Schöne Worte: Hundstage

IMG_4436Das ist eigentlich ein Kommentar zu Felix (Un-)Schönem Wort AFFENHITZE, aber da das wohl ein etwas längerer Kommentar wird,  mache ich eben daraus einen eigenen Beitrag:

Felix bezieht sich auf Affen; ich habe ein Wort gefunden, welches sich auf UNS Caniden bezieht: die HUNDSTAGE

Nein, die Hundstage sind keine Feiertage, an denen es Würstchen regnet; eher das Gegenteil:  als Hundstage werden in Europa die heißen Tage im Sommer, in der Zeit vom 23. Juli bis zum 23. August, bezeichnet.

Früher fiel der Begriff Hundstage in Verbindung des Aufgangs des Sirius – einem Stern im Sternbild des GROßEN HUNDES (canis major): vom Aufgang des Sternbildes Großer Hund bis zur Sichtbarkeit als Gesamteinheit vergehen 30 bis 31 Tage, woher sich deshalb die Bezeichnung Tage vom großen Hund (Hundstage) ableitet.

Es kommt noch besser: zur Zeit sind Sommerferien. In anderen Ländern huldigt man uns Hunden bzw. den Hundstagen immer noch, in dem der Ursprung des Wortes Sommerferien im lateinischen Namen dies caniculares zu finden ist: das russische Wort „kanikuly“, in Spanien „la canícula“, „período canicular“ oder „días de las canículas“.

Arabische Astronomen bezeichneten die in flirrender Sommerhitze besonders häufig erscheinenden Fata Morganen gar als den „vom Himmel tropfenden Speichel des Hundssterns“.

Mit diesem Hintergrundwissen ist die Hitze doch besser zu ertragen, oder???
Also genießt es!!!!!!
Hechel, hechel, wuff, wuff…

(Un-)Schöne Wörter: Affenhitze – oder auch: Bullenhitze

Felix_bloggtNun ist es ja gerade mal ein bisschen angenehmer geworden und ich kann wieder besser nachdenken, recherchieren und schreiben. Während der Affenhitze habe ich ja nur faul herumgelegen und war völlig undönig (auch ein schönes Wort), weil ich mich bewegen wollte, aber gar nicht konnte. Und da bin ich auch schon beim Thema: Woher kommt wohl das Wort „Affenhitze“? Ich finde, es ist wirklich ein schönes Wort, jeder weiß sofort, dass es ganz besonders heiß ist, wenn man es nennt. Der „Affe“ scheint eine Steigerung zu „Hitze“ zu sein. Ähnlich ist es wohl auch mit dem Wort „Bullenhitze“, das ich auch schon mal gehört habe. Auch hier dient das Tier, ein großes, imposantes noch dazu, ganz klar der Steigerung der Hitze.

Aber, ich habe recherchiert und herausgefunden, woher das Wort Affenhitze stammt. Es gibt da wohl eine ganz reale Geschichte zu. Und zwar schient das Wort Ende des 19. Jahrhunderts im Berliner Zoo aufgekommen zu sein. Dort wurde es im Affenhaus immer so schnell sehr warm, so dass der Begriff „Hitze wie im Affenhaus“ auch außerhalb des Zoos genutzt wurde. Und daraus hat sich dann die „Affenhitze“ verselbstständigt und ist durch ganz Deutschland gewandert. Leider gibt es keine ähnlich schöne Geschichte zur Bullenhitze. Übrigens könnt ihr ganz lustige Bilder anschauen, wenn ihr den Begriff „Affenhitze“ bei den Bildern googelt. Selbst Linus musste grinsen.

