Cachen für Anfenker

Ihr fragt euch was chachen ist? Habe ich auch ganz lange gemacht. Die einfachste Erläuterung ist: Fährtensuche für Menschen.
Es gibt diese Suche in veschiedenen Schwierigkeitsstufen. Die, die ich bisher mitgelaufen bin, sind:
1. direkte Koordinaten „erpirschen“
2. eine Rundreise von Beute zu Beute, wobei die Menschen keine Beute auslassen dürfen, da immer im Vorgänger Hinweise auf den Nachfolger zu finden sind…
Gestern wollten wir eine Rundreise machen. Dazu hatte Jens uns die „Koordinaten“ des Treffpunktes geschickt. Frauchen hat die Daten an ihre Tusnelda weitergegeben und die hat uns irgendwohin geführt, wo man aber das grüne Spielmobil nicht gut parken konnte; also ist Frauchen auf den Herzklinik-Parkplatz gefahren: sicher ist sicher… Nach und nach trudelten die anderen auch ein, außer Linus, Felix und Claudia. Frauchen hat noch versucht, sie zu telefonisch zu erwischen, aber es hat leider nicht geklappt. Die 3 sind bei anderen Koordinaten gelandet (haben aber auch – ohne uns? – eine schöne Runde gedreht; geht das überhaupt??)

Spunky unf Lotta haben sich ja hier zum ersten Mal gesehen/berochen: alles super. Wenn man die beiden nebeneinander sieht, ist die Frage „sind die verwandt?“ schon eher erlaubt, als bei uns Hundejungs…

Und dann nahm das Drama seinen Lauf: schon den Einstiegshinweis haben die 2-Beiner nicht so richtig hinbekommen. Es hat gefühlte Stunden gedauert, bis der 1.Hinweis gefunden wurde. Und dann mußte der auch noch dechiffriert werden: oh Menschen, was seid ihr kompliziert. Wir Hundekinder wollten einfach nur laufen und rennen und Spaß haben – hatte wir auch, denn wir mußten die doofen Hinweis nicht übersetzen: 3 eingefleischte Chacher und 3 „Chache-Touristen“ haben es NICHT bzw. falsch hinbekommen und so endete die Suche nach „Rosa Roth 1A“ im „Wir gehen jetzt einfach NUR spazieren“, was uns Hundekindern nur recht war.

Wie sagt Claudia immer? Was für schöne Schlöngelwege wir gelaufen sind. Lotta und Spunky haben zwischendurch immer mal wieder Renn-Flashs bekommen. Ich Rentner habe die Jugend rennen lassen und habe mich dem Visitenkarten verteilen gewidmet. Zwischendurch hat Frauchen immer mal wieder – sie wird halt auch älter – Sachen verloren, die Lotta und Spunky angezeigt haben und ich habe sie ihr wieder zurückgebracht und in die Hand gelegt (ich bin ja sooo toll!!!!) Wir 3 sind dafür sehr gelobt worden und Spunky hat zum Schluß angefangen, auch das verlorene Röhrchen ins Mauli zu nehmen; Lotta hat zumindestens gepfötelt, aber das wird noch – mein Frauchen hat elendige Geduld mit uns Hundekindern.

Wo wir aber auch hergelaufen sind: eigenlich war es nur ein Waldarbeiterweg mit tiefen Matsch- unsd Schlammspuren; deswegen mussten wird dann in den Wald ausweichen, was für uns Hundekinder ein Erlebnis war: Lotta mußte zwischendurch immer wieder aus dem „Waldnexus“ – Rehe, Hasen, jagen, laufen, Spaß haben… – in den Gruppenmodus zurückgeholt werden; hat sie super gemacht. Und dann kam die Krönung: der Weg war zu Ende!!!  Einfach so!!! Also mußten wir eine steile Böschung herunterkrakzeln, um untern auf der Straße zu landen, die uns aber nach ein paar Metern wieder auf die Zufahrtsstrasse zur Herzklinik brachte… Als wir da so die Strasse heraufwanderten, kamen die menschen wieder auf das eigentliche Thema Chachen zurück: evtl. hätten wir ja von Anfang an die Straße nehmen sollen. Wieviel Meter sollten zwischen dem 1. und dem 2. Hinweis sein? Wieviel Meter sind wir JETZT vom 1. Hinweis weg? Und schon fingen die Mesnche wiedr an hektisch zu suchen und ….. fanden auch den 2. Hinweis. Der Jubel war groß und die Zuversicht, dass sie die Runde nun doch noch beenden können, wuchs… Nur zur Info: wir waren bisher schon gute 2 Stunden unterwegs…  Kurzum: die Menschen haben sich – müde, wie sie waren – so duselig angestellt und haben den 3. Hinweis nicht gefunden. Als es dann auch noch anfing zu hageln, wurde 1-stimmig beschlossen, nur noch zu den Autos zurück zu wandern und dann zu spunky nach Hause zu fahren. Auf den letzten Höhenmetern wurde Frauchen auch immer müder und verlor andauernd Sachen, die wir Hundekinder aber alle wiedergefunden haben.

Wir haben dann noch einen netten Nachmittag bei Spunky verbracht, obwohl ich lieber zu Hause auf meinem Sofa gelegen hätte. Ich bin halt ein alter Herr und brauche meinen Mittagsschlaf. Wir sind dann später noch einmal zusammen auf eine Beyenburger Kuhwiese spielen gegangen und konnten nach dem langen Liegen die Knochen lockern. Aber dann ging es endlich heim….

Nun liege ich auf meinen Sofa, bin total erledigt, schaffe es kaum noch die Augen auf zu halten, habe gerade eine SMS von Lotta erhalten, der es ähnlich geht und wünsche euch allen nach diesem anstrengenden aber tollen Tag eine gute Nacht…. schnaaarrrcchchchhh…

3 Gedanken zu „Cachen für Anfenker“

  1. Der Sonntag war sooo nett! Sonntagabend war ich platt und den Montag habe ich auch noch ordentlich relaxed, aber jetzt … ich könnte schon wieder los.
    Freue mich auf unser Wiedersehen.
    Liebe Grüße aus Dortmund,
    Eure Lotta

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