(Fast der) 4. Hundejungs-Wandertag

Freitag nach unserer Hunderunde sagte Claudia, dass Sonntag die Hundemädchen zu Besuch kommen und ob wir zusammen spazieren gehen sollen. Samstag fragte Spunkys Herrchen Jens: „Sollen wir mal wieder zusammen spazieren gehen?“

So blöde Fragen können nur Menschen stellen, denn die Antwort lautet immer : JA!!!!!!

Also nahm Frauchen am Sonntag das Telefon in die Hand und koordinierte:
14 Uhr Wanderparkplatz Marscheider Wald

Teilnehmerliste
Spunky mit seinen Menschen Martina und Jens
Karli, Lara (die Hundemädchen), Felix und Linus mit Claudia
Connor und meine Wenigkeit mit unseren Menschen Petra und Michael

Reiseleitung: Jens

Die Parkplatzsuche gestaltete sich schon etwas schwierig, da bei diesem Superwetter alles, was Beine hat, draußen unterwegs war. Egal, Frauchen bekam einen… Kurz nach uns kamen auch schon der „Schwertransporter Hundejungs und -mädchen“ und das Hundetaxi „Spunky“ an. Also waren wir vollzählig und Jens konnte den Weg vorgeben. Ein paar Meter mussten wir noch an der Leine bleiben, da es vor Menschen und anderen Hunden nur so wimmelte. Dementsprechend war das empörte Geschrei von uns kilometerweit zu hören. Aber dann hieß es endlich „Leinen los“ und ab ging die Post.
Jens hat sich einen sehr netten abwechslungsreichen Weg ausgesucht: Wasser, Moos, Matsche, Bäume, jede Menge Stöckchen, bergauf, bergab und zwischendurch immer mal wieder Leckerchen . Die Leute, die mit und ohne Hund, uns entgegen kamen, waren manchmal ein klein wenig mit uns überfordert, aber das war uns total egal. Spaß, Spaß, Spaß! Gelegentlich machten wir mal kleine Päuschen, vor allen dingen als Lara sich „sehr schwer“ an der Pfote verletzt hat und nur Pusten half…

Als wir dann nach Stunden wieder zu Hause ankamen, waren wir alle ganz schön platt. Wir sind uns aber einig: Rudel-Spazwandern ist das allerbeste und wir werden es wiederholen, gell Reiseleitung? Fang schon mal an und plane ne neue Runde für uns!!!

For Beginners: Mantrailing

Frauchen fordert mich ja immer noch, da sie denkt, dass ich den „alten Mann“ nur raushängen lasse… Gut – manchmal hat sie ja recht, dann habe ich keinen Bock zu hören und tue so, als wenn ich extrem schwerhörig wäre. Knistert sie dagegen mit einer Leckerchen-Tüte, sieht die Welt des Hörens schon ganz anders aus….
Aber lassen wir das, sie könnte mitlesen….
Frauchen hat eine nette Frau – noch eine Claudia – kennengelernt, die genauso hundebekloppt ist, wie sie und… sie macht u.a. Mantrailing mit ihren Border-Hundedamen und lernt auch blutige Anfenger – wie mich – an.
Also haben wir uns am Samstag getroffen. Ein nettes Menschenpaar mit Hündin, die das schön etwas länger machen, war auch da… Frauchen schaute in das Auto, sah den Hund und fragte: „Tierheim Velbert? Hieß früher Candy?“ Woraufhin die beiden Menschen sie verdutzt anschauten und sagten: „Ja und heißt immer noch Candy.“ Eine alte Mitstreiterin, die schon zu meinen Zeiten in Velbert saß, hat zwar spät, aber dafür ein tolles Rudel gefunden, die viel mit ihr machen. Da lacht meine alte Hundeseele aus vollen Halse und freut sich…
Zurück zur Arbeit:
ich habe gaaaaanz leicht angefangen und muss erst noch den Zusammenhang zwischen altem Socken und Person mit Leckerchen-Dose begreifen. Ich finde aber, dafür, dass das Gehör nicht so dolle ist und ich erst anfange, habe ich mich einigermaßen wacker geschlagen. Ok. Candy, die mein Frauchen suchen mußte, war (viel) besser und von der netten kleinen Border-Damen will ich gar nicht sprechen, denn die war – trotz „ich schnüffel mal hier und da“ super: Zielperson gefunden!!!!
Nach dem Trailen sind wir dann noch mit den Border-Mädels und ihrem Frauchen eine Runde spazierengegangen; sehr nette Damen, Connor: kommst du jetzt beim nächsten mal mit???
Also, ich werde euch auf dem Laufenden halten und meine Fortschritte berichten.
WuffWuff Rupi

