Ereignisreicher Sonntag für die Hundejungs

Heute – Sonntag, den 01.09.2013 – haben unsere Frauchen uns echt gefordert. Um 9.30 Uhr haben wir die Hundejungs und Claudia abgeholt, um auf die Düsseldorfer Rennbahn zu fahren, denn da fand heute der DOG EVENT DÜSSELDORF statt. Ich bin ja schon einiges gewöhnt, da ich Frauchen ja immer begleite, aber wie würden sich Felix und Linus verhalten? Jede Menge fremde Hunde… Claudia war ein wenig skeptisch, aber mein Frauchen war sehr gelassen: das Aufregen wird schnell langweilig; kennt sie von mir.

So stiegen wir aus dem Auto aus und schon bekamen wir gaaaaaanz viel Hunde zu sehen, riechen. Felix startete direkt durch und blökte rum, Linus – ich kann mich gar nicht mehr erinnern, ihn gehört zu haben… Claudia hielt uns 3 Buben fest, Frauchen organisierte die Karten. Da noch kein Einlass war und um uns herum auch viele andere Hunde blökten, pöbelten, sich unterhielten, machten wir noch eine Gassirunde, die von den Hundejungs gerne angenommen wurde. Für Claudia war es sehr beruhigend zu sehen und zu hören, dass ganz viele andere Hunde auch sehr laut und geschwätzig sind. Dann kam die Durchsage, dass endlich die Türen geöffnet wurden: ab durchs Tor und rein ins Vergnügen: Kaufrausch pur und was da alles feil geboten wird. Frauchen fand Gott sei Dank auch „Brauchbares“: meine Lieblingsleckerchen von Panys und Schuhe (für sie), damit im Herbst und Winter kräftig marschiert werden kann. Hat Claudia etwas gekauft??? Ich glaube nicht. Claudia genoss es, dass die  Hundebuben sich SUPER benahmen: wir saßen in der Sonne auf der Rennbahnwiese und schauten uns die Vorführungen an. Überall Hunde um uns herum; einige wurden von Felix angeknurrt, der hörte aber auch ganz schnell wieder auf. Hinter uns waren Verkaufsbuden, die auch Quietschespielzeug anboten, was von den doofen Menschen auch unbedingt ausprobieren mussten; da flippte Linus ein wenig aus (siehe seinen etwas früheren Beitrag) Aber alles in Allem saßen wir sehr lange friedlich da und genossen den Trubel.

Die erste Vorstellung bot der Polzeisportverein mit Agility. War das ein blöder Mensch, der da seiner Meinung nach tolle schlaue Sachen von sich gab. Auf die Frage, ob das den auch alte Hunde machen können, erzählt der von seinem 6 jährigen Border, der nun in der Seniorentruppe startet, denn da würden die Hürden niedriger hängen. Außerdem müsste man ja mit alten Hunden ab 6 Jahren lauter sprechen, da die ja nicht mehr so gut hören würden….. Ich bin über 12, springe noch über Frauchen (s. vorherigen Beitrag) und höre alles, was ich hören will; sogar manchmal das Gras wachsen. Wat fürn Blödmann!!!!!

Neben der Agilityfläche fand schon der Wettlauf statt: der Hund wurde an der Startlinie abgegeben und der Mensch musste dann schnell zur Ziellinie kommen. Was war das manchmal für ein herzergreifendes Gejaule, dafür war der Run dann aber schneller… Claudia wollte mit ihren ALTEN Hunden nicht teilnehmen. Nach Agility kamen die Filmhunde, aber das ist ja Kikikram, können wir auch… Danach eine Frisbee-Show, die gut war, aber diese superlaute Musik hätte echt nicht sein müssen; und die komischen Piratenkostüme auch nicht.

Dann brachen wir auf, die letzten Buden besichtigen. Die Hundejungs waren so entspannt und wurden von Frauchen in den Himmel gelobt; ich bekam kein Lob – ich fange wieder an zu pöbeln…

Auf dem Rückweg haben wir dann endlich den „Spring-weit-ins-Wasser“-Pool entdeckt. Gerade als wir zusahen, wollte unbedingt ein Mensch seinen Windhund dazu animieren, ins Wasser zu springen. Der Arme stand am Rand mit zitternden Knien und kein Erbarmen beim Menschen. So was finden wir ziemlich daneben… Haben wir uns auch nicht lange angeschaut. Ach ja, da gab es ja noch die Lose: 5 Stück hat Frauchen ausgeben und was sage ich: die Lose von uns Hundejungs waren super, die der Frauchen Nieten. Für die Treffer gab es einen Gummiball für mich und 2 Quietscheknochen für Felix und Linus.

