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Die Übernahme unserer Liegeplätze durch eine fremde Spezies

IMG_5064Wir sind ja wirklich sehr verträglich allen anderen Lebewesen gegenüber. Im Wald, so haben wir in kleinen Vorträgen gelernt, lassen wir Rehe und Hasen in Ruhe, denn die wohnen dort und wir wollen ja auch nicht, wenn wir uns ausruhen und erholen, gestört werden. Zwar muss ich immer ziemlich laut bellen, hoffe aber, dass das die Waldbewohner nicht besonders stört.

Auch in unserer Wohngemeinschaft sind wir ziemlich tolernat. Wir wohnen ja nicht nur mit Menschen zusammen – und die bekommen auch noch immer wieder Besuch von fremden Menschen, die wir dann aber bald gut kennen -, sondern, und das ist eine echte interkulturelle Herausforderung, auch mit KATZEN. Und da stimmt ja bei der Kommunikation nichts mehr. Angeblich haben sie beste Laune, wenn sie mit senkrecht aufgestelltem Schwanz in der Gegend herumlaufen. Wenn der Schwanz lustig in der Gegend herumpeitscht, haben sie angeblich schlechte Laune und man soll ihnen dann nicht zu nahe kommen.

Mit dem Nahkommen ist es ja sowieso so eine Sache. Ich zum Beispiel bin ja ein äußerst höflicher Hund  und begrüße morgens alle durch lustiges Bellen und verabschiede selbstverständlich abends auch alle durch ausgiebiges Kopfschnuppern. Und dann liegt diese Pauline im Sessel – wo gibt es eigentlich so etwas, dass eine einzige kleine schwarze Katze einen ganzen Sessel für sich beansprucht? -, ich will ihr am Kopf schnuppern, um ihr eine Gute Nacht zu wünschen, und sie macht endweder die Augen zu und duckt den Kopf weg oder aber sie macht merkwürdig komische Geräusche, die ich nicht richtig einordnen kann, die mich aber erst einmal auf Abstand halten.

Naja, und dann komme ich gestern ins Wohnzimmer und will mich nach dem anstrengenden Spaziergang und dem leckeren Abendessen in mein Körbchen legen und sehe dieses hier:

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Das ist doch wohl die Höhe, oder? Wir benehmen uns im Wald vorbildlich und nun übernimmt zu Hause diese komische fremde Spezies auch noch unsere Körbchen! Dabei haben sie eigene, viel kleinere, in die passen wir nicht! Sollen die doch dadrin liegen, nicht auch noch auf unserem Kissen. Und hinterher riecht alles nach Katze. Furchtbar! Das ist übrigens Oscar, der immer draußen herumläuft und mittlerweile wohl überhaupt keinen respekt mehr hat vor Hunden. Liegt der da stundenlang und schläft in aller Seelenruhe. Was soll hund dazu sagen?

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Große „Hunde“ in unserem Teich

Ja das war gestern eine Überraschung:

Frauchen entschloss sich bei dem heißen Wetter einen Badeausflug nach Fichthorn im Felderbachtal zu unternehmen. Yiepppie, Badehose habe ich ja immer an, also los ins heiße Auto und ab ins Felderbachtal… Die Klimaanlage hatte gut zu kämpfen; gut dass ich immer einen Pott Wasser im Auto habe, so ließ es sich aushalten. Angekommen, riss Frauchen die Türen auf und zeigte Richtung Teich: „Und los….“

Zuerst musste ich ja wichtige Geschäfte erledigen, aber dann gab ich Gas; ich wollte Abkühlung. Man hörte schon glückliches Hundegebell; also wurde ich noch schneller. Als ich am Teich ankam, stockte mir der Atem: da plantschten riesig große Hunde im unserem Teich… Ach ne, das waren Pferde und die hatten richtig Spaß samt Reiterinnen ins Kühle Nass zu gehen und zu schwimmen…

Ein wenig Platz haben sie mir zum Schwimmen gelassen und so kam ich auch noch zu meinem kühlen Vergnügen.

Gastbeitrag auf Literaturblog

Ich bin von einer Literaturbloggerin gebeten worden, einen Gastbeitrag für ihren Blog zu schreiben. Hund, war ich geschmeichelt. Sie meinte, ich könnte das Buch viel besser besprechen, weil ich doch der Experte bei Hundethemen sei. Stimmt ja auch eigentlich. Also habe ich mich in mein Körbchen gelegt und mich durch das Buch gearbeitet (auf dem Bild unten bin ich doch schon ganz schön müde geworden vom Lesen). Ein Sachbuch ist es, eigentlich sogar ein Lexikon mit vielen alphabetisch sortierten Einträgen. Da der Autor, auch ein Hund mit Namen Othello, aber sehr kundig über die wichtigen Themen geschrieben hat, ließ es sich sehr gut lesen. Da hat mir das Schreiben der Besprechung schon deutlich mehr Mühe gemacht. Schweißperlen hatte ich zum Teil auf der Zunde, hechelnd saß ich vor der Tastatur. Aber nun bin ich doch einigermaßen stolz, denn seit gestern ist mein Artikel online. Den Beitrag findet Ihr hier. Ganz viel Spaß beim Lesen!

