Schöne Worte: Dä Möpp

Felix_bloggtSeit einigen Tagen höre ich beim Spazierengehen immer wieder eine Diskussion zwischen den Zweibeinern über das Wort „Möpp“, gerne auch mit Artikel: „dä Möpp“. Diese Debatte hat noch einmal neues Futter bekommen, weil die beiden Zweibeiner am Freitag bei einem Hundeseminar waren – wo sie auch ganz viele neue Wörter gelernt haben, über die wir bestimmt noch ganz viel berichten können – und auf dem Rückweg ein Auto gesehen haben mit der Werbung für das Hundehotel „Bräng dä Möpp“. Ihr seht schon: die beiden sind im Rheinland gewesen, wo ja bekanntlich schon ganz andere Wörter benutzt werden, vom ungewöhnlich singenden Wort- und Satzklang mal ganz abgesehen.

Und nun ging es also wieder los, was wohl die richtige Bedeutung von „dä Möpp“ ist. Mein Mensch argumentierte, das Wort „Möpp“, meistens in der Wendung „fiese Möpp“, als Bezeichnung für einen komischen, fiesen Menschen zu kennen. Rupperts Mensch aber fand, dass Möpp ganz klar eine Bezeichnung für den Hund ist. Das heißt also, wie alle sind „dä Möpps“ – und da weiß ich gar nicht, ob ich das, allein schon lautmalerisch, so gut für uns finde. Ich stimme ja meinen Frauchen zu und finde Möpp irgendwie so ein bisschen negativ konnotiert – um das mal ganz linguistisch auszudrücken.

Nun habe ich mal gegoogelt und im Mitmachwörterbuch folgende Erklärung gefunden:

Möpp

in der Wendung den Möpp dran kriegen verrückt werden über etwas, die Krise kriegen Bei dem Scheiß krichse doch den Möpp dran. Man kann de Möpp auch haben Heut han isch de Möpp (Stress haben). Fiese Möpp unangenehme Person Dat is en richtig fiese Möpp, bei dem mussde aufpassen. Möpp kann auch ein Toupet sein: Der hat ne Möpp op. Neuerdings auch Ich hann de Möpp (schlecht gelaunt sein). Ich hab heut de Möpp (Stress haben). Im zentralen Rheinland kann der Möpp auch ein Hund sein.

Ha, haben doch beide Zweibeiner Recht gehabt, und da der eine Zweibeiner aus dem Rheinland, ich weiß zwar nicht, ob aus dem zentralen Rheinland,  nach Wuppertal eingewandert ist, scheint da wohl auch das tiefe Wissen über die Bezeichnung des Hundes als „dä Möpp“ her zu kommen.

Über das Toupet hat ja noch gar keiner wirklich nachgedacht. Auch eine sehr schöne Redewendung, oder? Wird bestimmt bei den nächsten Spaziergängen wieder einmal Lachsalven erzeugen. Und wenn ich demnächst keine gute Laune habe und gar kein Spielgesicht (das ist ja noch einmal ein schönes Wort für einen weiteren Beitrag) mache, dann wisst Ihr: Isch hann de Möpp!

 

Ein Gedanke zu „Schöne Worte: Dä Möpp“

  1. Da merke ich doch, dass da noch viiiielll Wissen fehlt:
    es gibt auch den Begriff FIFFI für ein Toupe. Siehst du die Kausalkette?? Nein? Dann mal für kleine Hunde:

    Fiffi < -> Möpp
    Möpp < -> Hund
    Hund < -> Fiffi
    q.e.d.

    Wuff, wuff Ruppert

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