Alle Beiträge von linus

Otto beim Skateboarden

P1050029Liebe Hundejungs,

kennt Ihr schon Otto? Skateboardfahren durch die Beine von vielen Menschen? Schaut mal:

Liebe Menschen! Das will ich auch lernen. Es scheint mir extrem gelenkschonend, nicht so furchtbar anstrengend wie das ewige Stöckchengerenne, mit nur zwei Pfoten anschieben und dann ein bisschen Gewicht verlagern – das können auch ältere Hunde. Und wir sind ja auch viel schlanker als Otto. Wann bekommen wir ein Skateboard?

 

Felix hat wieder ein Buch gelesen

KOrtmann_2Felix ist wieder einmal – als Experte für fellige Nasen und alles, was mit ihnen zu tun hat – zu einem Gastbeitrag eingeladen worden. Er hat das Buch über „Mein Chef der Hund“ gelesen und ist restlos begeistert. Endlich, so schreibt er, wird Hund in der Literatur einigermaßen realistisch dargestellt: energisch, klug, vorausschauend, sein Rudel immer positiv motivierend, mit Spaß an Geselligkeit und mit Stöckchenwerfen als Mittel des Teambuildings. Und schöne Illustrationen gibt es dazu auch noch. Lesen könnt ihr alles hier.

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Liebster Award – Linus beantwortet Lotta-Filipas 11 Fragen

Ruhr_8In der letzten Woche hat Lotta-Filipa uns ja für den „Liebster Award“ nominiert. Das geht ja so, dass hund 11 Fragen beantworten, sich neue 11 Fragen ausdenken und die an andere bloggende Lieblingshundekumpels weiterreichen soll. Also dann:

1. Wenn du die Wahl hättest: Lieber Zweibeiner oder Vierbeiner? – Bitte begründe deine Entscheidung.

Also, liebe Lotta-Filipa, das lässt sich ganz klar beantworten: Ich halte mich immer eher an die Zweibeiner. Und dabei natürlich auch nicht wahllos an irgendwelche Zweibeiner, sondern vor allem meine. Denn die haben das Futter – das ist für mich ganz wichtig -, außerdem denken sie sich immer eine schöne Bespaßung aus, fahren mich in der Gegend herum, damit ich immer unterschiedliche Wege gehen und meine bis ins kleinste Detail angelegten Geruchslandkarten ständig auf dem neusten Stand der Dinge halten kann und geben mir Schutz, wenn ich an schrecklich großen und bestimmt ganz furchtbar bösartigen Hunden vorbei muss oder mich vor schlimmen Gewitter- oder Silverstergrollen so schlimm fürchte. Und ganz ehrlich: Anderen, noch dazu fremden, Hunden gehe ich Ruhr_6sowieso lieber ganz aus dem Weg. Da weiß ich nie, was für ein Rüpel da so bei ist. Und meine Erfahrung zeigt, dass ich es bin, der einen auf den Deckel bekommt, Felix oder Ruppert oder Connor passiert das nie. Und deshalb findest Du mich bestimmt auf einer Wiese bei der Maulwurfshügelkontrolle, wenn wir uns mal auf einem Spaziergang begegnen würden. Obwohl – Mädchen mag ich eigentlich sehr, und weil ich so ein vornehm zurückhaltender Hund bin, finden die meisten Hundemädchen mich eigentlich auch sehr nett….

2. Stöckchen oder Bällchen? Käse oder Leberwurst?

Also auf jeden Fall wähle ich das Essen. Leberwurst natürlich lieber als Käse, aber Käse esse ich natürlich auch sehr gerne, wenn gerade keine Leberwurst zur Hand ist. – Hm? Felix tippt schon wieder auf meiner Schulter herum und meint, ich solle die Frage mal P1020045genau lesen, es ginge nicht um die Entscheidung spielen oder essen, da wäre wohl mal wieder mein ewiger Appetit mit mir durchgegangen. – Tatsächlich, das sind ja zwei Fragen. Also: wir spielen ja grundsätzlich mit allem, morgens meistens mit einem Ball, auf dem langen Nachmittagsspaziergang dann mit Stöcken und Tannenzapfen. Unser Mensch würde ja auch nachmittags einen Ball mitnehmen, aber wir sind ja spiel- und ball- und hüteverrückte Hunde. Du kannst Dir nicht vorstellen, was wir gemeinsam für ein Theater machen können, wenn unser Mensch einen Ball in der Tasche hat: Wir gehen den ganzen Weg rückwärts, laufen unseren Zweibeinern ständig vor die Füße, Felix bellt laut, auffordernd bis schurigelnd, wenn wir nicht SOFORT den Ball ins Maul bekommen. Dafür lassen wir die Bälle dann aber auch gerne mal irgendwo liegen – und dann gehen wir alle rückwärts auf der Suche nach dem Ball. Ich glaube, das nervt unsere Menschen, deshalb lassen sie nachmittags meistens den Ball zu Hause. Und was die Essensfrage betrifft: ich esse alles gerne – auch das, was ich nicht essen soll -, aber am liebsten natürlich Leberwurst!

