2. Hundejungs-Wandertag mit Hundemädels

IMG_5064(Nun sehe ich gerade, dass mein Kumpel Rupi schon wieder schneller war als ich… Jedenfalls: das hier ist mein Bericht und ganz unten seht Ihr auch die Bilder)

Heute war es wieder soweit: um 10.30 Uhr haben wir uns zu unserem zweiten Hundejungswandertag getroffen. Das war eine Aufregung – ach, eigentlich haben wir uns schon seit dem Aufstehen heute morgen aufgeregt. Denn: ein gutes, ein für Hundejungs sehr gutes Zeichen istv es immer, wenn unser Mensch sich morgens schon die Wnaderhose anzieht und sich gar nicht erst lange aufhält mit Hose und Blazer. Und so konnten wir schon kaum ruhig beim Frühstücken abwarten, bis die Menschen endlich fertig sind. Dann ging es aber endlichzusammen mit Kali und Lara los.

Im Wald waren dann bald alle Hunde zusammen: Ruppert hatte Fine mitgebracht, dann kam der große Bill, Einstein hörten wir schon zehn Minuten bevor er da war und als Sally und Rakete ankamen, waren wir vollzählig – ich muss ja immer alle zählen und schauen, dass niemand abhanden kommt. Aber während ich noch zählte und schaute und bellte und hin- und herlief und kaum etwas anderes mitbekam, gab es aber schon ein großes Geschrei: Lara stürzte sich auf ihre Lieblingsfeindin Sally! Selbst im tiefsten Herbringhauser Wald und dazu noch an einem Sonntag konnte sie ihrer Abneigung nicht Herr werden!  Das ist schade – und dabei ist Lara doch meine beste Freundin (ganz traurig guckend).

Wir gingen dann los und für einige von uns entspannte sich die Situation dann auch, als wir endlich an den Bach kamen, Jens ganz viele Stöcke suchte und wir endlich ins Wasser konnten und etwas Sinnvolles zu tun hatten. War das schön. Und später sind einige von uns auch nochrichtig  schwimmen gewesen. Das war ganz nach unserem Geschmack.

Wir sind dann schon ziemlich zurückgeschlichen, so viele Hunde, so viel Durcheinandergewusel, so viel Bellerei, ist ja doch alles ziemlich anstrengend. Fine, Petras Ausbildungshündin, hatte auch gar keinen Nerv mehr, sie wollte nur noch nach Hause. Aber wir fuhren noch gar nicht nach Hause, wir fuhren erst noch zum Eulenhof, wo die Menschen Kaffee trinken konnten und Kuchen essen. Das haben sie auch gerne gemacht – ich glaube, sie waren auch etwas erschöpft von unserem Gewusel, Gebelle und unseren Streitereien (schaut mal die Bilder an, alle gucken irgendwie müde). Und Linus und ich haben uns natürlich überhaupt nicht anmerken lassen, dass wir eigentlich auch schon müde sind, und haben noch wunderbar Fußball gespielt. Am besten war es, als Leo mit uns gespielt hat, der kann wenigstens richtig vor den Ball treten.

Dann haben wir noch die Schafe angeschaut und die Alpakas (jetzt wissen wir, wo die feine Wolle herkommt), haben Fine ins Auto geschoben und sind dann alle nach Hause gefahren. Also, ich fands schön – Linus war es, glaube ich, ein bisschen viel (er liegt in seinem Körbchen und bellt im Schlaf, hihihi, ist der kaputt!).

Vielen Dank an Euch alle, vor allem die lieben Menschen vom Eulenhof, die eine soooo schööööne Kaffeetafel gedeckt haben, und nun abmit Euch ins Körbchen und erholt euch! Bis zum nächsten Mal!

