Wir haben ein Paten-„kind“

Ach, was war das für ein aufregender Tag…
Zuerst haben Frauchen und ich richtig lange geschlafen: es war schon nach 7, als wir beide aus dem Bett gefallen sind. Frauchen sah leidend aus, denn sie hatte böses Kopfweh. Nach einer großen Tasse Kaffee ging es schon ein wenig besser. Gassirunde und einmal tief Luft holen bei Eggermanns – mein Rohfutterlieferant – braachten dann die Gesichtsfarbe wieder zurück. Leider regnete es die ganze Zeit. Wo ist der blaue Himmel der lezten Tage geblieben?
Frauchen schrubbte in der Wohnung rum, ich lag entspannt auf meinem Sofa und koordinierte alles. Macht Spaß…
Und dann stand sie vor mir und frage mich: Machen wir eine Reise in die Vergangenheit? Da das Wetter doof war und ich nichts anderes vor hatte, sagte ich Schwanzwedelnd zu.
Ab ins Auto und los ging es. Zuerst dachte ich, dass wir auf den Rentnerweg fahren und fing schon mal an zu fiepen; dann dachte ich, dass es Hattingen wird und fing an zu bellen. Als wir überall vorbeifuhren ujnd nicht abbogen, bekam ich ??? in meine Augen…. Es regnete immer fieser, aber Frauchen hatte wohl ein festes Ziel und fuhr ohne Kommentar weiter.
Dann kamen wir an einer Tankstelle und einer Sparkassenbude vorbei und mir dämmerte es: an der Bude hat Frauchen damals meine Kaution abgeholt, um mich auszulösen. Wir fuhren zum Tierheim Velbert.
Nimm mich wieder mit, nimm mich wieder mit…. Nein, solche Gedanken muss ich mir nicht machen….
Wir parkten direkt am Gassiwäldchen und ich durfte mir erst einmal die neuen Insassen erschnüffeln. Und dann sind wir hinten durch Tor in den Tierheimhof gegangen.
Wir wurden direkt von Axena, Kangalhündin im Auslauf, angebrüllt: Ich kenne euch nicht. Was macht ihr hier? Ich blieb total cool: die Kangalhündinnnen Mona&Lisa waren ja damals meine besten Freundinnen im Tierheim. Was wohl aus ihnen geworden ist? Frauchen steuerte auf einen Zaun zu und fragte dann: Weißt du was das ist? Nö, wußte ich nicht und sie mußte mich aufklären. Das ist dein alter Zwinger, in dem du hier gewohnt hast. Oh ja, jetzt erinnere ich mich. Neben mir wohnte ein großer netter Staff. Der sprang aus dem Stand an die Decke. Die Zwinger waren ok und man konnte auch nach draußen in den Freilauf, der zu jedem Zwinger gehörte. Eigentlich hatte jeder Auslauf vor der eigentlichen Aussentür eine Klapptür, die vor Zug schützen sollte. Ich fand habe dieses Ding doof und hatte in Null-Komma-Nix einen Durchgang reingeknabbert. War halt immer schon ein „Maulwerker“…

Und dann habe ich ihn endlich kennengelernt: HARPO

Harpo
Der ist nett

Was für ein netter Hund. Wir haben kräftig genäselt und fanden uns auf Anhieb sehr sympatisch. Frauchen hat dann was Tolles gemacht:
da wir ihn nicht mitnehmen  konnten, haben wir eine Patenschaft für Harpo übernommen.
Ich hoffe, dass die Menschen im Tierheim uns über alles, was Harpo betrifft, auf dem Laufenden halten. Und wenn wir dürfen, werden wir mal mit ihm spazieren gehen. Trotz allem drücken wir unserem Patenhund die Daumen und Pfoten, dass er noch ein tolles Zuhause findet; so wie ich….

2 Gedanken zu „Wir haben ein Paten-„kind““

  1. Harpo sieht aber wirklich nett aus. Kann er auch „Movie-Star“ singen? Er tut mir ja schon ein bisschen leid: Ich kann mich nämlich noch gut erinnern, wie verunsichernd es war, aus der gewohnten Umgebung heraus zu kommen und die eigene Familie, auch wenn da nicht immer alles so toll war, herauszukommen und dann in so einem Zwinger zu sitzen. Vielleicht können wir Harpo ja auch mal kennenlernen, was meinst Du?

  2. Das ist eine tolle Idee, aber zuerst muss Frauchen mit dem Tierheim regeln, ob das in Ordnung ist; die sind da streng. Und du mußt bedenken, dass Harpo nicht so fit ist: dem tun in seinen jungen Jahren die Beine und Knochen mehr weh, als mir.
    Wir sagen Bescheid, wenn wir mehr wissen…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.