Archiv der Kategorie: Mirakel

Valentinstag

Herzilein RupiGilt der Valentinstag nur für Menschen oder dürfen wir Hundekinder diesen Tag auch schamlos ausnutzen???
Also Hundekinder – ran an die Menschen, lasst euch puscheln und verwöhnen, aber gebt auch „ein wenig“ Zuneigung zurück, denn denkt daran:
nicht jeder Tag ist Valentinstag, aber wir leben jeden Tag mit unseren Menschen zusammen und das sollen doch glückliche und tolle Tage sein, oder???

Fühlt euch also geherzt von mir und meinem Frauchen!!!!

Schöne Worte: Anstandswauwau

AnstandswauwauWie witzig, aber manchmal erklären sich Worte wirklich von alleine. Nehmen wir das oben genannte Wort Anstandswauwau; das Netz hat einen menschlichen Ausdruck Anstandsdame, was sich aber nicht ganz so toll anhört. Die Erläuterung aus menschlicher Sicht:

„… Eine Anstandsdame ist bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts eine ältere weibliche Person, die einer jüngeren unverheirateten weiblichen Person zugesellt wird, damit sie im Rahmen von Anstand und Etikette die moralische Integrität des Verhaltens ihres Schützlings sicherstellt; insbesondere bei Annäherungsversuchen, Begegnungen und Treffen mit männlichen Personen.

Aufgrund ihrer Aufpasserfunktion bei einem Stelldichein wurde sie von den jungen Menschen bald ironisch auch als „Anstandswauwau“ bezeichnet. Heutzutage bezeichnet man als Anstandswauwau jegliche Begleitperson, die – tatsächlich oder vermeintlich – die Rolle eines moralischen Aufpassers spielen soll …“

Und nun die praktische Erläuterung aus Hundesicht: Frauchen und ich sind heute auf dem Rentnerweg spazieren gegangen. Auf dem Rückweg kam uns ein Herr mi 3 kleinen Hundedamen entgegen. Frauchen nennt sie immer die 3 kleinen Terroristen, den normalerweise kommen die 3 laut bellend und knurrend auf mich zu gerannt.  Heute war alles anders: die kleine weiße Dame kam sehr freundlich auf mich zu und begrüßte mich sehr nett. Die beiden anderen hielten sich zwar im Hintergrund, behielten uns aber sehr genau. Da ich an der kleinen weißen Dame kein Interesse hatte, wollte ich die anderen beiden auch begrüßen, wurde aber von Beiden durch Knurren davon abgehalten. Der Besitzer erzählte daraufhin Frauchen, dass die kleine weiße Dame heiß ist und das die anderen Beiden genau aufpassen, dass kein Kerl „zu nah“ an die Kleene kommt. Das machen die 3 wohl immer und passen aufeinander auf.

Damit bekommt der Ausdruck Anstandswauwau eine super Erklärung, gell????

1.Geburtstag!!!!!

Liebe Hundekinder, liebe Leser,

wir haben ihn verpasst: den 1. Geburtstag am 21.01. des Die-Hundejungs-Blogs.

Vor einem Jahr verlangte Linus und Felix Frauchen Claudia nach einem schönen Projekt für das Jahr 2013. Es sollte etwas lustiges, kreatives und schönes sein.

Linus brachte uns eigentlich auf den Gedanken, denn der kleine Hundebub lief/läuft oft während der menschlichen tiefsinnigen Gepräche in Wald und Feld ganz stickum zwischen uns her. Wir haben ihm dann unterstellt, dass er zuhört, sich alles merkt und abends klammheimlich unter der Körbchendecke mit seinen dicken Pfoten in die Tasten haut, um seinen Hundeblog zu füllen.

Das Projekt 2013 war geboren. Nach einigen Anfangschwierigkeiten haben Claudia und ich – meiner Meinung nach – es gut hinbekommen, diesen Blog zu füllen und wir haben furchtbar viel Spaß dabei, das Leben mit und für unsere Hunde mit unseren Freunden und deren Hunden über diesen Blog zu teilen.