Euer Felix (der zweitlauteste nach Einstein :-))

 

 

2.Hundejungs-Wandertag (mit Film)…

am 29.09.2013 entlang des Herbringhauser Bachwegs mit ganz vielen Hundekumpels- und kumpelinen und ihren Menschen:

  • Sally + Rakete mit Toni + Moni,
  • Bill mit Erika,
  • Lara+Kali mit Martina,
  • Einstein mit Martina + Jens,
  • Felix + Linus mit Claudia und
  • Fine + mir mit Frauchen

10.30 Uhr war Startzeit und alle waren (fast) pünktlich da. Frauchen und ich sind noch einen kleinen Umweg gefahren: wir haben Finchen mitgenommen, damit sie auch mal kennenlernt, dass nicht alle Hunde und Menschen doof sind. Ganz lieb ist sie in den Kofferraum gesprungen und verhielt sich ganz ruhig; wir haben gar nicht gemerkt, dass sie mitfuhr

Also waren wir 10 Hunde und 8 Menschen, wow….

Als wir ankamen, parkte Erikas Autochen schon, von den Beiden haben wir erst einmal nichts gesehen, aber ich denke, dass sie erst einmal auf der anderen Wegseite unterwegs waren. Frauchen holte erst Finchen und dann mich aus dem Auto; dann marschierten wir Drei schon mal los, um den anderen Platz und Individualabstand zur Verfügung zu stellen. Die nächsten, die lossprinteten, waren Felix und Linus, gefolgt von den Hundemädels Kali und Lara, die aller von Frauchen runtergebremst wurden, damit Fine nicht direkt total überfordert wurde. Dann kamen Bill und Steini und last but not least Rakete und Sally mit ihren Menschen. Fine hat sich wacker geschlagen: sie knurrte zwar alles leise an, weil ihr das Gewusel, Gekläffe, die Lautstärke, die fremden Menschen, die sie anschauten  und alles, was sonst noch unbekannt war, unheimlich war. Aber Frauchen war ihr Fels in der Brandung (meiner auch) und sie wendete sich sehr häufig an sie, um Sicherheit zu bekommen.
Direkt zu Anfang hatten sich schon die beiden Lieblingsfeindinnen Sally und Lara lieb. Da Frauchen sich wegen Fine ein wenig abseits hielt, müssen Felix oder Linus heute genauer auf die Feinheiten des Spaziergangs eingehen. Ich hielt mich immer in Frauchens Nähe auf, da sie ja evtl. auf meine Hilfe angewiesen sein könnte.; hat sie aber auch ohne mich hinbekommen. Bill himmelte wieder Lara an. Wenn die beiden können, würden die mit ihren langen Beinen den Wald aufmischen und Lara würde Bill allen Unsinn beibringen. Steini habe ich irgendwann nur noch kilometerweit vor uns bellen gehört – sein Frauchen war bei ihm. Dann hat Bill (15 Monate) sich Rakete (15 Jahre) als Best Buddie ausgesucht und versuchte ihn „Hovawart-mäßig“ zu bespielen. Rakete war so süß, konnte sich aber irgendwann nicht mehr gegen die geballte Ladung der jungend erwehren und so musste Jens, Steinis Herrchen beherzt eingreifen und den „den Abhang hinunter geflüchteten“- Rakete vom „ich will jetzt mit dir spielen“-Bill befreien. alles gut ausgegangen; ist halt ein großes Baby… Dann hat Lara wieder „Hunger“ bekommen und mischte noch einmal Sally auf und der „Wingcommander“ Kali mischte auch mit. Das ist halt Rudelverhalten. Danach war dann endgültig Leinenknast für Lara angesagt… wie immer: „Wer nicht hört, kommt an die Leine!“ Unser Truppe zog sich daraufhin etwas auseinander.
Erika drehte kurz bevor wir an den Bach kamen um. Schade, aber Frauchen hat es mir so erklärt, dass Erika und Bill noch die Schulbank zusammen drücken und man/Hund weiß ja, dass man/Hund konzentriert und in Ruhe arbeiten sollte…. Ok, wir Alten haben heute (nur heute?) echt Rambazamba gemacht. Ich glaube Bill wäre noch mitgekommen, aber wir arbeiten halt nur in Teams… bis Donnerstag in Ruhe, ihr Beiden.
Endlich kamen wir an den Bach ran  und Jens bespielte uns; was war das schön; der kann das auch so toll. Als wir an die Furt kamen, legte Rakete sich so richtig ins Zeug und hatte urplötzlich schlammbraune Stiefel an. Der alte Mann hatte so richtig Spaß. Ich glaube, zu diesem Zeitpunkt waren die anderen schon am See und badeten bereits. Egal, schwimmen und baden wird überbewertet (nenn mich Pinocchio…).
Am See angekommen, drehten Rakete und Sally um, um langsam zurück zu gehen. Wir anderen  – Fine mit den Pfoten – gingen ins Wasser. Ich habe es wieder übertrieben: ein großer Baumstamm lag im Wasser, bewegte sich und ich wollte ihn retten. Frauchen sagte mir, dass das ziemlich dämlich ausgesehen hat.

