Schöne Worte: Komm mal hier

Wir gehen ja meistens wenn Zeit ist, also tatsächlich nur manchmal, morgens zum Spielen auf eine Wiese, die nicht weit von zuhause entfernt ist. Da sind natürlich auch immer andere Hunde, was ja nett ist, denn wir freuen uns ja immer, die anderen kurz zu begrüßen, den Menschen mal eben „Guten Tag“ zu sagen, dabei manchmal noch ein Leckerchen abzustauben, und dann wollen wir eigentlich schon wieder weiterspielen.

Aber vor ein paar Tagen wurden wir doch sehr gestört. Es waren noch zwei andere Hunde da, die wunderbar miteinander tobten, ganz hinten auf der Wiese, hatten wir ja nichts mit zu tun. Aber die beiden, ein Labrodor und ein Golden Retriever, waren, als wir erst einmal mit unseren Bällen loslegten, sehr neugierig und kamen mal ganz schnell angerannt, um zu schauen, was wir da so machen. Und hinterher ihre Frauchen. Und Ihr könnt Euch vorstellen, was sie riefen!?: „Komm mal hier! Hier! Hier! Komm mal hier!“ Felix und ich schauten uns nur an, wir konnten uns ein Grinsen nicht verkneifen. Und die beiden Hunde haben auch gegrinst, aber richtig breit. Und damit die schönen Worte gar nicht mehr aufhörten, haben die beiden  einfach große Runden gedreht: über die Wiese in ein kleines Wäldchen, hinten wieder raus, kurz geschaut und gehört – von wo schallt es gerade: „Komm mal hier“? – und in die andere Richtung weitergerannt.

Wir konnten gar nicht mehr mit dem Ball spielen, so spannend und so lustig war es. Und es ging eine ganze Zeit so mit dem im Kreis Laufen und dem Rufen „Komm mal hier!“. Später haben die Hunde ein Einsehen gehabt und sich anleinen lassen und sind lustig schwanzwedelnd mit ihren Menschen von dannen gezogen.

Nun hören wir immer ganz genau zu, wenn wir irgendwo „komm mal…“ hören. Wir haben uns aber beruhigt. Meistens folgt dem „komm mal…“ das doch deutlich ohrschmeichelnde „her“. Dann sind wir immer ganz beruhigt – obwohl: lustig war es schon…

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