Co-Pilot Rupi im Schnöselcar

Juhu, heute haben wir es endlich getan:

da die Wetterfrösche für heute Nachmittag gutes Wetter angesagt haben, hat Frauchen beschlossen, nicht nur mich zu lüften, sondern auch unser Schnöselcar. Nachdem heute Vormittag Spaß für Hundejungs angesagt war, gab es nachmittags Spaß nur für Frauchen und mich: das Schnöselcar sprang zwar nicht direkt an, aber nach ein paar mal orgeln, was mich sehr aufgeregt machte, sprang Fiffi mit satten Gebrumme an. Frauchen sammelte alle Schnöselcar-Utensilien inkl.meiner Schnöselbrille ein, ließ mich einsteigen, setzte mir die Brille auf und parkte aus; Zawie mußte disen Augenblick fotografisch festhalten:
Frauchen stellte fest: ich bin ein toller Co-Pilot, der es liebt, seine Ohren im Wind fliegen zu lassen und sich bequem – den Kopf rückwärts auf der Rückenlehne ausgerichtet – auf dem Sitz zu platzieren. Viele Mensch haben sich an meinem coolen Aussehen erfreut.

Nächste Woche machen wir das wieder, gell Frauchen???

Felix´ fantastischer Sprung

Jetzt hat Petra den Link zur Filmbearbeitung geschickt und ich musste mich mit dem neuen Programm auseinandersetzen, um das kleine Filmchen mit viel weniger Bits abzuspeichern. Das ist für einen Hund, selbst für so einen schlauen wie mich, doch immer wieder eine ziemliche Herausforderung. Vor lauter Aufregung über die vielen Arbeitsschritte muss ich nicht nur furchtbar hecheln, habe nicht nur Schweißfüße (die habe ich zum ersten Mal bei Linus gesehen, als der beim Arzt war und überall auf dem Behandlungstisch nasse Fußspuren hinterlassen hat), sondern auch noch Schweißperlen auf der Stirn stehen. Nun bin ich aber mal gespannt, ob das mit dem Hochladen klappt. Und wundert Euch nicht: Das längste an dem Film ist Claudias Weg in die richtige Position, ich bin ja wesentlich schneller beim Sprung zum Ball.

P1000455 (als ogv)

Felix´Sprung (als m4v)

 

Mit Frühjahrsfrisur den Igelball finden

Montag ist so viel passiert, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll zu erzählen…

Morgens war erst einmal ein Friseur-Termin. Mag ich ja nicht, eine Stunde lang still stehen zu müssen. Aber schaut mal selbst:

Wenn ich den Friseur überstanden habe, bin ich zwar auch ein bisschen kaputt, freue mich aber so über das luftige Gefühl überall, dass ich erst einmal einen ausführlichen Waldspaziergang machen muss. An welche Körperteile endlich wieder Luft und Licht kommen – ich will es lieber gar nicht im Detail vertiefen.

Und beim Frühjahreswaldspaziergang – bei den Temeperaturen ist es wirklich gut, dass die Mähne ab war – habe ich mich dann auch gleich mal ganz furchtbar nützlich gemacht. Wir sind nämlich zu der Stelle im Wald gegangen, wo Linus in der letzten Woche seinen Igelball verbuddelt und wir alle, Hunde und Menschen, ihn nicht mehr wiedergefunden haben. Mein Mensch fing nun an, mit einem Stock das alter Laub an den Buddelstellen umzuschichten, um den Ball so zu finden. Zuerst habe ich mich gewundert, was sie denn da wohl macht – das Spiel kannte ich noch gar nicht – aber dann kam mein Befehl „Such den Igel vom Linus“, ich habe sie kurz angeschaut, weil wir doch gar keinen Igel dabei hatten, aber dann habe ich kapiert und mitgesucht. Und was soll ich sagen: meine Nasensuchmethode ist doch besser als das mühsame Umschichten von Laub! Ich habe ihn gefunden, den vergrabenen Igel!!! Und mein Mensch hat gesucht und gesucht und irgendwann ganz enttäuscht zu mir gesagt: „Na, den Igel finden wir jetzt auch nicht mehr.“ Und dann schaute sie zu mir in meine erwartungsvollen Augen, schaute auf den Boden, sah den Igel und … Ihr könnt Euch gar niocht vorstellen, wie viel Lob ich abbekommen habe! So toll!

Ich finde, Petra und ich, wir Wiederfinder aller verbummelten Igel, sollten eine Extraauszeichnung bekommen. Vielleicht ein großes Eis – Petra eins aus Spaghetti, ich eins aus Vanille – das wäre doch mal eine tolle Idee. Und der Eismann hat ja auch schon geöffnet, wie mir berichtet wurde.