Auf das 2. Jahr des Die-Hundejungs-Blogs…
Petra

Heute ist Weltknuddeltag 2014

knuddeln Pictures, Images and PhotosLiebe Leser, ist euch eigentlich klar, was heute für ein besonderer Tg ist??? Heute , am 21. Januar 2014 ist der Tag des Knuddelns oder auch Weltknuddeltag (engl. National Hug Day oder National Hugging Day). Der Aktionstag wurde erstmals am 21. Januar 1986 in der Stadt Caro (Michigan) begangen und hat sich seitdem in den USA, Kanada, England, Australen, Deutschland und Polen etabliert.

Mit dem Weltknuddeltag soll daran erinnern werden, wie schön eine herzliche und liebevolle Umarmung sein kann. Freunde und Familienmitglieder (und Hunde) sollen ermutigt werden, sich zu umarmen. Initiiert wurde der Tag durch den Amerikaner Kevin Zaborney. Er wählte das Datum, da es genau zwischen Weihnachten und Valentinstag liegt. Zudem ist es während dieser Zeit oft kalt und viele Menschen deprimiert – ein idealer Zeitpunkt also, um sich mit einer Umarmung gegenseitig zu zeigen, dass man sich mag und nicht alleine ist.

Eins sollte man laut dem Erfinder des Weltknuddeltags jedoch nicht tun: auf die Straße rennen und wildfremde Menschen (und Hunde) umarmen.

Also Hundejungs und -mädels, ran an die Frauchen und Herrchen und stundenlang knuddeln lassen…..

Mirakel der Woche: Renovieren, Restaurieren, Modernisieren

IMG_4436Was für komische Worte; die habe ich zwar noch nie in Bezug auf mich gehört, aber leider bin ich zur Zeit der Leidtragende dieser Worte. Aber ich fange am Besten am Anfang an…

Wie ihr wisst, ist unsere Freundin Mia leider letztes Jahr über die Regenbogenbrücke gegangen. Ihr Frauchen Hanne war und ist immer noch sehr, sehr traurig und sie vermisst „Mimi“ sehr. Da hilft nur Ablenkung und davon gibt es in unserer Höhle – Frauchens und meinem Heim – viel, denn wir legen nur Wert auf Gemütlichkeit und Essen… Also fing Hanne an, mit Frauchen zusammen einige Räume unserer Höhle umzugestalten: Bilder wurden umgehängt, Möbel gerückt und verschoben, Sachen landeten in blauen großen Säcken, der doofe Staubsauger bekam Freigang und zur Unterstützung wurden noch Besen und Putzfeudel geschwungen… Ich durfte nirgendwo mehr hin und verzog mich freiwillig in mein – ok, Frauchens Bett zurück. Und dann kam der Hammer: es rumpelte und schepperte und Frauchen rannte mit den Dinger, die vor den Fenstern hängen, in den Keller und ich durfte nicht mit – Frechheit, ich darf immer mit… Während Frauchen im Keller war, erklang exorbitanter Lärm aus meinem Wohnzimmer; ich zog es vor, lieber nicht gucken zu gehen, den der doofe Staubsauger könnte mich ja fressen wollen. Frauchen kam wieder und dann trugen die beiden Mädels mit Hilfe eines Nachbarn mehrere große Gegenstände aus der Wohnung – still halten und Ruhe bewahren!!!! Irgendwann, nachdem Hanne gegangen war, kehrte endlich Ruhe in der Höhle ein: ENDLICH – hopp, rauf aufs Sofa und entspannen…………… ich wollte schon Anlauf nehmen, aber was für ein HORROR: mein Sofa war weg, bestimmt vom doofen Staubsauger gefressen. Frauchen saß auf einem Sessel und wollte den nicht mit mir teilen: ich musste mich auf meine Decke zu ihren Füssen legen; wie schmachvoll… Abends sind wir dann nochmals in den Garten Gassi gegangen: Treppe runter… es roch so vertraut… Gassi gehen und wieder rein in die Wohnung; aber halt: als ich auf der Treppe stand, stieg wieder dieser vertraute Geruch in meine Nase und ich gönnte mir einen Blick durch die Treppenstufen und was sah ich da???? MEIN SOFA – auseinander genommen!!! Ich schaute Frauchen vorwurfsvoll und sehr, sehr traurig an, aber sie ignorierte den Dackelblick und so musste ich traurig, vom Sofa verlassen, alleine in die leere Wohnung zurück und wieder Platz nehmen auf dem Boden zu Füssen Frauchens…