Statt Chanel No 5 lieber Antonella Nr. 8756

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Wir haben ja zuhause manchmal ganz unterschiedliche Auffassungen darüber, was gut riecht. Jetzt ist es nicht so, dass unsere Menschen so wirklich auf diese chemischen Düfte stehen, die an manchen Orten für viel Geld verkauft werden und mit für uns Hunde völlig unverständlichen Worten ungefähr so beschrieben werden:

Die Kopfnote wird geruchlich vom strahlend-frischen, leicht metallisch-wachsig-rauchigen Aldehyd-Komplex C-10/C-11/C-12 (1:1:1, 0,6 %) dominiert, mit seinen typischen Anklängen an wachsige Rosenblätter und Orangenschalen. Die hespridisch-zitrusartigen Facetten werden durch Bergamottöl, Linalool und Petitgrainöl aufgenommen und unterstrichen. Die Herznote wird von dem klassischen »Quelques Fleurs« Blumenbouquet gebildet, das von den Dufteckpfeilern Jasmin, Rose, Maiglöckchen (Hydroxycitronellal), Iris-Butter und Ylang-Ylang-Öl aufgespannt wird.  (Quelle: wikipedia)

Und in der Werbesprache hört es sich dann auch noch so an: „Ein zeitloser Klassiker von einzigartiger Eleganz und Symbol für die Verführungskraft der modernen Frau. Das blumig-aldehydige Bouquet abstrakter Blüten ist von unbeschreiblicher Weiblichkeit.“ (Werbetext zu Chanel Nr. 5)

So einen Quatsch brauchen wir natürlich überhaupt nicht und nette Hündinnen auch nicht. Das möchte ich jetzt aber hier nicht vertiefen, vielleicht lesen ja Kinder mit.

Blumig finden wir ja auch ganz gut. So zum Beispiel:

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Noch schöner ist es aber, wenn Antonella über die Wiese gestiefelt ist und dies hier hinterlassen hat:

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Köstlich. Darin wälzen ist einfach göttlich. Am ganzen Körper mit diesem Geruch versehen zu sein, ist wirklich das höchste der Gefühle.Über die besonderen Kopf- und Herznoten dieses einmaligen Duftes kann ich jetzt so wissenschaftlich nichts Genaues sagen, ja, vielleicht lässt sich das ein oder andere gefressene Alpneveilchen wiederriechen, auf jeden Fall das würzige Gras, der üppig-kräftige Butterblumenduft, die Öle der zahlreichen alpinen Heilpflanzen, die bergkristalinen Wasserdüfte und die gute Alpenluft.  Die Gesamtkomposition ist einfach – im wahrsten Sinne des Wortes -: unbeschreiblich.

Aber – es ist nicht familienverträglich. Ihr glaubt gar nicht, was dann los ist, wenn wir uns, meistens im Frühjahr, wenn noch keiner so richtig aufpasst, ausgiebig in Antonellas Hinterlassenschaft gewälzt haben. Ein Gebrüll und Geschrei, Drohungen von Tierheim, Aussetzen, Zwinger im Garten sind zu hören und dann müssen wir stundenlang duschen (grrrrauenhaft).

Deshalb sind wir ja schon ganz vorsichtig geworden und suchen  nur noch familienverträgliche Kuhfladen. Das sind die, die schon gut ausgetrocknet sind und nur noch so eine Spur des irsprünglichen Duftes an unser Fell abgeben.

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Das ist immer noch eine Wonne – und wir bekommen keinen Ärger. Im Gegenteil: den abgetrockneten Antonella Geruch, den mögen auch unsere Menschen sehr.

Und nein, das ist nicht, was Ihr denkt. Hier habe ich nur in altem Laub und alten Nadeln geschnuffelt:

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