Felix`eigener Weiher

Bisher habe ich es ja ganz versäumt, Euch zu erzählen, dass es einen kleinen See gibt, der nach mir benannt worden ist: der Felixer Weiher! Ich bin immer mächtig stolz, wenn wir dorthin fahren, um zu schauen, ob am See alles in Ordnung ist.

Nebenan gibt es auch einen Ort, der St. Felix heißt, da sind wir aber noch nicht gewesen, weil wir Hundejungs Orte nicht so mögen. Mir ist es meistens so fad in Orten, dass ich keine Lust habe, die Pfoten richtig hoch zu nehmen und dann schlurfe ich mit den Krallen so laut über den Asphalt, dass meine Menschen gleich merken, dass wir besser woanders hin gehen. Wald und Wiese und Seen und Bäche und lustige Wurzelstiege sind mir einfach viel, viel lieber. Was es da alles zu entdecken und beschnuppern gibt! Und irgendwo im Wald liegt auch meistens super tolles Spielzeug für uns herum, Stöcke und Tannenzapfen, und dann können wirimmer wieder unsere Menschen zu einem Spiel motivieren. Das ist ganz wichtig, weil denen die weiten Wege im Wald sonst auch schnell langweilig werden. Oder, und das ist das allerbeste, es gibt ein selbstgeschmiertes Brot aus dem Rucksack mit Leberwurstaufstrich oder Salami. Das bekommen wir immer, wenn wir ganz lange unterwegs sind.

So wie am Felixer Weiher. Zuerst haben wir nur am See geschaut, aber dann sind wir seitlich vorbeiggangen, berghoch und bergab, über Bäche geklettert und durch sie hindurchgegangen und dann waren wir am Gantkofel und haben ein Gipfelkreuzbild gemacht. Da durften wir dann aber überhaupt nicht so herumlaufen, wie wir wollten, angeblich, weil es hinter dem Gipfelkreuz ganz, ganz steil bergab geht. Weil wir so klein sind, konnten wir nichtmals auf Bozern gucken, aberl das ist ja auch gar nicht so interessiert für uns. Sind wir eben an den Bäumen und Sträuchern schnuppern gegangen.

Und am nächsten Tag sind wir auf einen anderen Berg gegangen, über einen tollen Wurzelsteig nach oben. Linus ist auf solchen Wegen immer ganz lustig, er geht dann langsam Pfote für Pfote und die Menschen sagen, dass sei wohl sein Berggang. Jedenfalls sind wir so hoch gekommen, dass da noch Schnee lag. Da mussten wir direkt rein und uns wälzen. Super. Und dann noch ein paar Hundert Meter durch richtig dicken Schnee stapfen, der aber an der Oberfläche schon so weich war, dass wir mit unseren schmalen Pfoten immer wieder eingesunken sind. Das war toll – aber auch anstrengend.

Nach so einem Tag ruhen wir uns immer aus und schlafen ein wenig – bis irgendwo in der Nachbarschaft die Kinder von ihren Ausflügen zurück sind. Dann spielen wir nochmal und fallen spät am Abend ganz, ganz müde in unsere Körbchen.

So ist das am felixer Weiher. Bin mal gespannt, wann wir da wieder hinfahren. Vielleicht suchen wir ja auch mal einen Berg aus, der nach Linus benannt ist: Monte Linus zum Beispiel oder noch besser: Cima Linus. Oder eine Hütte, in der es leckere Würstchen gibt, das würde auch noch besser zu Linus, dem Allesfresser passen. Genau: eine Linus Alm oder eine Malga di Linus mit extra dicken leckeren Würstchen mit Brot, aber ohne Senf, für alle Hunde. Bin ich gespannt, wann wir da mal hingehen.

2 Gedanken zu „Felix`eigener Weiher“

  1. Das ist ja toll und gar nicht so weit weg. Sollten wir mal unsere Menschen überreden, dort wandern zu gehen. Was hältst Du davon? Mein kleiner Weiher ist ja leider ein bisschen weiter entfernt.
    Riesenschleck, Felix

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