Wahrscheinlich kommt ja Ende der Woche die nächste Affenhitze. Dafür haben wir uns mal ein paar Ratschläge überlegt, wie Hunde sich gut schützen können:

  1. Gehe nie draußen in der prallen Sonne herum, sondern nehme immer eine Wolke, gerne auch eine Regenwolke mit, unter der es sich viel besser aushalten lässt.
  2. Bleibe stets in der Nähe eines stehenden oder fließenden Gewässers, damit Du Dir mindestens die Pfoten nass machen kannst, am besten aber den ganzen Körper – am besten solange, bis es zu den schon beschriebenen blauen Lippen kommt.
  3. Am besten führst Du auch stets ein mittelgroßes altes Schneefeld mit dir, dann kannst Du Dich zur Not darauf wälzen und Dich so von außen abkühlen; Du kannst aber auch immer etwas vom Schnee essen und sorgst dann für innere Abkühlung.
  4. Wenn nichts davon zur Hand ist, dann wälze Dich ausführlich in einem frischen Kuhfladen, denn der bleibt lange frisch und feucht auf der Haut und sorgt so für eine langanhaltende gleichmäßige Kühlung.
  5. Da einiges von den Vorschlägen nicht immer funktioniert, haben sich die Menschen eine besonders bescheuerte Lösung einfallen lassen. Erst haben sie ewig im Internet herumgesucht und tatsächlich einen „Kühlmantel“ gefunden. Bei der Familienkonferenz, ob ein solches Teil angeschafft werden soll, haben wir deutlich interveniert: Welcher Hund läuft denn schon im Sommer mit einem Mantel herum? Das ist ja schon im Winter eine Zumutung! Also haben die Menschen Abstand genommen und wir waren erst einmal ganz froh – wir haben ja die Hitzevarianten 1-4 parat. Aber, die Menschen haben nicht nachgelassen in ihrem Bemühen um Kühlung und bei der schlimmsten Hitze, als wir ganz doll hechelnd überhaupt gar keinen kühlen Platz mehr gefunden haben, da haben sie ihre T-Shirts nass gemacht, ausgewrungen und uns angezogen. Schön kühl war es ja, wir konnten uns sofort entspannt ins Körbchen legen. Aber wie das aussah! Wir stolzen Hunde im roten T-Shirt! Und dann noch mit einem Knoten an der Seite, weil sie uns zu weit sind. Wir haben uns geweigert, aufgenommen zu werden, ein Bild hier im Blog wäre uns wirklich zu peinlich! DAS IST DOCH NICHT HUNDEGERECHT! Steht aber als Tipp in der Süddeutschen-Zeitung. Na dann doch lieber den Kuhfladen.

Sonntagsgestaltung aus dem Bilderbuch

Gott sei Dank war das Wetter heute erträglich: bedeckt und im Gegensatz zu gestern NICHT heiß. Trotzdem hat Frauchen beschlossen, dass kaltes Wasser genau das Richtige für mich ist, da „kalte Güsse“ meinen Knochen gut tun. Rasmus kam mit und so fuhr das grüne Spielmobil gen Herbringhauser Bachweg, einen der schönsten Wege für Mensch und Hund bei Wind und Wetter. Gut gelaunt sind wir die Runde gegangen, wobei die meiste Zeit am Teich verbracht wurde.

Irgendwann ist auch der schönste Augenblick vorbei. Frauchen sagte, Rasmus und ich hätten schon blaue Lippen und so verließen wir unseren Teich und machten uns auf in die Mählersbeck, denn Toni&Moni haben uns zum Kaffee trinken eingeladen und im Büro liegen immer irgendwelche Stofftiere rum, auf denen man wunderbar rum kauen kann. Hach, war das schön mit meinen Hundekumpels Rakete, Sally und Rasmus zusammen auf der Terrasse zu liegen. Unsere Menschen wurden mit Kaffee und einer Erdbeer-Torte – von Moni kreiert – versorgt; also waren alle versorgt und es wurde ein schöner langer Nachmittag.


Nun sind wir wieder zu Hause, das Hühnerbein ist schon inhaliert worden und gleich gehen Frauchen und ich noch einmal in den Garten plantschen. Hoffentlich ist es heute Nacht kühler, damit Frauchen und ich endlich mal wieder gut schlafen können…

