen…

Morgens war erst einmal ein Friseur-Termin. Mag ich ja nicht, eine Stunde lang still stehen zu müssen. Aber schaut mal selbst:

Wenn ich den Friseur überstanden habe, bin ich zwar auch ein bisschen kaputt, freue mich aber so über das luftige Gefühl überall, dass ich erst einmal einen ausführlichen Waldspaziergang machen muss. An welche Körperteile endlich wieder Luft und Licht kommen – ich will es lieber gar nicht im Detail vertiefen.

Und beim Frühjahreswaldspaziergang – bei den Temeperaturen ist es wirklich gut, dass die Mähne ab war – habe ich mich dann auch gleich mal ganz furchtbar nützlich gemacht. Wir sind nämlich zu der Stelle im Wald gegangen, wo Linus in der letzten Woche seinen Igelball verbuddelt und wir alle, Hunde und Menschen, ihn nicht mehr wiedergefunden haben. Mein Mensch fing nun an, mit einem Stock das alter Laub an den Buddelstellen umzuschichten, um den Ball so zu finden. Zuerst habe ich mich gewundert, was sie denn da wohl macht – das Spiel kannte ich noch gar nicht – aber dann kam mein Befehl „Such den Igel vom Linus“, ich habe sie kurz angeschaut, weil wir doch gar keinen Igel dabei hatten, aber dann habe ich kapiert und mitgesucht. Und was soll ich sagen: meine Nasensuchmethode ist doch besser als das mühsame Umschichten von Laub! Ich habe ihn gefunden, den vergrabenen Igel!!! Und mein Mensch hat gesucht und gesucht und irgendwann ganz enttäuscht zu mir gesagt: „Na, den Igel finden wir jetzt auch nicht mehr.“ Und dann schaute sie zu mir in meine erwartungsvollen Augen, schaute auf den Boden, sah den Igel und … Ihr könnt Euch gar niocht vorstellen, wie viel Lob ich abbekommen habe! So toll!

Ich finde, Petra und ich, wir Wiederfinder aller verbummelten Igel, sollten eine Extraauszeichnung bekommen. Vielleicht ein großes Eis – Petra eins aus Spaghetti, ich eins aus Vanille – das wäre doch mal eine tolle Idee. Und der Eismann hat ja auch schon geöffnet, wie mir berichtet wurde.

Jedenfalls durfte ich am Montag noch ein bisschen mit dem Igel spielen – Linus ist seinen Buddeleien nachgegangen. Und Zugvögel haben wir auch noch beobachtet:

Und abends gab es auch noch einen Putenhals. Was für ein Tag!!!

Unserer literarisches Wochenende

Wir begleiten unsere Menschen ja gerne überallhin, auch wenn es bei diesen Aktivitäten nicht immer  in erster Linie um Spiel und Spaß für Hunde geht. Meistens können wir den Ausflügen in die große Welt außerhalb des Waldes ja doch die ein oder andere gute Sache abgewinnen.

So sind wir am Freitagabend bei einem literarischen Treffen gewesen. Die Menschen da sind alle sehr nett und kraulen uns und Linus hat es sogar geschafft, in der Küche eine Möhre abzustauben. Anonsten ist das eher ein ruhiger Abend. Die Menschen essen und sprechen stundenlang über merkwürdige Themen und wir können uns vom anstrengenden Nachmittagsspaziergang ausruhen. Dieses Mal haben die Menschen nicht einmal ein für Hunde interessantes Buch angeschaut – beim letzten Mal haben sie sehr viel Spaß gehabt mit den „Hunden unter Wasser“. Ein  bisschen schwierig ist es, dass der Tisch mit den Köstlichkeiten sehr auf Schnauzenhöhe ist, die Menschen aber wie die Luxe aufpassen, dass wir weder ans Brot noch an den Käse kommen. Das wäre doch so lecker…

leckeres Essen auf Schnauzenhöhe

Und am Samstagabend durften wir mitfahren in den „Schönsten Buchladen“ in Düsseldorf. Da können sich die Menschen ja stundenlang in verschiedenen Abteilungen aufhalten. Im Laufe des Abends wird der Stapel Bücher auf dem Arm immer dicker und schwerer, bis mein Mensch dann eine komische Plastiktasche holt, in der sie alle Bücher unterbingen kann. Für Linus ist das ja ein bisschen langweilig, aber mir macht so ein Buchstöberabend immer sehr viel Spaß, denn ich habe eine ganz besondere Leidenschaft entwickelt: ich versuche, möglichst viele Streicheleinheiten von den anderen Kunden einzuheimsen! Vor Weihnachten bin ich kläglich gescheitert, obwohl ich mich so ins Zeug gelegt habe. Mein Mensch meinte, alle anderen Kunden seien wohl sehr in Eile gewesen und hätten meine Kontaktversuche gar nicht wahrgenommen.

Aber gestern bin ich so erfolgreich gewesen!  Gleich am Eingang habe ich kleines Mädchen mit seiner Mutter becirct und von der Mutter auch noch Hundeleckerli ergattert. Dann habe ich einen Mann angeflirtet, der mich  gelobt hat, weil ich mich so toll verhalte (ich ahbe fast gar nicht gebellt) und eine ältere Dame ist erst ein paar mal an uns vorbeigegangen, dann bei mir stehengeblieben und hat gefragt, ob sie mich denn streicheln könnte. Zum Dank habe ich mich rückwärts vor sie und auf ihre Füße gesetzt, damit sie mich auch wirklich gut kraulen konnte. Später kam noch ein kleiner Junge vorbei, der hat aber ein bisschen Angst gehabt und sich nicht getraut, mich anzufassen, sondern hat sich immer hinten den beinen seines Vaters versteckt. Und dann kam noch der ein oder andere vorbei, den ich angraben konnte. Also insgesamt bin ich sehr erfolgreich gewesen.

Und zum Nachmachen verrate ich Euch meinen Trick: Ihr müsst versuchen, Blickkontakt mit den anderen Menschen zu bekommen und wenn sie Euch wahrgenommen haben und zurückgucken, dann müsst ihr anfangen, mit dem Schwanz zu wedeln. Und: Ihr dürft Euch nur langsam auf die Menschen zubewegen, wenn Ihr dabei zu schnell seit, dann ist alle Eure Mühe vergeblich gewesen. Und natürlich müsst Ihr wunderschöne, große und kreisrunde Augen machen. Dann klappt es. Hier seht Ihr mich schon ein wenig ermattet zwischen den Buchregalen liegen:

Ich erhole mich gerade vom Flirten, weil kein Mensch vorbeikommt

Linus geht immer durch andere Buchladenabteilungen, deswegen weiß ich nicht genau, was ihm passiert ist. Manchmal sind die Kunden ganz verwirrt, wenn sie zuerst mich sehen und dann Linus, weil sie alle finden, dass wir uns so ähnlich sehen. Na ja… Jedenfalls hat Linus die Beute der Menschen begutachtet:

toll, für uns ist ja auch ein Buch dabei

Heute sind wir ziemlich kaputt: Buchläden und so viel Beziehungsarbeit sind sehr anstrengend. Zum Glück ist das Wetter auch mist, so lohnt es sich richtig, den Tag im Körbchen zu verschnarchen. Gute Nacht!