Endlich waren wir alle „durch“ und unsere Menschen freuten sich schon insgeheim, auf den „Nachspann“: Kaffee und Kuchen auf dem Eulenhof; mein Frauchen hat extra Pflaumen/Kirschkuchen gebacken. Auf dem Rückweg haben wir noch Sally und Rakete wieder eingeholt und sind mit ihnen zusammen zum Auto zurückgeschlendert. Fine war jetzt schon am Ende, sprang aber in den Kofferraum.  Auf dem Eulenhof trafen wir dann noch kurz Erika und Bill – der wollte noch bleiben 😉 –  die dann aber nach Hause fuhren. Unsere Menschen haben es dann genossen, sich an den gedeckten Tisch oder in die Sonne  zu setzen und lecker Kuchen und Kaffee zu sich zu nehmen. Danke Martina, für den tollen Service.

Irgendwann, nachdem Fine und ich mich immer häufiger in die Haare bekamen – ja… ich habe provoziert… – wollte Frauchen nur noch nach Hause aufs Sofa. muss wohl anstrengend gewesen sein, denn während ich hier leise tippe, schnorchelt sie neben mir auf dem Sofa, sie zuckt mit den Pfoten, ich glaube sie träumt. Wenn sie jetzt noch anfängt zu fiepen, mache ich mir doch Sorgen…

Wir erstellen gerade den Film – der aus gegeben Anlass sehr Rupi und Fine lastig ist – und ich hoffe, dass es morgen hier zu sehen ist, aber ohne Ton: das Gebell war ja toll, aber das Gelaber der Menschen… muss nicht sein. Linus und Felix Frauchen Claudia hat heute Paparazzi-Bilder gemacht und ist wahrscheinlich noch dabei, allen Lebewesen einen schwarzen Balken über die Augen zu montieren ;-), gell Moni???

HIER NUN DER FILM:
Der 2.Hundejungs-Wandertag-Film!!!

Ich hoffe, ihr hatte auch alle so viel Spaß wie ich und liegt nun ermattet im Körbchen…
Dann bedanke ich mich bei euch Wuffeln, euren Menschen und besonders bei den Bewohnern des Eulenhofs – wie haben euch lieb – und hoffe auf ein nächstes mal – evtl. im Schnee…..

Meine Woche…

… war sehr abwechslungsreich.
Montag wurde mir vor dem Winter noch einmal der Pelz getrimmt. Ich habe – wie immer – gekämpft, aber wenn Frauchen sich etwas in den Kopf gesetzt hat, zieht sie es durch und so sehe ich wieder aus, wie ein alter Welpe.

Mit Linus und Felix habe ich tolle Spaß-Spaziergänge unternommen. Einige dienten dazu, dass Claudia mein Frauchen bei Problemlösungen unterstützte, da meine positiven Argumente leider nicht ausreichten. Frauchen, Frauchen…. immer diese Selbstzweifel. Mach es wie ich und meine Hundejungs (und -mädels): „Lebe im Jetzt und lebe den Augenblick, wuff wuff“. Ok, die Frauchen dürfen sich auch mal mit menschlichen Bedürfnissen beschäftigen, aber nur kurz…
Wie haben gespielt, sind gerannt, haben gesucht, gebuddelt, gebellt, sind hinter den Igeln hergerannt, haben die Frauchen durchsucht – die bilden uns zu Taschendieben aus – und dann kam der Freitag und wir trafen ALIA, eine 1,5 Jahre alte sehr nette Labbi-Dame, die in den jungen Jahren schon an beiden Ellenbogen operiert werden musste, da der sogenannte Züchter Frauchens Meinung nach ein A*******h ist, der mit Hunden gezüchtet hat, die krank sind und nur den neuen Hundebesitzern das Geld aus der Tasche geleiert hat. ABER: die junge Dame hat Felix Herz im Sturm erobert und so warb der Kleene mit verdrehten Augen, um die Gunst Alias. Was kann der charmant sein… Küsschen hier, Schnauf ins Ohr da, Versuch eines Umklammerns und dann rennen, rennen, rennen… Linus und mir wurde schon ganz schwindelig. Aber wir Hunde und Menschen harrten aus und genossen es, die Beiden im Liebestaumel beobachten zu können.


