Ein Blindenhund für eine (noch nicht ganz) blinde Hündin

Meine Freundin Mia hat Diabetes. Sie hat letztes Jahr soooo viel abgenommen, dass viele Menschen Mias Frauchen Hanne ansprechen, ob sie einen neuen Hund hat. Eine zeitlang ging es ihr überhaupt nicht gut, aber dank Insulin läuft sie wieder prima mit mir den Rentnerweg entlang.

Eigentlich langweilig immer den selben Weg zu laufen, für Mimi aber wichtig, da sie durch die doofe Krankheit auch immer schlechter sehen kann. Aber die Frauchen Hanne und Petra haben sich was tolles einfallen lassen (bzw. haben sie im Internet gefunden):

Glöckchen!!!!!
Sie bekommen kleine Glöckchen angeheftet und ich werde nachher einmal eine Bärenglocke ausprobieren. Die bekomme ich ans Geschirr gehängt, damit Mimi hört, wo ich gerade herumschnüffele. Dann kann meine gute Freundin sich nach dem Geräusch orientieren und findet mich. Wenn ich keinen Bock mehr auf das Gebimmel habe, kann Petra die Glocke auch „ausschalten“.

Ich werde euch heute abend berichtern, wie wir alle mit dem Almauftrieb zurecht gekommen sind. Drückt mal alle Pfoten, dass es klappt!

So nun liege ich gut gelüftet und vollgefressen auf dem Sofa und diktiere:

Der Spaziergang war echt lutig: Hanne und ich klingelten um die Wette, aber meine Glocke ist viiiiiiieeeeeel besser (soll ja auch Bären vertreiben…). Mimi hat sich gut an uns beiden orientiert, obwohl Hanne mit ihren Leckerchen natürlich interessanter ist als ich. Die Glocke wird also Pflichtprogramm für gemeinsame Spaziergänge: muh muh muh…

War ich nicht gut als Leitkuh?
Leitkuh Ruppert

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