3. Würdest du das Geheimnis um das ultimative Rezept für Hundekekse hier öffentlich lüften?

Eis_8Weil ich ja so zum Hüftspeck neige, gibt es kaum Naschereien zwischendurch, schon gar keine selbstgemachten. Aber ich esse natürlich alle Arten von Hundekeksen sehr gerne, da bin ich nicht so wählerisch, Hauptsache es gibt überhaut welche.

4. Was hältst du von Hundekumpels, die tolle Tricks drauf haben?

Tricks sind mir eigentlich egal. Die beeindrucken mich nicht und nerven mich auch nicht – ich bin ja meistens sowieso buddeln oder Maulwürfe kontrollieren, wenn wir andere Hunde treffen. (Psst… Felix ist gerade mal weg: Ich finde schlaue Hunde, die immer damit angeben, was sie nicht alles können und wie toll sie doch für Ordnung sorgen, ziemlich nervig. Die, die immer alles können, verlorene Handschuhe wiederfinden, jeden Ball stundenlang suchen, P1020193Leinen mitbringen oder den Menschen den Ausgehfrack (unser Wort für unser Geschirr)  vor die Füße werfen, wenn sie rauswollen, die, die immer alles ganz wissbegierig lernen wollen und sogar bei den Menschen über den Rücken springen, um an den Ball zu kommen, die finde ich eigentlich… ganz ehrlich?… wie die Streber, die mit ihren schlauen Brillen in der Schule immer in der ersten Reihe sitzen und nach jeder Stunde mit einer weltbewegenden Anmerkung zum Lehrer laufen … Felix kommt wieder, psst, nichts verraten).

5. Was tust du, um dein Herrchen aus der Reserve zu locken?P1050185

Nichts, das macht bei uns Felix! … Der tippt mir schon wieder auf die Schulter. Ich soll schreiben, dass ich so lange die Schublade mit den Kaustangen anschauen kann, bis unseren Menschen auffällt, dass wir heute ja noch gar keine hatten. Das stimmt.

6. Wie stehst Du dazu, dass Dein Halter über Dich bloggt?

Das ist bei uns ja anders, das machen ja nicht die Menschen, das machen wir ja selber. Aber die Menschen haben uns auf die Idee gebracht. Weil ich nämlich, wenn ich nicht buddele oder Maulwürfe kontrolliere oder spiele, immer zwischen den Menschen gehe und ihren Gesprächen lausche, haben die immer über mich gelacht und gemeint, ich würde abends bestimmt ihre Themen „im Internet“ veröffentlichen. So entstand die Idee. Ruppert hat sich bereit erklärt, seinem Frauchen doch etwas genauer über die Schulter zu schauen, um sich die notwendigen wordpress-Kenntnisse anzueignen und dann ging es vor nun schon über zwei Jahren los.

7. Ist dir im real life schon einmal ein Hundekumpel begegnet, den du in der Virtualität kennengelernt hast?

Ja, vor kurzem haben wir uns – sogar über Facebook, obwohl wir da eigentlich nicht aktiv fb_sp_2sind, sondern nur mal ab und zu mitlesen –  mit Chica und Findus verabredet. Auf unserer freitäglichen Lieblingsrunde mit schwimmen (nur im Sommer, sonst droht Lungenentzündung), spielen und Käsekuchen (dann sind auch die Menschen glücklich und zufrieden J). Und ich Schussel habe gar nicht mitgekriegt, dass Chica ein Mädchen ist, das hat Conner mir erst später verraten, ich bin ja die ganze Zeit — Du ahnst es schon.

