Statt Chanel No 5 lieber Antonella Nr. 8756

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Wir haben ja zuhause manchmal ganz unterschiedliche Auffassungen darüber, was gut riecht. Jetzt ist es nicht so, dass unsere Menschen so wirklich auf diese chemischen Düfte stehen, die an manchen Orten für viel Geld verkauft werden und mit für uns Hunde völlig unverständlichen Worten ungefähr so beschrieben werden:

Die Kopfnote wird geruchlich vom strahlend-frischen, leicht metallisch-wachsig-rauchigen Aldehyd-Komplex C-10/C-11/C-12 (1:1:1, 0,6 %) dominiert, mit seinen typischen Anklängen an wachsige Rosenblätter und Orangenschalen. Die hespridisch-zitrusartigen Facetten werden durch Bergamottöl, Linalool und Petitgrainöl aufgenommen und unterstrichen. Die Herznote wird von dem klassischen »Quelques Fleurs« Blumenbouquet gebildet, das von den Dufteckpfeilern Jasmin, Rose, Maiglöckchen (Hydroxycitronellal), Iris-Butter und Ylang-Ylang-Öl aufgespannt wird.  (Quelle: wikipedia)

Und in der Werbesprache hört es sich dann auch noch so an: „Ein zeitloser Klassiker von einzigartiger Eleganz und Symbol für die Verführungskraft der modernen Frau. Das blumig-aldehydige Bouquet abstrakter Blüten ist von unbeschreiblicher Weiblichkeit.“ (Werbetext zu Chanel Nr. 5)

So einen Quatsch brauchen wir natürlich überhaupt nicht und nette Hündinnen auch nicht. Das möchte ich jetzt aber hier nicht vertiefen, vielleicht lesen ja Kinder mit.

Blumig finden wir ja auch ganz gut. So zum Beispiel:

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Noch schöner ist es aber, wenn Antonella über die Wiese gestiefelt ist und dies hier hinterlassen hat:

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Köstlich. Darin wälzen ist einfach göttlich. Am ganzen Körper mit diesem Geruch versehen zu sein, ist wirklich das höchste der Gefühle.Über die besonderen Kopf- und Herznoten dieses einmaligen Duftes kann ich jetzt so wissenschaftlich nichts Genaues sagen, ja, vielleicht lässt sich das ein oder andere gefressene Alpneveilchen wiederriechen, auf jeden Fall das würzige Gras, der üppig-kräftige Butterblumenduft, die Öle der zahlreichen alpinen Heilpflanzen, die bergkristalinen Wasserdüfte und die gute Alpenluft.  Die Gesamtkomposition ist einfach – im wahrsten Sinne des Wortes -: unbeschreiblich.

Aber – es ist nicht familienverträglich. Ihr glaubt gar nicht, was dann los ist, wenn wir uns, meistens im Frühjahr, wenn noch keiner so richtig aufpasst, ausgiebig in Antonellas Hinterlassenschaft gewälzt haben. Ein Gebrüll und Geschrei, Drohungen von Tierheim, Aussetzen, Zwinger im Garten sind zu hören und dann müssen wir stundenlang duschen (grrrrauenhaft).

Deshalb sind wir ja schon ganz vorsichtig geworden und suchen  nur noch familienverträgliche Kuhfladen. Das sind die, die schon gut ausgetrocknet sind und nur noch so eine Spur des irsprünglichen Duftes an unser Fell abgeben.

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Das ist immer noch eine Wonne – und wir bekommen keinen Ärger. Im Gegenteil: den abgetrockneten Antonella Geruch, den mögen auch unsere Menschen sehr.

Und nein, das ist nicht, was Ihr denkt. Hier habe ich nur in altem Laub und alten Nadeln geschnuffelt:

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Ein Gedanke zu „Statt Chanel No 5 lieber Antonella Nr. 8756“

  1. Hallo Felix,
    ich persönlich bevorzuge ja KLOAKE 0815.
    Da kann ich dann ganz eintauchen und alles duftet dann an mir himmlisch brackig und müffelig. Ich will Frauchen auch von KLOAKE 0815 überzeugen und schubbel mich – frisch einparfümiert – in ihrem frisch bezogenen Bett, auf dem Sofa oder einfach nur auf dem Teppich. Mmmmmmmhhhhh! Die Wohnung duftet tagelang nach der Herrlichkeit der natürlichen Frische.
    Gott sei Dank, dass es so viele Varianten dieses köstlichen Duftes gibt: Flüsse, Bäche, Pfützen, stehendes Wasser auf Weiden, …. toll…
    Ich kann KLOAKE 0815 nur weiterempfehlen, gell Frauchen???
    WuffWuff – der wohlduftende Rupi

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