Das war aber nicht das Ende: Freitag! Ich hätte mich ja an „auf dem Boden liegen“ gewöhnt, aber dann ging es noch weiter: Frauchen fing an ein großes Ding zusammen zu bauen; das klappte aber nicht so gut, also ließ sie es erst einmal mitten im Raum liegen. Immer wenn ich darüber laufen wollte, blökte sie mir ein NEIN, RAUS hinterher… Dann kamen die Franzosen und Hanne. Die Franzosen halfen Frauchen das große Ding zusammen zu bauen; dann gingen wir spazieren und Hanne bepinselte in dieser Zeit eine unserer Wände und das stank: ich wollte überhaupt nicht mehr in die Wohnung, blieb immer im Flur stehen und Frauchen musste all ihre Überredungskunst aufwenden, um mich herein zu locken. Das große Ding entpuppe sich als Waldbild. Schön! Dann sind die Mädels nochmal los. Als sie wiederkamen rochen sie nach McDonalds; und sie haben mir nix mitgebracht, aber neuen Stoff fürs Fenster, der direkt aufgehängt wurde. Der alte Stoff wurde, nachdem Frauchen einen Höllenlärm mit einer Maschine gemacht hat, die Löcher in die Wände frisst, in unseren Speiseraum gepackt… Hauptsache er hängt nicht in meinem Saufnapf….

Immer noch nicht fertig: dann kam das Wochenende… Immer ein Highlight bei uns, dass aus Trödeln, Spaß, Gassi gehen und viel Schlafen besteht. Aber an diesem Samstag klingelte kurz vor 9 das Grauen: 4 große Pakete wurden von 2 Fremden mitten ins Wohnzimmer geschleppt; die Fremden gingen schnell wieder, die Pakete blieben. Dann fing Frauchen an mit viel Lärm diese Pakete zu öffnen und es wurde immer voller im Raum… Ratet, wo ich hin flüchtete? Richtig, ab ins Bett… Frauchen machte Musik-Lärm, sang mit und machte Arbeits-Lärm, Kisten aufreißen, zusammen schrauben, Kissen beziehen, fluchen, meckern und alles was noch zum Sofa zusammen bauen gehört. Nach 2,5 Stunden inkl. Kisten klein reißen, hörte ich das vertraute „setzen auf Sofa“-Geräusch. „Oh, wie schön ist Panama…“ Runter vom Bett und rauf auf das neue Sofa… Halt! Nein, nicht rauf, das Ding ist viiiiielll höher als das alte Sofa… Also legte ich mich freiwillig in mein Hundebett; das stand – irgendwas sein Dank – auf seinem alten Platz…

Sonntags kam wieder Hanne vorbei: dieses mal kein Lärm, nur Gassi gehen. Yippieh! Aber als wir nach Hause kamen, sprangen die beiden irren Mädels auf das neue Sofa, kloppten irgendwas in die Wand, hatten furchtbar viel Spaß und griffen dann das Waldbild, das seit dem über dem Sofa thront…