8. Hast du schon einmal versucht, deinen Menschen zu erklären, wie dein Vomeronasalorgan funktioniert?

Ehrlich gesagt, liebe Lotta-Filipa (bist Du etwa auch so ein Schlauberger-Streber?) habe ich bis gerade überhaupt nicht gewusst, dass ich so etwas habe. Ich hätte auch, vor meiner Wikipedia-Lektüre, weit von mit gewiesen, so etwas Unanständiges überhaupt mit mir zu führen. Und für lange Erklärungen fehlt mir sowieso der Wortschatz, ich habe ja einen Migrationshintergrund. Ich bin ja mehr der Befürworter der nonverbalen Kommunikation, aber nur, wenn es ums Essen geht, und die funktioniert weltweit, sogar bei Kindern!

9. Wenn die Hundesteuer an ihren eigentlichen Zweck gebunden wäre, wofür würdest du das viele Geld ausgeben?

Für Essen natürlich. Ich würde mir ein super leckeres Hundebuffet beim Barf-Laden meines Vertrauens bestellen, nur Lamm und Pferd und Blättermagen in ganzen Stücken.

10. Das Gerücht hält sich hartnäckig, dass der Hund der beste Freund des Menschen ist. Wie siehst du das?

P1080735cIch glaube schon, dass wir die besten Freunde unserer Menschen sind. Also, vielleicht können sie mit uns nicht so ausführlich über ihre Sorgen reden – wir können nicht so gut zuhören, dafür aber können wir sie eigentlich sehrt gut aufmuntern -, sie können auch keine philosophischen oder gesellschaftspolitischen Diskurse mit uns führen, die Tagespolitik interessiert uns nicht, zum Lesen fehlt uns meistens die Zeit und bei Literaturzirkeln interessiere ich mich auch mehr für das, was auf dem Tisch steht. Dafür sind wir aber sehr empathisch und wissen genau, was unsere Menschen gerade brauchen. Als sich nämlich Claudia beim Spaziergang so richtig schön die Bänder gedehnt hat, weil sie auf einem Herbstblatt ausgerutscht oder umgeknickt ist, auf dem Boden lag und vor Schmerzen die Sterne hat kreisen sehen – da hat Felix ihr, wohl zur P1080713Aufmunterung, einen Stock auf den Bauch geschmissen und sie mit dem schönsten Spielgesicht angeschaut… Ich bin dann mal buddeln gegangen.  Also, ich finde schon, dass wir ganz gute Freunde sind und zusammen immer wieder durch dick und dünn gehen – im Moment ja meistens Matsch.

11. Und umgekehrt? Wird dann ein Schuh daraus: Ist der Mensch des Hundes bester Freund?

P1030371Da muss ich jetzt mal ganz ernst werden. Da kommt es nämlich auf den Menschen an. Meine Menschen sind auf jeden Fall meine besten Freunde, denn sie sorgen gut für mich und achten auch noch darauf, dass ich Spaß habe und Hund sein darf. Aber es sind ja nicht alle Menschen so. Ich stamme ja ursprünglich aus Irland und da hat man mich einfach so weggegeben, weil mich meine Menschen da nicht gebrauchen  konnten. Ich lerne ja  nicht so gerne, gehe ja lieber buddeln und habe wohl nie richtig rechts und links gelernt, um Schafe hüten zu können. Und da haben mich die Menschen einfach weggebracht, in so ein Haus, in dem schon andere Hunde waren. Und wäre ich da nicht innerhalb von ein paar Tagen wieder abgeholt worden, um nach Deutschland auswandern zu können, dann wäre ich da getötet worden. Jetzt habe ich es also ganz gut getroffen, aber es sind nicht alle Menschen gut zu Hunden. Aber es stimmt schon, meine Menschen sind jetzt schon meine Freunde und dazu zählen sicherlich auch noch Petra und Micha und Sabine. Auf die kann ich mich jedenfalls richtig gut verlassen

 

Facebook-Hundespaziergang statt Literaturmesse in Leipzig

Linus im SesseDie neuen Medien sind ja auch für Hunde höchst interessant, denn es schreiben ja nicht nur die Menschen über Literatur und welche neuen Blicke sie dadurch auf die Welt bekommen, sondern immer mehr Cat- und Dog-Content findet dort auch seine neugierigen vierbeinigen Leser. Und so kam es, dass wir über Facebook zwei Hunde entdeckten, die doch tatsächlich nicht nur in Wuppertal leben, sondern auch auf den Wegen wandeln, auf denen wir so gerne laufen, schnüffeln, spielen.