Viel unterwegs…

bin ich in den letzten Tagen gewesen.
Mit Mia habe ich mich auf dem Friedhof verabredet; ne, nicht direkt auf, mehr am Friedhof, denn da gibt es eine große tolle Wiese. Und da gibt es Wasserkräne, um die Gießkannen aufzufüllen und aus Gießkannen schmeckt das Wasser nochmal so gut. Als Mia endlich kam, sind wir auf den Rentnerweg gefahren, wo Rasmus schon auf uns wartete. Und was sage ich euch; wir haben noch nicht einmal die Runde geschafft; wir sind am Bach hängen geblieben, wo wir Drei alle unseren Hobbies frönen konnten:
Rasmus lag mit seinem Bällchen im Wasser, Mia zergelte mit ihrem Frauchen und ich saß im Dreck und wühlte. Das war schön…


Am nächsten Tag hat Frauchen mit dem grünen Spielmobil Rasmus und sein Frauchen eingesackt und dann sind wir zum Herbringhauser Bachweg gefahren; woanders hätte man auch nicht spazieren gehen können, denn  hier ist es schattig und „kühl“ und uns Hunden steht viel Wasser zur Verfügung. Das tat gut…

Und nun liege ich am (bisher) heißesten Tag des Jahres nach einer Abkühlung in meinem Planschbecken neben Frauchens Sofa, diktiere ihr die Worte und schlafe gleich total ermattet ein.

Nur im Wasser ist es auszuhalten

Heiß am Tag, warm in der Nacht. Nur morgens früh ist es nett temperiert. Tagsüber ist es echt nicht mehr auszuhalten, außer im Wasser. Und mein Frauchen sorgt dafür, dass ich mindestens immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel vorfinde:

gestern waren wir im Fichthorn-Teich. Der war so aufgewühlt und braun, da Hundehorden darin planschen waren. Als wir ankamen, hatten wir den Teich aber nur für uns; diese Ruhe, diese Kühle: wunderbar.

Ach, apropos wunderbar: liebe Claudia, du stehst doch so auf Wäller; wir haben gestern einen 7 Monate alten Wäller Aljosch getroffen. Der war süß. Kommt gebürtig aus Lüdinghausen: Wäller von der Stever 

Heute sind wir zum Bachweg, aber vom Tennisplatz aus; ging schneller. Unterwegs musste Frauchen derbe an sich halten: uns kam eine Frau mit 2 russischen Terriern entgegen. Einer musste sein Bällchen suchen und wurde dabei von der Frau angefeuert. Festhalten…: „Los, Chekov, such!“ Erinnert ihr euch noch an Pavel Chekov?

Fähnrich Pavel Andreievich Chekov, Dienstnummer 656-5827B, ist Navigator auf der Enterprise.

Zurück zum Schwimmen: als wir am Teich ankamen, rannten da schon 3 Hunde und ganz viele Menschen rum. Einer der Hunde hieß NEIN; sooft, wie sein Mensch diesen Namen nannte, musste es der Name sein. Selbst als der Mensch seinen Hund auf die Seite drehte und festhielt (ich hoffe, um ihn zu puscheln????), wiederholte der Mensch immer wieder NEIN, NEIN, NEIN. Ich sah Frauchens Gesicht und fing an, meiner Theorie nicht mehr zu trauen. Man, kann die die Augen verdrehen… Ein paar mal bin ich schwimmen gegangen und dann haben wir den Hort des Grauens verlassen, um eine „umgekehrte“ Bachweg-Runde zu drehen. Es wurde immer dunkler und dann – kurz bevor wir wendeten – fingen die großen Hunde im Himmel an zu grollen. Nicht nur Frauchen kann schnell gehen – ich auch. Der Rückweg war für uns beide Trim-Dich. Als wir fast aus dem Wald wieder raus waren, kam die Sonne wieder raus und röstete uns bis zum Auto.

Oh, ist das schön zu Hause in der „Kühle“ zu liegen. Mal sehen wo ich morgen schwimmen gehen darf.

Es ist heiß…

… und die Nacht war kurz: irgendein spinnerte(r) Nachbar(in) hat heute Nacht um 3 Uhr bei allen Nachbarn geklingelt, um ins Haus zu kommen. Trixie, Lucy und ich haben unsere Arbeit gemacht und furchtbar angefangen zu bellen, um unsere Besitzer zu warnen. Frauchen hatte dieses mal wirklich keinen Bock, aus dem Bett zu klettern; erst nach dem 2. Anschellen pellte sie sich aus dem Laken. Vielen Dank an Lucys Herrchen, der meinem Frauchen zuvor kam und den, die, das Ruhestörer auch nett, aber bestimmt zurecht wies.