Der Abschied fiel dann beiden sehr schwer, aber vielleicht treffen wir sie ja demnächst wieder.

Donnerstag sind wir in Sachen Erziehung mit Bill und Erika unterwegs gewesen. Frauchen hat beide ganz dolle gelobt. Sie merkt, das die beiden ein Team werden. Also habe ich beschlossen, auch meinen Einfluss geltend zu machen: fast zurück am Auto, kam uns ein älterer Herr entgegen. Ich bekam das Kommando AUTO: ab an den Rand und sitzt. Bill setzte sich auch hin und schaute sehr neugierig, blieb ganz brav dabei. Der ältere Herr hatte aber irgendetwas an sich… Er war schon vorbei und Frauchen wünschte ihm noch einen schönen Tag, da kam meine große Stunde: ich jagte hinter dem Mann her, bellte Bill zu PAß AUF und tat so, als ob ich das Hosenbein packen würde… Ich tat wirklich nur so… Dann bellte ich Bill wieder zu: Hase aufgepasst? Und dann sah ich Frauchens Gesicht: oh oh!!! War wohl nicht das, was ich ihm beibringen sollte. Oh oh, und ab in den Leinenknast. Ich zwinkerte noch Bill zu, der mich entgeistert ansah; aber ich glaube, er hat es kapiert.
Am Samstag war Reibkuchenfest in Windgassen. Es war auch ein Hundefest: Conner – ein Border, Frieda – eine kleine Kromfohrländerin und Bill waren auch da. Und schon konnte ich meine Erziehung weiter vorführen: ich zeigte Bill, wie  man Autos auf der Straße stellt; Frauchen hält so gar nichts von meinen pädagogischen Maßnahmen und so landete ich wieder im Leinenknast.
Heute ist Frauchen ihrer menschlichen Bürgerpflicht nachgekommen und dann sind wir nach Windgassen gefahren, aufräumen helfen. Conner war auch da. Der ist noch Ball-bekloppter als Felix. Irgendwann war er dann in Knutschlaune und schleckte mir die Schnüß, was ich überhaupt nicht toll fand. Wer lässt sich schon gerne anhimmeln? Also musste ich deutlicher werden und packte ihn mir. Sein Herrchen und mein Frauchen blieben ruhig und so ließ ich auch schnell wieder von ihm ab. Aber Conner ist sehr nachtragend und lief quakend zu seinem Herrchen „Der war gemein zu mir. Hast du das gesehen?“ Beinahe hätte er noch mit der Pfote auf mich gezeigt. „Herrchen, mein Pelz ist nass und der da ist doof“. Irgendwann hat er sich auch wieder eingekriegt und alles war wieder gut.

Jetzt liege ich auf dem Sofa, diktiere meinen Text und entspanne mich schon vor, denn morgen muss ich zu Opa und Oma….

Die Übernahme unserer Liegeplätze durch eine fremde Spezies

IMG_5064Wir sind ja wirklich sehr verträglich allen anderen Lebewesen gegenüber. Im Wald, so haben wir in kleinen Vorträgen gelernt, lassen wir Rehe und Hasen in Ruhe, denn die wohnen dort und wir wollen ja auch nicht, wenn wir uns ausruhen und erholen, gestört werden. Zwar muss ich immer ziemlich laut bellen, hoffe aber, dass das die Waldbewohner nicht besonders stört.