Und über Facebook ist es ja sozusagen hundeleicht, sich mit anderen Fellnasen zu verabreden. Und so kam es am Freitag, dass wir die social-media-erfahrenen Vierpfötler Findus und Chica (ist das so richtig?) kennenlernten und mit ihnen natürlich auch ihren Mensch Kerstin. Wir Hunde haben uns kurz beschnüffelt und dann so getan, als ob wir uns nicht sehen – wir mussten uns ja erst einmal kennenlernen. Felix hatte – wie immer – nur Augen für Conner und seinen Stock, Rppert ging so seiner Altherrenwege und ich habe mal lieber ganz weite Runde gedreht und gebuddelt – das ist mir bei so viel Hundegewimmel immer lieber.

An unserem allerliebsten Schwimmteich, in dem wir immer noch nicht schwimmen durften (es ist wohl immer noch zu kalt und es drohen blaue Lippen und Lungenentzündung – was auch immer das ist), haben wir immerhin ein bisschen mit den Stöcken toben dürfen und Findus und Chica haben gezeigt, was sie alles für Kunststücke drauf haben: die können nämlich über lange Stämme übers Wasser laufen. Hm, das wäre mir ja zu kippelig, wo ich doch so ein Grobfüßler bin. Aber für Findus mit den kleinen Pfoten war das alles kein Problem.

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fb_sp_2fb_sp_3fb_sp_4Dann sind wir weitergegangen und als Chica und Findus so richtig Gas gegeben und sich gejagt haben, da sind aber unsere beiden Hütehunde Conner und Felix zu Hochform aufgelaufen. Ich vermute, die beiden jungen Hunde hätten sich noch ewaig weiter jagen könne, so lange, bis Felix und Conners schon längst unter einem Sauerstoffzelt gelegen hätten (hihihi). Ich halte mich ja da raus, aus so einem Getümmel.

fb_sp_5fb_sp_6fb_sp_7Und schon saßen wir bei schönstem Sonnenschein wieder völlig gelangweilt am Bergerhof. Unsere Menschen mussten Käsekuchen essen, statt mit uns auf der schönen großen Wiese zu spielen. Dafür unterhielten sie sich über die Zeitung talwärts und über die vielen Demonstrationen, die am Samstag stattfinen sollten (ujnd wohl zu keinen üblen Vorkommnissen geführt haben), und über die Kerstin für die Zeitung berichten wollte.  Und sie bedauerten es auch nur ein kleines wenig, nicht in Leipzig und nicht auf der Lietraturmesse und nicht in den völlig schlecht belüfteten Hallen zu sein, denn dort hätten sie gar nicht so schön die frische Luft und die Sonne und uns Hunde (und vor allem den Bergerhofer Käsekuchen!) genießen können.

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Conner hat das stundenlange Herumgesitze dann ganz praktisch genutzt und sich mal so richtig an Chica und später auch an Findus herangeschmissen. Ich wäre ja lieber über die Wiese gerannt oder hätte die Maulwurfhügel kontrolliert. Mich macht das Warten an der Leine immer völlig zappelig. Endlich, endlich standen die Menschen auf. Sie hatten blaue Lippen und klapperten mit den Zähnen, denn die Sonne hatte sich hinter einer Wolke versteckt und es war ihnen wohl odentlich kalt geworden- warum dürfen wir eigentlich nicht schwimmen gehen, wenn die Menschen schon vom Draußen-Sitzen blaue Lippen bekommen?

Kerstin, Chica und Findus mussten nur noch ins warme Auto steigen, aber wir mussten noch den ganzen Weg zum Parktplatz zurück gehen. Und bergrunter wird es einem auch nicht so schnell warm. Und schon war der schöne Freitag vorbei, wir waren danach aber auch richtig kaputt. Und wenn wir Euch, Chica und Findus, vielleicht noch ein oder zweimal gesehen haben, dann spielen wir auch alle richtig zusammen.