Gestern fand vorläufig das letzte Lärm – und Stressmassaker statt. Es war bis dato ein toller Tag: 3 Stunden Spaß mit Felix, Linus und Spunky am Bilstein in Beyenburg. Was war ich fertig und zu Hause wollte ich nur noch Ruhe. Noch ein kleine Runde am späten Nachmittag, Fressen, mit Frauchen auf dem neuen Sofa abhängen: ja, ich springe wie ein junger Gott auf das hohe Ding. Aber dann klingelte es… Frauchens Schwester und ihr Mann kamen. Dann find Andi an, an unserer Spüle rum zu machen. Wieder Lärm – ab ins Bett… Dann ging Frauchen in unser Kruschelszimmer und fing an in ihrem unsortierten Handwerker-Schrank rum zu kramen. Ich bin mal gucken gegangen, aber als sie anfing den Kram aus dem Schrank rauszuholen und gleichmäßig im Zimmer zu verteilen, legte ich schnell den Rückwärtsgang ein… ab aufs Bett und am liebsten Decke über den Kopf ziehen. Aber auch das größte Chaos findet ein Ende und so kehrte nach gefühlten 5 Stunden (war viel weniger) wieder Ruhe ein: Frauchen und ich kehrten auf unser Sofa zurück und genossen endlich zusammen die Ruhe…

Würde in unserer Welt auch renoviert, restauriert oder modernisiert??? Klare Antwort: NEIN, denn wir wissen schließlich worauf es im Leben ankommt: lecker Fressen, Spiel, Spaß, Freunde und abends einen gemütlichen Liegeplatz… am besten ein tolles Sofa unter Bäumen….

Wuffwuff Ruppert

Mirakel der Woche: Die Menschen von Deutsche Hunde-Liebhaber

Kennt Ihr die auch, die netten Menschen von der Organisation Deutsche Hunde-Liebhaber?

Meistens fahren sie in großen Autos herum, die sind gelb und haben eine rote Aufschrift, damit jeder gleich weiß, dass sie wieder im guten Dienst an den Hunden unterwegs sind. Bei uns kommen sie öfter mal vorbei, klar, sie könnten von uns aus noch viel häufiger kommen.

Das läuft dann immer so ab: Der Wagen kommt, wie hören schon, wie er auf der anderen Straßenseite parkt und die Autotür klappt. Dann rennen wir schon bellend an die Tür, weil wir wissen, dass wir nun Besuch bekommen. Unsere Menschen rennen auch zur Tür, machen sie auf – und schon sitzen wir vor dem freundlichen Menschen auf dem Hintern (das hat er uns so beigebracht) und stauben einen Hundekeks ab.

Wir finden toll, dass irgend jemand mit viel Liebe für Hunde so eine tolle Sache eingerichtet hat und immer mal wieder einen Menschen vorbeischickt, der uns mittags schon einen leckeren Keks mitbringt. Manchmal wundere ich mich ja darüber, meistens freue ich mich aber einfach. Schwierigkeiten habe ich noch damit, dass der Wagen manchml hällt, der Mensch uns aber wohl vergessen hat und andere Hunde füttern geht. Das finde ich ja  nicht so toll.

 

Felix liest Zeitung: DNA Tests für Hundejungs und -mädels

Felix_bloggtGerade habe ich einen interessanten Artikel in der ZEIT gefunden. Dort geht es um Hugo, den Hund von Burkhard Strassmann. In der Zeitung ist sogar ein Bild von Hugo, das sie bei der Online-Redaktion aber leider geschlabbert haben. Jedenfalls kommt Hugo von Teneriffa, sieht aus wie ein großer Yorkshire-Terrier, jedenfalls ziemlich nett – und ziemlich frech.

Naja, Herrchen hat sich dann doch mal überlebt, was denn so alles in Hugo stecken könnte, Menschen sind ja ziemlich neugierig. Haben Hunde sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, aus welchen Rassen ihre Menschen bestehen, ob sie eher Kampfmenschen sind, Hütemenschen oder Designermenschen? In welcher Generation die komische Vermischung der Rassen angefangen hat, welcher Großvater, welche Urgroßmutter Liebesbeziehungen über alle Grenzen hinweg eingegangen sind? Noch nie hat sich ein Hund darüber einen Kopf gemacht!