Auch in unserer Wohngemeinschaft sind wir ziemlich tolernat. Wir wohnen ja nicht nur mit Menschen zusammen – und die bekommen auch noch immer wieder Besuch von fremden Menschen, die wir dann aber bald gut kennen -, sondern, und das ist eine echte interkulturelle Herausforderung, auch mit KATZEN. Und da stimmt ja bei der Kommunikation nichts mehr. Angeblich haben sie beste Laune, wenn sie mit senkrecht aufgestelltem Schwanz in der Gegend herumlaufen. Wenn der Schwanz lustig in der Gegend herumpeitscht, haben sie angeblich schlechte Laune und man soll ihnen dann nicht zu nahe kommen.

Mit dem Nahkommen ist es ja sowieso so eine Sache. Ich zum Beispiel bin ja ein äußerst höflicher Hund  und begrüße morgens alle durch lustiges Bellen und verabschiede selbstverständlich abends auch alle durch ausgiebiges Kopfschnuppern. Und dann liegt diese Pauline im Sessel – wo gibt es eigentlich so etwas, dass eine einzige kleine schwarze Katze einen ganzen Sessel für sich beansprucht? -, ich will ihr am Kopf schnuppern, um ihr eine Gute Nacht zu wünschen, und sie macht endweder die Augen zu und duckt den Kopf weg oder aber sie macht merkwürdig komische Geräusche, die ich nicht richtig einordnen kann, die mich aber erst einmal auf Abstand halten.

Naja, und dann komme ich gestern ins Wohnzimmer und will mich nach dem anstrengenden Spaziergang und dem leckeren Abendessen in mein Körbchen legen und sehe dieses hier:

Oscar_1

Das ist doch wohl die Höhe, oder? Wir benehmen uns im Wald vorbildlich und nun übernimmt zu Hause diese komische fremde Spezies auch noch unsere Körbchen! Dabei haben sie eigene, viel kleinere, in die passen wir nicht! Sollen die doch dadrin liegen, nicht auch noch auf unserem Kissen. Und hinterher riecht alles nach Katze. Furchtbar! Das ist übrigens Oscar, der immer draußen herumläuft und mittlerweile wohl überhaupt keinen respekt mehr hat vor Hunden. Liegt der da stundenlang und schläft in aller Seelenruhe. Was soll hund dazu sagen?

Oscar_2

Ereignisreicher Sonntag für die Hundejungs

Heute – Sonntag, den 01.09.2013 – haben unsere Frauchen uns echt gefordert. Um 9.30 Uhr haben wir die Hundejungs und Claudia abgeholt, um auf die Düsseldorfer Rennbahn zu fahren, denn da fand heute der DOG EVENT DÜSSELDORF statt. Ich bin ja schon einiges gewöhnt, da ich Frauchen ja immer begleite, aber wie würden sich Felix und Linus verhalten? Jede Menge fremde Hunde… Claudia war ein wenig skeptisch, aber mein Frauchen war sehr gelassen: das Aufregen wird schnell langweilig; kennt sie von mir.

So stiegen wir aus dem Auto aus und schon bekamen wir gaaaaaanz viel Hunde zu sehen, riechen. Felix startete direkt durch und blökte rum, Linus – ich kann mich gar nicht mehr erinnern, ihn gehört zu haben… Claudia hielt uns 3 Buben fest, Frauchen organisierte die Karten. Da noch kein Einlass war und um uns herum auch viele andere Hunde blökten, pöbelten, sich unterhielten, machten wir noch eine Gassirunde, die von den Hundejungs gerne angenommen wurde. Für Claudia war es sehr beruhigend zu sehen und zu hören, dass ganz viele andere Hunde auch sehr laut und geschwätzig sind. Dann kam die Durchsage, dass endlich die Türen geöffnet wurden: ab durchs Tor und rein ins Vergnügen: Kaufrausch pur und was da alles feil geboten wird. Frauchen fand Gott sei Dank auch „Brauchbares“: meine Lieblingsleckerchen von Panys und Schuhe (für sie), damit im Herbst und Winter kräftig marschiert werden kann. Hat Claudia etwas gekauft??? Ich glaube nicht. Claudia genoss es, dass die  Hundebuben sich SUPER benahmen: wir saßen in der Sonne auf der Rennbahnwiese und schauten uns die Vorführungen an. Überall Hunde um uns herum; einige wurden von Felix angeknurrt, der hörte aber auch ganz schnell wieder auf. Hinter uns waren Verkaufsbuden, die auch Quietschespielzeug anboten, was von den doofen Menschen auch unbedingt ausprobieren mussten; da flippte Linus ein wenig aus (siehe seinen etwas früheren Beitrag) Aber alles in Allem saßen wir sehr lange friedlich da und genossen den Trubel.