Danach wieder Einschlafen kostete uns eine Stunde; dementsprechend sahen wir Beide heute morgen sehr zerknittert aus. Aber wir hatten ja was vor und das treibt auch die dicksten Falten aus dem Gesicht.

Um halb 11 waren wir mit Steini und seinen Menschen am Bachweg verabredet. Da wir schon früher ankamen, genossen wir den wunderschönen Morgen im Wald. Aber dann wurde ich doch ungeduldig: „Wo bleiben die denn???“ Endlich hörte ich Steinis Stimme und kurz darauf kamen sie um die Ecke: „Endlich!“ Und dann ging es ab zum Wasser, aber bitte im Eiltempo. Aber seht euch die Bilder an, dann versteht ihr, warum wir es so eilig hatten… Frauchen und Jens standen mit uns im Wasser, da die beiden auch eine Abkühlung brauchten.

Danach sind wir noch zu Steini Kaffee trinken gefahren. Frauchen hat Steinis Menschen die Nummer meiner Friseurin gegeben, da Steini unter seiner Matte echt leidet. Da er sich genauso anstellt, wie ich, habe ich ihm meinen Schnautzenschoner geliehen.

Jetzt liege ich ermattet auf dem Sofa und geniesse mit Frauchen den warmen Abend. Heute  Nacht bitte KEIN Schellemänchen….

Das Spieltau

Für uns hat es sich richtig gelohnt, unseren Menschen zu einem Hundeseminar zu schicken, in dem es ja um das Spielverhalten der Caniden ging. Nun wird hier gespielt, was das Zeug hält. Das macht ja mal so einen Spaß. Und die Menschen  haben zwei wichtige Dinge gelernt:

Erstens müssen Hunde spielen, weil sie sich beim Spielen nicht nur Austoben können, sondern auch Sozialverhalten erproben. Denn beim Spielen ist für alle Hunde sonnenklar, dass alle normalen Rollen und Hierarchien aufgelöst sind und auch der kleine, schwächere, sonst immer unterlegene Hund gegen den großen, älteren und stärkeren Hund gewinnen kann. Deshalb macht es gar nichts, wenn Menschen im Spiel mit ihren Hunden auch mal unterlegen sind, denn alle wissen ja: das ist nur ein Spiel. – Bei Menschen ist es doch auch so: wenn Eltern mit ihren Kindern spielen, haben die Kinder einen riesigen Spaß, wenn sie gewinnen und wissen doch immer, dass letztendlich die Eltern diejenigen sind, die sonst das Sagen haben.

Zweitens zeigen Hunde ganz deutlich an, wenn sie spielen wollen – Petra hat das ja letztens schon beschrieben: Hunde machen ein ganz entspanntes Spielgsicht, sie hüpfen durch die Gegend und machen sinnlose Bewegungen, sogenannte Luxusbewegungen, sie knurren, verbeugen sich mit den Vorderpfoten und gehen in das sogenannte Selbsthandikap, wenn sich z.B. größere Hunde auf den Boden legen, damit kleinere eine Chance haben. Wenn man das mal genau bei der Begegnung von Hunden beobachtet, kann man das seht gut erkennen.

Und wir haben i diesem Zusammenhang gleich ein neues Spielzeug abgestaubt. Weil wir ja für unser Leben gerne zergeln (da gibt es ja auch die lustige Auffassung, dass das kein Mensch mit seinem Hund tun sollte), haben wir ein Spieltau bekommen – nicht nur eins, natürlich hat jeder von uns eins bekommen. Sie liegen nun schon ein paar Tage auf der Kommode herum und wir haben sie gar nicht so recht wahrgenommen. Aber heute haben wir sie eingespielt, man war das toll.