Aber Menschen müssen es genau wissen und so hat Hugos Herrchen gleich mal verschiedene Tests ausprobiert. Und was denkt Ihr, was dabei herausgekommen ist? Zwei Labore haben Hugo zwei völlig unterschiedliche Ahnen bescheinigt, einmal waren sehr viele große Hunde in der Ahnenreihe zu finden, beim anderen Mal ein Kampfhund und ein Windhund. Das Herrchen wird jetzt nicht wesentlich schlauer sein – fühlte sich aber immerhin gut unterhalten.

Und wer den ganzen Artikel lesen möchte: hier entlang.

Mirakel der Woche: Lebensdauer von Quietschies

Quietschies_2Nun sind ja erst einmal die Hundstage mit ihrer Affenhitze vorbei, die Pfoten schwellen gerade wieder auf Normalmaß zurück, die Zunge hängt im Körbchen nicht mehr klöngelig herum, sondern findet wieder bequem im Maul Platz und der Schwamm im Kopf hat sich auch zurückgebildet und lässt den Synapsen wieder den Raum, um ihren normalen Aufgaben nachzukommen: nämlich nachzudenken. Und da fällt mir ein Thema ein, das mir schon länger schlechte Laune bereitet: die Lebensdauer von Spielzeugen, die lustige Geräusche von sich geben und quietschen!

Kennt Ihr das auch: da haben Eure Menschen neues Spielzeug für Euch besorgt, z.B. weil Ihr Geburtstag habt, niedlich ausseht, gerne mal etwas Neues ausprobiert oder weil Euer Mensch (das ist ja der häufigste Grund) Euer altes Spielzeug in einen Baum oder ein stark fließendes Gewässer gepfeffert hat und es nun weg ist oder Ihr das Spielzeug beim Spaziergang verlegt habt und es beim besten Willen nicht wiederfindet. Und weil Euer Mensch Euch ganz besonders viel Spielspaß bereiten möchte (und seine Nerven ein bisschen trainieren), hat er gleich einen Ball oder ein anderes Objekt für Euch ausgesucht, das quietscht.

Ich mag die ja ganz besonders gerne. Da gibt es kein Halten mehr, wenn ich so ein Spielzeug habe. Dann hat auch Felix keine Chance mehr, an das quietschende Ding heranzukommen. Schön ist es übrigens auch, wenn die Nachbarkinder Spielzeuge mit ähnlichen Geräuschen haben, nicht nur, weil meine Menschen ihre Nerven dann viel länger trainieren können, sondern auch, weil ich dann so viel Spaß daran habe, mit den Nachbarkindern zu spielen…

Nun ja, wir haben also auch quietschendes Spielzeug und sind immer ganz begeistert, wenn es etwas Neues gibt. Nur leider, leider ist in die meisten quietschenden Bälle offensichtlich eine Lebensdauer eingebaut, die deutlich, aber sehr deutlich unter der einer Tagesfliege liegt. Schon beim ersten Spiel und Spaß drückt sich entweder der Qietsch-Mechanismus in den Ball herein, obwohl wir wirklich nur spielen und gar nicht darauf herumkauen – darauf achtet unser Mensch ganz autoritär – sodass wir nach der ersten halben Stunde nur noch einen ganz normalen, dafür aber völlig langweiligen Ball haben, oder – noch schöner – das eingebaute Glöckchen fällt einfach mal durch die Öffnung aus dem Ball heraus und verabschiedet sich auf Nimmerwiedersehen, übrigens auch nach höchstens einer halben Stunde.

Muss das denn so sein? Bei dem Kinderspielzeug scheint es eine wesentlich bessere Verarbeitung und längere Lebensdauer zu geben, denn aus den Nachbargärten quietscht es ohne Unterlass. Warum ist das Hundespielzeug nicht genauso haltbar? Warum zwingt die Hundespielzeugindustrie unsere Menschen dazu, immer mehr und länger arbeiten zu müssen, um uns mit neuem Qietschspielzeug erfreuen zu können? Dabei nimmt doch dann die Zeit ab, die wir mit unseren Menschen zusammen verbringen können. Und die Umwelt: ständig muss jemand in der Gegend herumfahren und neues Spielzeug besorgen. Das ist doch nicht ressourcenschonend (denkt nur an die Erderwärmung und die gerade zurückliegenden Hundstage) und kostet auch wieder Geld, das durch längere Arbeitszeiten erst verdient werden muss.