Mirakel:Der Limonadenbaum

Limo_1Zum Glück ist es jetzt ja nicht mehr so heiß, wie in der letztn Woche, sondern nur noch warm. Da passt es gut zum Wetter, einmal darüber nachzudenken, was der Wald extra für uns Hundejungs so alles vorbereitet hat, damit es uns dort immer gut geht:

Es gibt nämlich den Limonadenbaum. Menschen erkennen Limonadenbäume sehr gut daran, dass daneben ein Hund steht, dessen Kopf völlig verschwunden ist. Und zwar ist er am Boden verschwunden, wenn der Baum dort eine kleine Trinkschale für Hunde bereit hält und darin schon einmal Wasser gesammelt hat. Das tun besonders die Bäume gerne, die oben auf einem Hügel stehen, wo es sonst weit und breit keinen Bach und keine Pfütze gibt, an denen hund sich wässern kann.

Wir haben den Baum zuerst Wasserbaum genannt, aber Petra meinte, das sei doch ein Limonadenbaum für Hunde. Und hat uns dann erklärt, dass es den Baum nur bei Pippi Langstrumpf gibt, dann liegen aber gekühlte Limonadenflaschen für Menschen im Baum bereit. Hier seht Ihr den Original Pippi Langstrumpf Limonadenbaum und hier den Ausschnitt aus dem Film.

Wir trinken natürlich nicht aus Flaschen – und werfen sie auch hinterher nicht achtlos in den Garten. Aber das Trinken aus unserem Limonadenbaum ist mindestens so toll, wie es für Pippi, Annika und Tom ist.  Seht selbst:

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Fiete auf Reisen

Z_2Im letzten Jahr ist hier im Haus ja das Buch von Meike Winnemuth „Das große Los“ gelesen und auf einem anderen Blog besprochen worden. Wir haben darüber diskutiert, in welchen Städten dieser Welt wir uns denn wohl vorstellen könnten zu leben. Naja, wir Hundejungs wollen am liebsten gar nicht in einer anderen Stadt leben, wir wollen eigentlich überhaupt ncht in einer Stadt leben, sondern viel lieber dort, wo es Wälder gibt und Felder, Bäche, Flüsse und Seen, vielleicht auch ein Strand oder ein paar Berge – auf jeden Fall ganz viel Natur, wo wir nach Herzenslust und ohne blöde Kommentare, wenn wir ohne Leine ! laufen, herumtoben, schnüffeln, laufen, rennen, springen und schwimmen können. Nach diesem unserem Hinweis ist die Idee des Herumreisens durch die Hauptstädte der Welt zum Glück erst einmal erst einmal ad acta gelegt worden.

Nun gibt es aber schon wieder neue Ideen, die auf  Meike Winnemuths neuem Blog vorgestellt werden: in einem Jahr durch zwölf Städte Deutschlands zu reisen.  Das sind jetzt nicht die riesigen Städte, deshalb wäre das ja noch in Ordnung. Bochum ist zum Beispiel dabei, da müssten wir ja jetzt nicht unbedingt hinziehen, da schauen wir immer hin, wenn wir in der Ruhr schwimmen. Und auf Spiekeroog hat sie sich jetzt gerade im Februar aufgehalten. Die Bilder sind so recht nach unseren Interessen: ganz viel Strand und noch viel mehr Meer.

Für uns Hundejungs wird der Blog deshalb spannend, weil Meike bei diesem Projekt eine Begleitung dabei hat: Fiete. Und so gibt es jeden Tag ein Fiete-Foto, auf dem wir bestaunen können, wo Fiete ist und was sie gerade für lustige Dinge erlebt. Jaaa, sie muss wohl auch die ein oder andere Sehenwürdigkeit besuchen, in Trier zum Beispiel, wo die beiden den Januar verbracht haben. Aber Im Februar gibt es tolle Strandfotos, die Hundejungs neidisch blicken lassen. Und nun warten wir auf die März Fotos aus Potsdam. Mal gsapnnt, was Fiete da so erlebt. Also: Schaut selbst mal vorbei.

Und wenn hier wieder die Diskussion aufkommt, das könnten wir doch auch mal tun, dann erheben wir Einspruch: Wir wollen hier bleiben, bei unseren vielen Menschen- und Hundefreunden!

Ein Frohes Neues Jahr

Glückskeks_1Zuerst einmal wollen wir Euch allen ein tolles Jahr 2014 wünschen, mit mindestens genau so viel Spiel, Spaß und Quatsch wie im letzten Jahr! Und natürlich wünschen wir Euch und uns gaaaannz viel Gesundheit, sonst macht nämlich das tollste Spiel und der tollste Spaß keinen Spaß!