Als ich erst einmal begriffen habe, dass das Spieltau für mich ist, habe ich mich so gefreut: ich habe geknurrt, bin lustig mit dem Tau im  Maulwinkel durch den Garten gerast, habe Verbeugungen gemacht, mir das Tau in die Luft geworfen und bin damit im Maul vor meinem Menschen weggelaufen und konnte sie so zu einem lustigen Verfolgungsrennen einladen. Und gezerrt haben wir natürlich auch. Ich habe sogar mit Felix Verfolgung gespielt, jeder sein Tau im Maul.

Und dann habe ich entdeckt, dass ich wunderbar an den Fäden herumbeißen kann, ich konnte sie sogar herauszupfen. Das hat auch Riesenspaß gemacht, fand mein Frauchchen aber nicht so toll. Schaut euch mal die Bescherung auf dem Foto an. Ist wohl doch besser, wenn wir die Spielzeuge nur bekommen, wenn wir auch damit spielen. Schade…

Hundefrisör – schon wieder

Ne, is klar… Wenn Frauchen meint, „ich trete mir demnächst wieder aufs Fell“, dann macht sie einen Termin.
Ok, war anders: Claudia meinte, Felix Matte muss ab und da hat sie direkt einen Familientermin organisiert; der fand dann heute ab 16 Uhr in Gevelsberg bei Frau Weinmeister statt:
als wir ankamen, mussten wir erst einmal warten: ein großer Berni bekam noch den letzten Schliff der Sommerfrisur verpasst. Unsere Frauchen machten es sich auf den Gartenstühlen in der Sonne bequem und wollten uns überreden, alleine in den Salon zu gehen; sie würden draußen auf uns warten… Muss ich noch irgendetwas sagen?????
Als erster war Felix dran. Linus und ich legten uns gemütlich zu Frauchens Füßen und schauten das Schauspiel gemütlich an. Zwischenzeitlich wollte Linus es noch bequemer haben und kletterte zu meinem Frauchen aufs Sofa und quetsche sich auf ihren Schoß; der kleine Lump darf das von mir aus, aber Frauchen schmiss ihn nett wieder runter. Felix war sooooo müde, dass er die ganze Schnibbelei geduldig über sich ergehen ließ. Zwischenzeitlich sah es so aus, als ob er einschlafen würde… Als es an seine 4 Gräten ging, wurde er wieder wach und pampig – ich kann ihn verstehen: Beine und Füße sind heilig, der Schniepel und der hl. Schweif sind unantastbar, oder besser sollten es sein, den die Frau Weinmeister kennt da nix: ruck zuck sind die Haare an (fast) allen Stellen ab (zum „fast“ komme ich später).
Nach über einer Stunde war Felix fertig. Draußen wartete ein uns unbekannter Hund artig (ohne Begleitung) darauf, dass wir alle endlich fertig würden, aber nun kam ich ja auf die „Schlachtbank“. Der arme Kerl schaute zu Anfang noch mutig und freundlich von draußen in den Raum. Nach Felix Gequake war der Blick schon nicht mehr so mutig.
Und dann habe ich angefangen zu kämpfen: knurrend, fauchend, bellend, mit den Pfoten alles krallen, was mir in die Quere kommt, geifernd, quakend, schwer atmend, sabbernd, buckelnd, irre guckend, irre sein,….. etc.
Der kleine Hund war während meiner Schur nicht mehr in der Tür zu sehen. Felix versuchte mich aufzuheitern, schaute aber während meiner Fauch-Attacken etwas betreten aus dem kurzen Fell: „Alles in Ordnung Großer? Du bist so anders…“
Nach ungefähr einer Stunde definierten Frauchen und Frau Weinmeister meine Schur als vollbracht: 5mm
Und nun zum „fast“: durch den Maulkorb konnte die nette Frisörin nicht überall an meinen Kopf dran; demensprechend sieht der nun etwas „unegal“ aus, aber Frauchen hat sich vorgenommen, das Werk zu Hause zu vollenden. Mal gucken, was das gibt….
Nun liege ich – nachdem ich ein Stück vom Ochsenschwanz verspeist habe – satt und zufrieden zu Frauchens Füssen und genieße meine Kurzhaarfrisur und den Abend. Wuff, wuff!