Jedenfalls durfte ich am Montag noch ein bisschen mit dem Igel spielen – Linus ist seinen Buddeleien nachgegangen. Und Zugvögel haben wir auch noch beobachtet:

Und abends gab es auch noch einen Putenhals. Was für ein Tag!!!

Und wieder ein Igel-Verlust…

Frauchen war heute nicht gut drauf: sie hat zwar mit Mimis Frauchen Hanne viel gelacht, aber beide wirkten echt platt. Dementsprechend schlapp fielen auch die Igel-Würfe aus. Ich habe versucht, sie zu motivieren, in dem ich sie karäfig anbellte; nichts half…
Dann kamen wir zu den beiden gegenüberliegenden Kuhwiesen auf dem Rentnerweg. Dort ist es Gesetz, dass ich 50m vorher stehenbleibe, Frauchen wirft dann verdeckt den Igel, damit ich schlauer Hund beim Suchen so richig angeben kann…
Hanne frotzele noch rum, als Petra loslegte: mit aufkeimendem Mumm in den Knochen schleuderte sie den Igel….. weit nach oben…. direkt in den Baum.
Ich war schockiert und suchte verzweifelt (auch nach oben), aber einen Ball aus 4m Höhe zu apportieren ist selbst für einen tollen Hund wie mich, sehr schwierig bis unmöglich. Hanne lachte sich noch mehr kaputt, als Frauchen versuchte, den Ball mit einem Stock zu retten: der Stock blieb 2m über dem Igel im Baum hängen.
Wir setzen daraufhin unsere Runde fort. Frauchen gab mir einen glitschigen Holzklotz zum Spielen, mit dem sie kurz vorher nochmal versuchte die Igel-Rettung anzukurbeln: er flitsche ihr aus der Hand und landete auf der Kuhwiese…
Die weitere Runde lachten die beiden Menschen nur noch. Dann fanden sie einen abgesägten langen Ast und schleppten ihn mit, was in mir den Ehrgeiz erweckte, den Ast zu bekommen: hüpf, bell, hüpf, schnapp, hüpf, schnapp, bell, hüpf… Die arme Mia wurde schon ganz kolone im Kopf und bellte mit mir zusammen Petra an. Dann erreichten wir wieder unseren Baum. in dem der orange Igel leuchtete und Petra fuchtelte mit ihrem langen Ast (ca. 3,5 m) in den zu erreichenden Ästen des Igel-Baumes herum. Ich wollte ja helfen, aber sie ließ mich nicht… Deswegen hat es auch nicht geklappt. Und dann versuchte sie, auf Hannes Vorschlag hin – den Ast zu werfen: schon mal ne Bleiente schwimmen sehen? So in etwa sah der Versuch aus, den Ast so hoch zu werfen… Völlige Pleite; hätte sie mich doch mal machen lassen….
Nun die Bitte an die Hundekumpels und deren Menschen: wenn ihr in den nächsten Tagen auf dem Rentnerweg unterwegs seid, versucht euch doch auch mal an der Rettung des armen Igels…..

Das Mirakel der Woche: Eine Einführung

Wenn Ihr mich da in meinem Lieblingssessel liegen seht, könnt Ihr Euch sicher nicht vorstellen, dass ich draußen im Wald auch den Spitznamen „Eilige Pfote“ habe. Ist aber so. Draußen, beim Spaziergang, habe ich es wirklich immer eilig. Es gibt da so viele Gerüche zu erkunden – ich habe schon ganze mitteleuropäische Regionen in Geruchslandkarten erfasst und kann  mich auch noch Jahre später erinnern, wo der schönste Komposthaufen ist. Außerdem kann ich im Wald Mäuselöcher überprüfen, Fährten von Hasen, Rehen und anderen Hunden entdecken und das größte überhaupt ist es zu buddeln, am allerliebsten in den Hügeln von frisch aufgeworfenen Maulwurfshügeln. Übrigens ist das ganzjährige Buddeln ein prima Training fürs sommerliche Schwimmen: wie ich buddel, so schwimme ich nämlich auch: ziemlich schnell.

Den Rest des Tages verbringe ich aber tatsächlich am liebsten auf meinem Schwingsessel, so wie Ihr es auf dem Foto sehen könnt. Und beim Dösen im Schwingsessel kommt es häufig vor, dass ich über die ungewöhnlichen Dinge im Leben eines Hundes sinniere. Da denke ich dann so darüber nach, was Menschen wohl an diesen komischen fauchenden Geräten in der Küche finden, die übel riechende Getränke absondern, warum man tagelang im Auto fahren muss, wie es sein kann, dass man aus kleinen Objekten, die nicht zum Apportieren und Suchen geeignet sind, Stimmen hören kann usw usw. Darüber möchte ich gerne in Zukunft im Blog etwas schreiben. Vielleicht findet auch das ein oder andere Mirakel.

Übrigens: ich mag es gar nicht, wenn ich beim Sinnieren gestört werde, auch nicht von Fotoapparaten, die ein so grelles Licht verbreiten, dass sie mich blenden. Das ist doch keine Art, da verwehre ich mich energisch gegen!