Ihr habt bestimmt schon bemerkt, dass wir die letzten zwei Wochen verreist waren. Das ständige Gereise ist ja einerseits ganz schön, weil wir dann mal neue und andere Wege gehen können. Es sieht ja immer mal alles etwas anders aus, vor allem riecht es überall anders ganz anders und ich kann wieder neue Geruchslandkarten anlegen oder die vom letzten Mal überarbeiten. Ich weiß ja immer al allererster, wo der beste Komposthaufen ist, wo die Katzen ihre Geschäfte verrichten und wo det beste Kuhmist gelagert wird. Und dann passiert ja auch immer mal etwas Neues – dazu später.

Auf der anderen Seite muss ein Hund eigentlich nicht verreisen. Das ist immer sehr anstrengend, weil wir uns immer wieder neue Kuschel- und Schlafplätze ergattern und einrichten müssen, dann ist der Tagesablauf nicht wie gewohnt und wir bekommen vor allem morgens viel zu wenig Schlaf, so dass wir abends so müde und kaputt sind, dass wir blöden Streit miteinander bekommen, und dann fehlen uns natürlich auch unsere Kumpels und die dazugehörenden Menschen von zu Hause :(. Und: das allerschlimmste ist, dass wir viel weniger spielen – weil wir ja ständig neue Wege erwandern müssen.

Aber nun zum Positiven: Was meint Ihr, was wir alles erlebt haben?! Wir sind im Schnee gewandert und haben uns dort mit Wonne im Kuhmist gewälzt (der wurde wohl gegen Schnee und Eis auf der Straße verteilt). Wir sind im strömenden Regen auf den Berg gelaufen und irgendwann fing es an zu schneien und wir konnten im schönsten Schnee herumtoben. Wir sind zu einem Familienhotel auf einen anderen Berg gestiegen und haben dort zwei Hunde kennengelernt, die – IHR GLAUBT ES NICHT! – auf dem gesamten Gelände völlig unangeleint herum laufen durften. Das eine Mädchen – ich habe es Füchschen genannt – fand ich ganz toll, und sie mich auch (blink), aber der große Schwarz-Weiße, den mochte ich gar nicht. Sieht man auch auf dem Bild, ich habe dem ganz schön meine Zähne gezeigt.

Und dann gab es dort noch einen Bernhardiner, der leider nicht auf einem Bild ist. Der war ja mit allen Wassern gewaschen. Er schloss sich nämlich immer Hundewanderern an und ging mit ihnen vom Hotel ins Tal. Und unten im Tal setzten die Wanderer ihn dann in die Seilbahn  und schickten ihn zum Hotel zurück. Praktisch – oder?

Dann haben wir noch eine ganz tolle Schneewanderung an Felix´ Weiher gemacht. Am Felix Weiher haben wir ganz tollen Schnee gesehen, der glitzerte nicht nur, sondern sah von weitem ganz flauschig und weich aus. Bei näherem Betrachten konnten wir sehen, dass er aussah, als würde er überall blühen oder hätte kleine Federn. Und auf dem Rückweg haben wir tatsächlich auch Stöcke zum Spielen gefunden. Mann, war das toll, ich konnte gar nicht aufhören, mich zu freuen und bin laut knorzelnd durch den dicken Schnee gehüpft. Ein  anderes mal sind wir einen Sagenweg entlang gelaufen, dort habe ich dann gleich mal den Rasterle-Stein ausprobiert. Der Stein sieht wirklich aus wie ein ganz großer Stuhl. Das könnt Ihr auf dem Bild nicht richtig sehen, weil ich den unteren Rand abschneiden musste, ich bin ja immer so aufgeregt, wenn ich fotografiert werde – und das sieht man so… .

Wir sind einmal (zum Glück nur einmal 🙂 ) auch in einer Stadt gewesen, davon habe ich jetzt aber kein Bild ausgesucht, Weihnachtsbeleuchtung interessiert Hunde ja nicht.

Und abends, ihr könnt es Euch vorstellen, haben wir uns den Bauch vollgeschlagen und sind selig entschlummert. Ach, es war ja doch sehr schön.

Mirakel der Woche: Die Menschen von Deutsche Hunde-Liebhaber

Kennt Ihr die auch, die netten Menschen von der Organisation Deutsche Hunde-Liebhaber?