Die erste Vorstellung bot der Polzeisportverein mit Agility. War das ein blöder Mensch, der da seiner Meinung nach tolle schlaue Sachen von sich gab. Auf die Frage, ob das den auch alte Hunde machen können, erzählt der von seinem 6 jährigen Border, der nun in der Seniorentruppe startet, denn da würden die Hürden niedriger hängen. Außerdem müsste man ja mit alten Hunden ab 6 Jahren lauter sprechen, da die ja nicht mehr so gut hören würden….. Ich bin über 12, springe noch über Frauchen (s. vorherigen Beitrag) und höre alles, was ich hören will; sogar manchmal das Gras wachsen. Wat fürn Blödmann!!!!!

Neben der Agilityfläche fand schon der Wettlauf statt: der Hund wurde an der Startlinie abgegeben und der Mensch musste dann schnell zur Ziellinie kommen. Was war das manchmal für ein herzergreifendes Gejaule, dafür war der Run dann aber schneller… Claudia wollte mit ihren ALTEN Hunden nicht teilnehmen. Nach Agility kamen die Filmhunde, aber das ist ja Kikikram, können wir auch… Danach eine Frisbee-Show, die gut war, aber diese superlaute Musik hätte echt nicht sein müssen; und die komischen Piratenkostüme auch nicht.

Dann brachen wir auf, die letzten Buden besichtigen. Die Hundejungs waren so entspannt und wurden von Frauchen in den Himmel gelobt; ich bekam kein Lob – ich fange wieder an zu pöbeln…

Auf dem Rückweg haben wir dann endlich den „Spring-weit-ins-Wasser“-Pool entdeckt. Gerade als wir zusahen, wollte unbedingt ein Mensch seinen Windhund dazu animieren, ins Wasser zu springen. Der Arme stand am Rand mit zitternden Knien und kein Erbarmen beim Menschen. So was finden wir ziemlich daneben… Haben wir uns auch nicht lange angeschaut. Ach ja, da gab es ja noch die Lose: 5 Stück hat Frauchen ausgeben und was sage ich: die Lose von uns Hundejungs waren super, die der Frauchen Nieten. Für die Treffer gab es einen Gummiball für mich und 2 Quietscheknochen für Felix und Linus.

Und dann verließen wir das Event, denn man soll ja Übungen IMMER positiv abschließen. Für die beiden Frauchen (und uns) gab es auch etwas Positives: einen dicken Becher Eis von Unbehaun (für uns jeweils 1 Becher zu 70 Cent Vanilleeis). Das zauberte ein dickes Lächeln in alle Gesichter.

Und weil wir so toll gewesen waren sind wir noch in die Urdenbacher Kämpen zum Spielen gefahren. Letztes mal war alles überflutet, heute war kaum Wasser im Bach, aber für einen kühlen Drink hat es gelangt. Was rannen da viele komische „Städter“ rum. Kommentare wie „Die sind ja alle gleich“ (sie meinte uns Hundejungs) von einem Mädchen bis zu „Guck mal, ne Hundeschule“ von einem Radfahrer taten schon in den Ohren weh. Hoffentlich regnet es bald wieder, dass solche Menschen in ihren Wohnungen bleiben…

Habt ihr was bemerkt? Nicht?!? Seltsam, wir haben es gleich bemerkt: beide Frauchen haben ihre Kameras vergessen und so kommt ihr heute in den Genuss, endlich mal wieder einen literarischen Beitrag zu lesen und keinen Komik….

So, nun bin ich müde, denn der Tag – so super er war – war echt anstrengend für so einen ALTEN HUND (Blödmann…)

Wuff, wuff Ruppert