Endlich wieder nach Hattingen

Unsere Menschen haben gestern eine weise Entscheidung getroffen:
Wir fahren nach Hattingen auf die Hundeinsel….
Das letzte Mal waren wir im März hier – dem einzigen schönen Tag im Frühling

Und nun geht es endlich wieder auf unseren Spielplatz. Was hatten wir spaß, besonders da Claudia das angewendet hat, was sie auf dem Seminar „Spielverhalten und Risiken des objektbezogenen Spiels“ von Dr. Udo Gansloßer und Mechthild Käufer gelernt hat:

sie setzte ihr Spielgesicht auf, machte Luxusbewegung und ging in die Verbeugung – die sogenannte Spielaufforderung. Danach ging sie noch ins Selbsthandikap und warf sich auf den Boden…

Das hat sooooooo Spaß gemacht, das wir Drei gar nicht genug bekamen (Ich habe heute noch Muskelkater)..

 
Bitte auch einen Blick darauf werfen, wie gut ich unser Rudel vor einem fliegenden Etwas geschützt habe: ich habe es verscheucht!!!! Ich bin ein Held!!!

Und nun überzeugt euch selbst, anhand der Bilder, wie toll es war:

Schöne Worte: Dä Möpp

Felix_bloggtSeit einigen Tagen höre ich beim Spazierengehen immer wieder eine Diskussion zwischen den Zweibeinern über das Wort „Möpp“, gerne auch mit Artikel: „dä Möpp“. Diese Debatte hat noch einmal neues Futter bekommen, weil die beiden Zweibeiner am Freitag bei einem Hundeseminar waren – wo sie auch ganz viele neue Wörter gelernt haben, über die wir bestimmt noch ganz viel berichten können – und auf dem Rückweg ein Auto gesehen haben mit der Werbung für das Hundehotel „Bräng dä Möpp“. Ihr seht schon: die beiden sind im Rheinland gewesen, wo ja bekanntlich schon ganz andere Wörter benutzt werden, vom ungewöhnlich singenden Wort- und Satzklang mal ganz abgesehen.

Und nun ging es also wieder los, was wohl die richtige Bedeutung von „dä Möpp“ ist. Mein Mensch argumentierte, das Wort „Möpp“, meistens in der Wendung „fiese Möpp“, als Bezeichnung für einen komischen, fiesen Menschen zu kennen. Rupperts Mensch aber fand, dass Möpp ganz klar eine Bezeichnung für den Hund ist. Das heißt also, wie alle sind „dä Möpps“ – und da weiß ich gar nicht, ob ich das, allein schon lautmalerisch, so gut für uns finde. Ich stimme ja meinen Frauchen zu und finde Möpp irgendwie so ein bisschen negativ konnotiert – um das mal ganz linguistisch auszudrücken.

Nun habe ich mal gegoogelt und im Mitmachwörterbuch folgende Erklärung gefunden:

Möpp

in der Wendung den Möpp dran kriegen verrückt werden über etwas, die Krise kriegen Bei dem Scheiß krichse doch den Möpp dran. Man kann de Möpp auch haben Heut han isch de Möpp (Stress haben). Fiese Möpp unangenehme Person Dat is en richtig fiese Möpp, bei dem mussde aufpassen. Möpp kann auch ein Toupet sein: Der hat ne Möpp op. Neuerdings auch Ich hann de Möpp (schlecht gelaunt sein). Ich hab heut de Möpp (Stress haben). Im zentralen Rheinland kann der Möpp auch ein Hund sein.

Ha, haben doch beide Zweibeiner Recht gehabt, und da der eine Zweibeiner aus dem Rheinland, ich weiß zwar nicht, ob aus dem zentralen Rheinland,  nach Wuppertal eingewandert ist, scheint da wohl auch das tiefe Wissen über die Bezeichnung des Hundes als „dä Möpp“ her zu kommen.

Über das Toupet hat ja noch gar keiner wirklich nachgedacht. Auch eine sehr schöne Redewendung, oder? Wird bestimmt bei den nächsten Spaziergängen wieder einmal Lachsalven erzeugen. Und wenn ich demnächst keine gute Laune habe und gar kein Spielgesicht (das ist ja noch einmal ein schönes Wort für einen weiteren Beitrag) mache, dann wisst Ihr: Isch hann de Möpp!