Meistens fahren sie in großen Autos herum, die sind gelb und haben eine rote Aufschrift, damit jeder gleich weiß, dass sie wieder im guten Dienst an den Hunden unterwegs sind. Bei uns kommen sie öfter mal vorbei, klar, sie könnten von uns aus noch viel häufiger kommen.

Das läuft dann immer so ab: Der Wagen kommt, wie hören schon, wie er auf der anderen Straßenseite parkt und die Autotür klappt. Dann rennen wir schon bellend an die Tür, weil wir wissen, dass wir nun Besuch bekommen. Unsere Menschen rennen auch zur Tür, machen sie auf – und schon sitzen wir vor dem freundlichen Menschen auf dem Hintern (das hat er uns so beigebracht) und stauben einen Hundekeks ab.

Wir finden toll, dass irgend jemand mit viel Liebe für Hunde so eine tolle Sache eingerichtet hat und immer mal wieder einen Menschen vorbeischickt, der uns mittags schon einen leckeren Keks mitbringt. Manchmal wundere ich mich ja darüber, meistens freue ich mich aber einfach. Schwierigkeiten habe ich noch damit, dass der Wagen manchml hällt, der Mensch uns aber wohl vergessen hat und andere Hunde füttern geht. Das finde ich ja  nicht so toll.

 

Sentiero Lino Pederiva – endlich mein eigener Weg

Nachdem hier schon Felix über seinen eigenen Weiher berichtet hat und Rupi uns ausgeklärt hat, dass nach ihm sogar eine Klamm benannt worden ist, möchte ich Euch nun endlich und voller Stolz darüber berichten, dass ich ja einen eigenen Klettersteig habe! Da staunt ihr, nicht wahr.

Da gibt es nämlich den Klettersteig (auch „via ferrata“ genannt) Lino Pederiva. Und ich habe es extra recherchiert, Lino ist die italienische Kurzform von Linus. Die Namensbedeutung von Linus ist nicht so schön (irgendetwas mit Klagen, das passt ja gar nicht zu mir, aber immerhin gibt es ja den Heiligen Linus, Bischof in Rom). Aber ich wollte ja von meinem Weg erzählen.

Zuerst sind wir mit einer großen Seilbahn gefahren. Die Frau am Ticketverkauf war mal wieder garstig zu uns Hundjungs und bestand auf das Anlegen des Maulkorbs (ist ja manchmal in Italien Pflicht, manchmal kümmert sich kein Mensch). Naja, wir sind so schnell in der Kabine verschwunden und dann führ die Seilbahn  auch schon los, sodass gar keine Gelegenheit war, die Maulkörbe, die ja schon am Hals hingen, auch wirklich um die Schnauze zu legen. Und die Menschen in der Seilbahn waren auch sehr nett und haben alle aufgepasst, dass sie uns nicht ständig auf Pfoten oder Schwänze treten.

Nach der Seibahnfahrt mussten wir dann noch 400 Meter breite Skipisten nach oben steigen, dann kam endlich mein Sentiero: Zuerst über den Berggrat, so dass ich nach rechts und links schnuppern konnte – die Menschen schauten sich wohl die Berge rechts und links an – zum Teil über wiesiges Gelände, aber auch über so trockene Steine, dass selbst ich auf dem Staub wegrutschte, und später dann mehr am Hang entlang. Und hier gab es dann ein paar Stellen, an denen Seile am Fels (deshalb auch „via ferrata“)gespannt waren, so dass die Menschen sich dort festhalten konnten. Das brauchen wir Hundejungs ja wirklich nicht, mit vier Pfoten sind wir super geländegängig und bewältigen auch größere Steine locker durch Hinuntergleiten und -hüpfen.

In diesem Jahr war das Wetter ja so gut, dass es uns schon ziemlich warm geworden ist. Wenn keine Wolken auftauchen, ist es auch in 2500 m Höhe warm, zumal unser dunkles Fell ja schön die Wärme speichert. Also haben die Menschen immer viel zu trinken mit und wir finden natürlich auch selbst das kleinste Wasserrinnsal und die schönsten Kuhtränken. Aber wir haben dann zum Abkühlen doch eine längere Pause im Schatten einer Hütte gemacht.

