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Die Rache folgt auf die Pfote….

… lästere du ruhig über meine zarten Gefühle: die machen nur Herzklopfen, keine dicke Zunge….
Rupi ist ja nun mal der Älteste von uns; da kommen schon die alterbedingten Marotten durch: Starrsinn, Schwerhörigkeit…. und Verfressenheit.
Gehen wir an Menschen vorbei, die die Hände in den Taschen haben – kommt bei dem kalten Wetter „nur sehr selten“ vor – denkt Rupi, dass es Leckerchen für ihn gibt. Kommen uns keine Menschen entgegen, wir überall nach leckeren Sachen gesucht und der Bub hat immer noch eine gute Nase. Besonders hoch auf der Speisekarte stehen unter Fastfood Kuhkacke und Pferdeäpfel. Nachdem mein Herrchen uns mit Nachdruck erklärt hat, dass besonders im Frühjahr viele Hottehühs Wurmkuren bekommen und die dann als Geschmacksverstärker in den Äpfelchen sind, achten unsere Menschen schon darauf, dass wir da nicht mehr zulangen.

Letztes Wochenende sind wir auf dem Rentnerweg spaziern gewesen. Für mich flogen Stöckchen, Rupi trödelte hinter uns her. Auf einmal erhob sich Petras Stimme: „AUS! Lass das, du Ferkel!!!!!!“ Aber Rupi tat wieder einmal so, als ob er nichts hören würde (wir wissen es beser…) Also spurtete Petra los… Rupi hatte sich an einem Klumpen – wie würden die Menschen sagen – BÄHHHH gütig getan: der Güllelaster fährt mehrmals am Tag diesen Weg und verliert so einige Klümpchen. Petra konnte gerade noch einen vollgegüllten Strohhalm Ruppert entreissen. Ein entschuldigender Blick Rupis reichte heute nicht und so erhielt er noch ein Strafpredigt, die links ins Ohr hineinging und rechts wieder raus…

Der Spaziergang danach wurde noch sehr nett. Auf dem Rückweg suchte der alte Herr doch tatsächlich nochmal nach dem Gülleklümpchen… Würde ich NIE machen!!!!! Petra war schneller und bugsierte den Herrn an dem Mist vorbei.

WP_20150329_17_24_20_Pro WP_20150329_17_25_14_Pro Auf dem Rückweg fuhren wir noch bei unserem Lieblingseisladen vorbei und bekamen unseren ersten Vanilleeis-Becher (Tut mir leid, Linus und Felix – schon wieder gewonnen!!! ), den wir zu Hasue genussvoll schleckten.

Sagte ich wir? WP_20150329_17_25_53_ProRupi wollte geradeaus lecken, die Zunge kam aber nur ein kleines Stückchen rechts aus dem Maul raus. Irgendwie hat er es doch geschafft, den Becher leer zu machen. Danach ging fressens- und saufmäßig so gut, wie nichts mehr: Fressen war unmöglich und Saufen war mehr so „Wasser schnappen“. Petra bekam eine Krise nach der anderen. Der alte Herr war sehr ruhig, ließ sich ohne Wiederworte von mir anknurren – macht auch keinen Spaß – und schlief seit langer Zeit eingekringelt auf der Decke und nicht im Bett zu Petras Füssen. Sehr schlechtes Zeichen.

Am nächsten Morgen packte Petra uns ins Auto uns fuhr zu rupis Tierarzt. Wir mussten zwar noch etwas warten; ich hatte aber Spaß mit einem andern Hütetier und wie lieferten uns interesante Blickgefechte, die ich meistenteils gewann. Dann wurden wir aufgerufen. Da mein Hundekumpel es nicht mag, von Fremden angefasst zu werden und vor allen Dingen nicht ins Maul geschaut zu bekommen, musste der Doc Rupi sedieren. Was kann mein Hundekumpel ruhig sein.

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Ich schaute mir das Drama in Ruhe an:

 

 

erst rutschte er ins Platz, Augen immer noch auf, Augen dann zu… Alles WP_20150330_002WP_20150330_09_34_25_Prodachten er schläft, da steht der wieder auf, kotzt in die Ecke, um sich dann hinzulegen und endlich wirklich einzuschlafen. Der Doc hat versucht, ihm ins Maul zu schauen, war aber schon ziemlich schockiert: Rupi hat sich die Zunge durch das Gülleplätzchen verätzt. Ein riesiges rosa Etwas mit dicken Aften steckte in seinem Maul; von kleinem zarten rosa Zünglein war nichts mehr zu sehen. Antobiotika und Cortison und Tabletten…

Tja Rupi, ganze Arbeit geleistet, was??? Da bin ich lieber verliebt….

WP_20150331_16_06_26_ProAber wie dichtete schon Wilhelm Busch (bin ja schließlich Border Collie und gebildet) freie Interpretation: 2 Tage war der Rupi krank! Jetzt säuft er wieder. Gott sei Dank!