Und dann verließen wir das Event, denn man soll ja Übungen IMMER positiv abschließen. Für die beiden Frauchen (und uns) gab es auch etwas Positives: einen dicken Becher Eis von Unbehaun (für uns jeweils 1 Becher zu 70 Cent Vanilleeis). Das zauberte ein dickes Lächeln in alle Gesichter.

Und weil wir so toll gewesen waren sind wir noch in die Urdenbacher Kämpen zum Spielen gefahren. Letztes mal war alles überflutet, heute war kaum Wasser im Bach, aber für einen kühlen Drink hat es gelangt. Was rannen da viele komische „Städter“ rum. Kommentare wie „Die sind ja alle gleich“ (sie meinte uns Hundejungs) von einem Mädchen bis zu „Guck mal, ne Hundeschule“ von einem Radfahrer taten schon in den Ohren weh. Hoffentlich regnet es bald wieder, dass solche Menschen in ihren Wohnungen bleiben…

Habt ihr was bemerkt? Nicht?!? Seltsam, wir haben es gleich bemerkt: beide Frauchen haben ihre Kameras vergessen und so kommt ihr heute in den Genuss, endlich mal wieder einen literarischen Beitrag zu lesen und keinen Komik….

So, nun bin ich müde, denn der Tag – so super er war – war echt anstrengend für so einen ALTEN HUND (Blödmann…)

Wuff, wuff Ruppert

Ein Gedanke zu „Ereignisreicher Sonntag für die Hundejungs“

  1. Mensch Rupi, was machst Du denn noch zu so später Stunde alles am PC? Wir sind so müde gewesen, dass wir dringend auf ein ganz frühes Abendessen bestanden haben, damit wir dann selig hinwegdämmern konnten. Dazu haben wir uns sogar in die obere Etage zurückgezogen, da wuseln nicht so viele Menschen herum.
    Nee, was sind wir kaputt gewesen. Unfassbar. Ich bin es ja von meiner Wanderzeit von Pflegefamilie zu Pfelegfamilie ein bisschen gwöhnt gewesen, mich auf komische Situationen und viele neue Hunde einzustellen, aber so viele wie gestern auf einem Haufen, habe ich auch noch nie gesehen. Und dann gab es auch noch neugierige Huskys, da stehen wir ja gar nichts drauf – ich weiß auch nicht warum, aber laut bellen muss sein. Die Wettbewerbe konnte ich nicht so gut sehen, weil wir so weit weg waren, aber aus einem Zelt waren furchtbare Hunderufe zu hören, das war wohl der Start zum Hunderennen, wenn die Menschen zur Ziellinie liefen. Und das Wasserspringen fand ich auch doof, Rupi hat ja schon erzählt, dass wir gerade da waren, als zwei Hunde springen sollten, aber jede Menge Angst hatten. Da sind wir dann gegangen.
    Also, ganz ehrlich: mir hat gestern am besten das Eis gefallen – Felix auch, soll ich unbedingt schreiben. Was war das lecker! Und so viel! Und dann noch ein bisschen Quatsch mamchen auf der Wiese, war auch prima. Und was haben wir dann gut geschlafen, als wir wieder zu Hause waren! Es war wirklich ein sehr ereignisreicher Tag. Und gleich probieren wir unsere neuen Quietschies aus, mal schauen, wie lange die so halten. –
    Aber, als alte Hunde machen wir alles natürlich ganz langsam und auch nur, wenn wir unsere Menschen genau hören können, das wird ja alles immer schwieriger. Mal gespannt, wann wir einen Stock mitnehmen zum Spaziergang und einen Treppenlifter eingebaut bekommen… Also seit gestern bin ich mir meines Alters wirklich sehr bewusst.
    Riesiger Ohrenschleck, Linus

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