Also mir gefällt mein Klettersteig wirklich gut, für Hunde ist er kein Problem zu gehen, zumal wir ja auch schwindelfrei sind. Und eigentlich ist es auch mehr ein sentiero als ein via ferrata (das sind ja eigentlich auch „schöne Worte“).  Und hier sind die Bilder:

 

Mirakel der Woche: Lebensdauer von Quietschies

Quietschies_2Nun sind ja erst einmal die Hundstage mit ihrer Affenhitze vorbei, die Pfoten schwellen gerade wieder auf Normalmaß zurück, die Zunge hängt im Körbchen nicht mehr klöngelig herum, sondern findet wieder bequem im Maul Platz und der Schwamm im Kopf hat sich auch zurückgebildet und lässt den Synapsen wieder den Raum, um ihren normalen Aufgaben nachzukommen: nämlich nachzudenken. Und da fällt mir ein Thema ein, das mir schon länger schlechte Laune bereitet: die Lebensdauer von Spielzeugen, die lustige Geräusche von sich geben und quietschen!

Kennt Ihr das auch: da haben Eure Menschen neues Spielzeug für Euch besorgt, z.B. weil Ihr Geburtstag habt, niedlich ausseht, gerne mal etwas Neues ausprobiert oder weil Euer Mensch (das ist ja der häufigste Grund) Euer altes Spielzeug in einen Baum oder ein stark fließendes Gewässer gepfeffert hat und es nun weg ist oder Ihr das Spielzeug beim Spaziergang verlegt habt und es beim besten Willen nicht wiederfindet. Und weil Euer Mensch Euch ganz besonders viel Spielspaß bereiten möchte (und seine Nerven ein bisschen trainieren), hat er gleich einen Ball oder ein anderes Objekt für Euch ausgesucht, das quietscht.

Ich mag die ja ganz besonders gerne. Da gibt es kein Halten mehr, wenn ich so ein Spielzeug habe. Dann hat auch Felix keine Chance mehr, an das quietschende Ding heranzukommen. Schön ist es übrigens auch, wenn die Nachbarkinder Spielzeuge mit ähnlichen Geräuschen haben, nicht nur, weil meine Menschen ihre Nerven dann viel länger trainieren können, sondern auch, weil ich dann so viel Spaß daran habe, mit den Nachbarkindern zu spielen…

Nun ja, wir haben also auch quietschendes Spielzeug und sind immer ganz begeistert, wenn es etwas Neues gibt. Nur leider, leider ist in die meisten quietschenden Bälle offensichtlich eine Lebensdauer eingebaut, die deutlich, aber sehr deutlich unter der einer Tagesfliege liegt. Schon beim ersten Spiel und Spaß drückt sich entweder der Qietsch-Mechanismus in den Ball herein, obwohl wir wirklich nur spielen und gar nicht darauf herumkauen – darauf achtet unser Mensch ganz autoritär – sodass wir nach der ersten halben Stunde nur noch einen ganz normalen, dafür aber völlig langweiligen Ball haben, oder – noch schöner – das eingebaute Glöckchen fällt einfach mal durch die Öffnung aus dem Ball heraus und verabschiedet sich auf Nimmerwiedersehen, übrigens auch nach höchstens einer halben Stunde.

Muss das denn so sein? Bei dem Kinderspielzeug scheint es eine wesentlich bessere Verarbeitung und längere Lebensdauer zu geben, denn aus den Nachbargärten quietscht es ohne Unterlass. Warum ist das Hundespielzeug nicht genauso haltbar? Warum zwingt die Hundespielzeugindustrie unsere Menschen dazu, immer mehr und länger arbeiten zu müssen, um uns mit neuem Qietschspielzeug erfreuen zu können? Dabei nimmt doch dann die Zeit ab, die wir mit unseren Menschen zusammen verbringen können. Und die Umwelt: ständig muss jemand in der Gegend herumfahren und neues Spielzeug besorgen. Das ist doch nicht ressourcenschonend (denkt nur an die Erderwärmung und die gerade zurückliegenden Hundstage) und kostet auch wieder Geld, das durch längere Arbeitszeiten erst verdient werden muss.

Also: Wir fordern haltbare Quietschbälle, damit wir und unsere Menschen ein gutes und zufriedenes Leben haben – auch wenn das Wirtschaftswachstum dadurch nicht so schön zunimmt. (Ihr seht: ich habe das neue Buch von Robert und Edward Skidelsky „Wie viel ist genug?“ gelesen und konnte es sofort praktisch auf mein Leben beziehen.)