Hundefrisör – schon wieder

Ne, is klar… Wenn Frauchen meint, „ich trete mir demnächst wieder aufs Fell“, dann macht sie einen Termin.
Ok, war anders: Claudia meinte, Felix Matte muss ab und da hat sie direkt einen Familientermin organisiert; der fand dann heute ab 16 Uhr in Gevelsberg bei Frau Weinmeister statt:
als wir ankamen, mussten wir erst einmal warten: ein großer Berni bekam noch den letzten Schliff der Sommerfrisur verpasst. Unsere Frauchen machten es sich auf den Gartenstühlen in der Sonne bequem und wollten uns überreden, alleine in den Salon zu gehen; sie würden draußen auf uns warten… Muss ich noch irgendetwas sagen?????
Als erster war Felix dran. Linus und ich legten uns gemütlich zu Frauchens Füßen und schauten das Schauspiel gemütlich an. Zwischenzeitlich wollte Linus es noch bequemer haben und kletterte zu meinem Frauchen aufs Sofa und quetsche sich auf ihren Schoß; der kleine Lump darf das von mir aus, aber Frauchen schmiss ihn nett wieder runter. Felix war sooooo müde, dass er die ganze Schnibbelei geduldig über sich ergehen ließ. Zwischenzeitlich sah es so aus, als ob er einschlafen würde… Als es an seine 4 Gräten ging, wurde er wieder wach und pampig – ich kann ihn verstehen: Beine und Füße sind heilig, der Schniepel und der hl. Schweif sind unantastbar, oder besser sollten es sein, den die Frau Weinmeister kennt da nix: ruck zuck sind die Haare an (fast) allen Stellen ab (zum „fast“ komme ich später).
Nach über einer Stunde war Felix fertig. Draußen wartete ein uns unbekannter Hund artig (ohne Begleitung) darauf, dass wir alle endlich fertig würden, aber nun kam ich ja auf die „Schlachtbank“. Der arme Kerl schaute zu Anfang noch mutig und freundlich von draußen in den Raum. Nach Felix Gequake war der Blick schon nicht mehr so mutig.
Und dann habe ich angefangen zu kämpfen: knurrend, fauchend, bellend, mit den Pfoten alles krallen, was mir in die Quere kommt, geifernd, quakend, schwer atmend, sabbernd, buckelnd, irre guckend, irre sein,….. etc.
Der kleine Hund war während meiner Schur nicht mehr in der Tür zu sehen. Felix versuchte mich aufzuheitern, schaute aber während meiner Fauch-Attacken etwas betreten aus dem kurzen Fell: „Alles in Ordnung Großer? Du bist so anders…“
Nach ungefähr einer Stunde definierten Frauchen und Frau Weinmeister meine Schur als vollbracht: 5mm
Und nun zum „fast“: durch den Maulkorb konnte die nette Frisörin nicht überall an meinen Kopf dran; demensprechend sieht der nun etwas „unegal“ aus, aber Frauchen hat sich vorgenommen, das Werk zu Hause zu vollenden. Mal gucken, was das gibt….
Nun liege ich – nachdem ich ein Stück vom Ochsenschwanz verspeist habe – satt und zufrieden zu Frauchens Füssen und genieße meine Kurzhaarfrisur und den Abend. Wuff, wuff!

Ein Gedanke zu „Hundefrisör – schon wieder“

  1. Liebe Hunde, was bin ich froh, dass ich nicht auf den Tisch muss; eine Stunde blöd rumstehen und dann auch noch mit so einem komischen Gerät an mir rumpöngeln lassen, das muss ich echt nicht haben. Was bin ich froh, dass ich bei der Fellauswahl alles richtig gemacht habe! — Gut, ich haare etwas, aber das ist mir ja auch egal, dafür gibt es ja Staubsauger. Aber Jungs: jetzt seht ihr wieder richtig gut aus – und ich bin der langhaarigste. Ist ja auch mal ein tolles Gefühlt.
    Riesenschleck von Linus

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.