Also: Wir fordern haltbare Quietschbälle, damit wir und unsere Menschen ein gutes und zufriedenes Leben haben – auch wenn das Wirtschaftswachstum dadurch nicht so schön zunimmt. (Ihr seht: ich habe das neue Buch von Robert und Edward Skidelsky „Wie viel ist genug?“ gelesen und konnte es sofort praktisch auf mein Leben beziehen.)

 

Schöne Worte: Hundstage

IMG_4436Das ist eigentlich ein Kommentar zu Felix (Un-)Schönem Wort AFFENHITZE, aber da das wohl ein etwas längerer Kommentar wird,  mache ich eben daraus einen eigenen Beitrag:

Felix bezieht sich auf Affen; ich habe ein Wort gefunden, welches sich auf UNS Caniden bezieht: die HUNDSTAGE

Nein, die Hundstage sind keine Feiertage, an denen es Würstchen regnet; eher das Gegenteil:  als Hundstage werden in Europa die heißen Tage im Sommer, in der Zeit vom 23. Juli bis zum 23. August, bezeichnet.

Früher fiel der Begriff Hundstage in Verbindung des Aufgangs des Sirius – einem Stern im Sternbild des GROßEN HUNDES (canis major): vom Aufgang des Sternbildes Großer Hund bis zur Sichtbarkeit als Gesamteinheit vergehen 30 bis 31 Tage, woher sich deshalb die Bezeichnung Tage vom großen Hund (Hundstage) ableitet.

Es kommt noch besser: zur Zeit sind Sommerferien. In anderen Ländern huldigt man uns Hunden bzw. den Hundstagen immer noch, in dem der Ursprung des Wortes Sommerferien im lateinischen Namen dies caniculares zu finden ist: das russische Wort „kanikuly“, in Spanien „la canícula“, „período canicular“ oder „días de las canículas“.

Arabische Astronomen bezeichneten die in flirrender Sommerhitze besonders häufig erscheinenden Fata Morganen gar als den „vom Himmel tropfenden Speichel des Hundssterns“.

Mit diesem Hintergrundwissen ist die Hitze doch besser zu ertragen, oder???
Also genießt es!!!!!!
Hechel, hechel, wuff, wuff…

Mirakel II der Woche: Rudelgucken

Laut Duden – Frauchen hat nachgesehen – bedeutet Rudel folgendes:
Gruppe wild lebender Säugetiere der gleichen Art [die sich für eine bestimmte Zeit zusammengeschlossen haben]

Aber fangen wir Vorne an:
Gestern Abend haben wir eine Tüte Menschenleckerchen eingepackt und sind nochmals los. Ich wollte, wie die Hundejungs, auch meine Ruhe und aufs Sofa, aber  was tue ich nicht alles für mein Frauchen. Es regnete in Strömen und ich wunderte mich, wohin es wohl gehen würde. Es stellte sich heraus, dass Beyenburg unser Ziel war, also zu Einstein, Jens und Martina. Super, dann würde es ja zum Bachweg gehen: Pustekuchen… Wir parkten vor Steinis Haus, gleichzeitig mit einem anderen Auto, aus dem Lotta mit Elke und Georg stiegen. Eine kleine Hoffnung keimte auf, verschwand aber, als wir ins Haus hineingingen, wo schon eine Gruppe mir unbekannten Menschen standen/saßen/rumliefen. Einige hatten rote, andere gelb-schwarze Sachen an. Toll, Uniformen; auf so was stehe ich ja. Frauchen klärte mich dann auf, dass wir hier an einem Fussball-Rudelgucken teilnehmen und für die Gelb-Schwarzen sind; die Roten wären doof. Soso, Rudel… Und schon flogen Wortgefechte hin und her, die etwa solchen Inhalt hatten: Gelb an Rot „Na, Tempos dabei, um gleich die Tränen zu trocknen? Am besten die Familienpackung…“ Rot an Gelb „Euer Trainer ist doch ein Irrer. Guck mal, wie der aussieht“ … Alle mussten einen Tipp abgeben, wie das „Spiel“ wohl ausgehen würde. Frauchen tippte 3:1 für die Gelben.
Lotta, Steini und ich hielten uns aus diesem Tumult raus. Wir waren viel mehr damit beschäftigt, niedlich auszusehen, um Menschenleckerchen abzustauben, was bei mir von Frauchen unterbunden wurde, in dem ich in den Leinenknast kam… Spielverderberin!
Dann fing das „Spiel“ an und wer jetzt noch von Rudel spricht, hat die Bedeutung missverstanden:
fiel ein roter Spieler hin, wurde er sofort von den gelben Zuschauern als Simulant beschimpft; ok, die hatten ja recht…. War irgendwas mit einem gelben Spieler und der blaue Mann (Frauchen sagte Schiedsrichter) zeigte dem roten Spieler eine bunte Karte, wurde nicht nur der gelbe Spieler beschimpft, sondern auch der blaue Mann als gekaufte, unwissende Niete beschimpft, was von uns Hunden mit leichtem Murren kommentiert wurde.

Dann schafften es die Roten den Ball in das Tor der Gelben zu schieben, was zu frenetischem Lärm unter unseren rotbemantelten Menschen führte. Das reichte uns Hunden und Lotta, Steini und ich legten los… Schade, dass ich im Leinenknast saß… Die freuten sich doch tatsächlich für die Roten; wir Pfotenkinder fanden das gar nicht lustig. Kurz darauf wurde ein Gelber (Frauchen nennt das) gefoult und der blaue Mann zeigte auf einen weißen Punkt im Rasen. Unsere Roten regten sich furchtbar auf, denn ein Gelber bugsierte nun den Ball in das Tor der Roten. Frauchen und alle Menschen, die für die Gelben waren, freuten sich ganz dolle; wir Pfotenkinder auch, nach dem Motto:
freut sich der Mensch, freut sich der Hund…
Da das Genöle aus der roten Ecke anhielt, hielt ich die rote Ecke fest im Blick und gab ihnen mit „bissigen“ Kommentaren zu verstehen, damit aufzuhören. Leider haben die Roten auf dem Spielfeld es nochmal geschafft, den Ball ins gelbe Tor zu schießen. Oh, was war unsere rote Ecke laut: ich auch, aber nicht im positiven Sinne. Kurz darauf wurde es noch lauter, als der blaue Mann in seine Pfeife blies: die roten Spieler hatten wohl gewonnen, was die roten Menschen bei uns in völlige Ekstase brachte und mich in Wut, denn ich konnte die Hysteriker nicht schurigeln; das tat aber Lotta: sie bellte und sprang die tobenden Roten an. Leider hat es nichts genutzt. Frauchen wurde angeblökt „Na, jetzt sagst und lachst du nicht mehr?“, woraufhin Frauchen noch mehr lachte und feststellte, dass sie Fortuna Düsseldorf-Fan sei, die bekanntlich abgestiegen sind und ihr daher furchtbar egal ist, was da auf dem Rasen passiert ist. Ich habe mitgelacht: Ha ha, doofer Roter-Fan!!……

Kommen wir nun zurück zur Überschrift dieses Artikels: Rudelgucken
Das hatte ich mir anders vorgestellt: viel harmonischer, halt wie im Rudel… Ok, gab es halt 2 Rudel, wobei wir Pfotenkinder mit den gelben Fans das größere, das lautere und das lustigere Rudel gebildet haben.
Komisch, die Menschen….

Wuff Wuff, euer Ruppert